Tierney..
Mit Twisted Pawn wurde die Geschichte rund um die Callaghan-Zwillinge noch einmal deutlich intensiver und emotionaler. Dieses Mal steht Tierney im Mittelpunkt – und ihre Vergangenheit war wirklich schwer zu lesen. Wie auch ihr Bruder musste sie im sowjetischen Arbeitslager unvorstellbare Dinge erleben: Hunger, Gewalt und der Zwang, ihren eigenen Körper herzugeben. Die Traumata, die sie daraus mitgenommen hat, begleiten sie durch die gesamte Geschichte und machen das Buch stellenweise wirklich bedrückend. Besonders wichtig in ihrem Leben ist Achilles, ein Mafiasohn, der ihr schon damals immer wieder geholfen hat, aus ihren dunklen Gedanken zurückzufinden. Zwischen den beiden entsteht dadurch eine sehr intensive Verbindung. Nach einem großen Brand, bei dem Achilles schwere Narben im Gesicht davonträgt, entwickelt sich zwischen ihnen allerdings ein schmerzhaftes Katzen-und-Maus-Spiel, weil er Tierney für das verantwortlich macht, was passiert ist. Die Entwicklung ihrer Beziehung hat mir insgesamt wirklich gut gefallen. Gerade weil beide Figuren so kaputt und traumatisiert sind, wirken ihre gemeinsamen Momente umso emotionaler. Gleichzeitig bleibt die Geschichte sehr düster und teilweise auch emotional belastend. Besonders eine Szene gegen Ende – gemeinsam mit Alex, dem Sohn des russischen Bratva-Anführers – hat mich komplett mitgenommen. Für mich war das einer dieser Momente, bei denen wirklich ein Stück des Herzens gebrochen ist, ähnlich wie für Achilles selbst. Diese Szene hat mich emotional sehr bewegt und ich konnte manche Entscheidungen bis zum Schluss nicht wirklich nachvollziehen. Aber genau das macht die Geschichte wahrscheinlich auch so eindringlich. Jetzt freue ich mich auf den nächsten Band rund um Enzo. Nach allem, was man bisher von ihm gesehen hat, bin ich wirklich gespannt, welche Geschichte ihn erwartet – und ich werde definitiv weiterlesen.





