Das Buch ist wirklich einzigartig. Es setzt sich aus verschiedenen Genres zusammen, Horror, Roman, aber auch Fantasy, wobei es eine gute Mischung ist. Gewaltvolle Szenen wechseln sich mit liebevollen ab, eine ganz spezielle Verbindung zwischen den Protagonisten und die tiefe Trauer um ein Kind.
Der Schreibstil gefällt mir sehr gut, man kann förmlich hören, wie die Kleine in den Kopf des Erwachsenen eindringt. Tim Lebbon schafft eine düstere Atmosphäre, die wirklich beeindruckend ist.
Lediglich das Ende ist für mich nicht zufrieden stellend, aber dennoch gibt es von mir eine klare Leseempfehlung.
Ein guter Roman? Ein gutes Horrorbuch? Oder doch eher ein Drama? Ich bin mir auch nach Abschluss des Buches nicht sicher - was ich allerdings weiß ist, dass es eine außergewöhnliche Geschichte war ...
Inhalt : Tom Roberts' Sohn sei bei einem Armyunfall gestorben ... sagen sie. Doch sein Sarg ist leer.
Monster gebe es nicht ... sagen sie. Doch als Tom zur vermeintlichen Ruhestätte seines Sohnes reist, findet er ein Massengrab mit Leichen, die alles andere als menschlich sind. Ohne Köpfe, bestialisch verstümmelt ... und aneinandergekettet.
Der Tod sei das Ende ... sagen sie. Doch dann greift eine dieser Leichen - ein kleines Mädchen - nach Toms Arm, und alles ändert sich. Denn der Tod ist nicht das Ende. Manchmal ist er auch der Anfang - der Anfang von etwas Schrecklichem.
Tom, der seinen Sohn bereits vor Jahren bei einem vermeintlichen Militärunfall verloren hat, sitzt wie jeden Freitagabend in einer Bar und trinkt sein wohlverdientes Bier. Er kommt nicht umhin einige Gesprächsfetzen des Nachbartisches aufzuschnappen - zwei Männer unterhalten sich über ihre Zeit bei der Army, über "Porton Down" (ein Ort in dessen Nähe sein Sohn Steven stationiert war). Und dann hört Tom etwas, dass einen Stein ins Rollen bringt und das Leben einiger Menschen verändern wird... "Die haben Monster gefangen gehalten ".
Nun, ich war wirklich angetan von diesem Buch. Einordnen lässt es sich meiner Meinung nach nicht, es enthält Elemente verschiedener Genre, die wundervoll miteinander verwoben wurden und mich das Buch an nur einem Tag haben beenden lassen.
Wir begleiten Tom und kurze Zeit später wird Cole (ein ehemaliger Soldat) ebenfalls in die Geschichte verwoben und irgendwo zwischen ihnen finden wir Natasha - ein sonderbares Mädchen. Ein Wesen möchte ich fast sagen, dass so vielschichtig, so wenig greifbar scheint wie das gesamte Buch.
Ihre erste Begegnung ist düster, zwischen Erdhaufen, Knochen und einer Schaufel, die Tom abwechselnd zu seinen Händen nutzt, um ein Grab freizulegen in dem er eigentlich nach den sterblichen Überresten seines Sohnes sucht. Eine unverhoffte Begegnung die wohl weder Tom kommen sah, noch das kleine Mädchen, dass zwischen den enthaupteten Körpern ihrer Familie liegt.
Vorallem die entstehende Beziehung zwischen Natasha und Tom hat mich beeindruckt. Es fühlte sich so wirklich, so speziell und einzigartig an und doch droht diese Verbindung immer wieder zu zerbrechen.
Ich war verwirrt was hinter ihrer Fassade steckt, welche Beweggründe sie hat und war mir bis zum Schluss nicht sicher, ob man ihr trauen kann oder nicht.
Eine einzigartige Geschichte die der Autor hier geschaffen hat 🖤