
Inhalt: Cassie hat seit einer Erkrankung in ihrer Kindheit dauerhafte furchtbare Schmerzen. Hinzu kommt eine Mutter, die diese Bezeichnung nicht verdient. Mit 23 steht sie an einem Punkt, wo sie alles tun würde, um diese Schmerzen loszuwerden, um ein normales Leben führen zu können. Sie lässt sich auf eine gefährliche „Therapie“ durch einen dubiosen „Therapeuten“ ein, den ihre Freundin ihr empfiehlt und eine unglaubliche Odyssee nimmt ihren Lauf. Meine Meinung: Wirklich Thriller oder doch Drama? Ich durfte mich der Geschichte dank der Autorin stellen und hatte mir was völlig anderes vorgestellt. Aber das allein ist ja noch kein Nachteil! Für mich war von vorneherein eigentlich eine Verbindung zur Hauptfigur Cassie hergestellt, weil ich selbst unter schier unerträglichen Schmerzen just leide. Ich habe Rheuma und hinzu kam jetzt ein böser Sturz und seit nunmehr fast 2 Monaten weiß ich auch nicht, was ich machen soll. Deswegen war ich wirklich sehr nah an Cassies Empfinden und Verzweiflung. Ich habe in den Jahren jetzt unter den Schmerzen, die meine Erkrankung mit sich bringt schon mal gesagt, erzählt mir einer ich soll lila Taucherflossen anziehen, dann sind die Schmerzen weg, ich tus! Deswegen auch hier das vollste Verständnis, dass Cassie so manches tut, was sie im Lauf der Geschichte tut. Gerade, was ihre unsagbare Erzeugerin angeht, da wäre ich glaube ich schon viel viel eher ausgeflippt und hätte vielleicht auch was unüberlegtes getan. Oder ich wäre komplett dort weggezogen, damit sie gar nicht mehr an mich rankommt. Krass fand ich die ganze Geschichte mit Cassies sogenannter Freundin. Auch hier wäre ich vollkommen ausgetickt. Und dann ist da noch Gabriel. Jetzt kommt allerdings der Punkt, wo es bei mir aufgehört hat, mich wirklich zu packen oder zu beeindrucken. Ja, Cassie greift nach jedem Strohhalm. Aber was den Typen angeht, hatte ich bestimmte Dinge aus der Serie True Blood auf einmal im Kopf (wer die Serie kennt, wird vielleicht wissen, was ich meine!), und fand das ganze dann irgendwie unglaubwürdig und gruselig. Die Anziehung, die Cassie da offensichtlich spürte, konnte ich dann eben nicht mehr nachvollziehen. Mit der für mich nicht so recht stimmigen Anziehung zu Gabriel einher geht dann eben auch das, was sie Dante, einer weiteren wichtigen Figur, entgegenbringt oder eben immer wieder kaputt macht. Ja, genauso hat sich das für mich angefühlt und ich habs wieder nicht verstanden. Gesamt gesehen gabs bei mir eben sehr oft hochgezogene Augenbrauen, große Fragezeichen im Kopf und unterm Strich einfach das Feeling, es war eher das Drama rund um Cassie, um ihr Leben, als ein echter Thriller. Für mich! Und auch das Ende hat mich dann irgendwie nicht mehr überzeugen können. So leid es mir tut, aber ich glaube nicht, dass ich hier noch weiter mit von der Partie bin. Fazit: Mein Fazit ist jetzt nicht so positiv, weil ich völlig andere Erwartungen hatte und die Geschichte mich irgendwann verloren hat. Vielleicht ist es für andere ein Thriller, für mich leider nicht, eher ein Drama.








