Das (Hör-)Buch war leider sehr einschläfernd für mich. Ich hab es als Hörbuch gehört und es wirkltw einfach nur leblos. Keine Tiefe, einfach nur Kalt.
Auch, wenn es an sich eigentlich schöne Themen aufgreift, so zum Beispiel:
Neuanfang und "leiser" Liebe im Alter.
Ein wunderbares Buch darüber, dass es für die Liebe nie zu spät ist. Mich hat es unheimlich berührt und mir nochmal in Gedächtnis gerufen, dass man älteren Menschen ihre Selbstständigkeit nicht absprechen sollte. Und dass man mehr Verständnis und Toleranz aufbringen muss, um im Leben zu bestehen.
Zwei verwitwete Seelen, ein Pflegeheim und diese ganz zarte Hoffnung, dass das Leben selbst im hohen Alter noch einmal neu beginnen kann – genau das erzählt dieses Hörbuch auf leise und einfühlsame Weise.
Elsa und Hannes sind zwei Figuren, die man sofort ins Herz schließt. Ihre Einsamkeit, ihre Erinnerungen und dieses vorsichtige Annähern wurden sehr gefühlvoll dargestellt. Man lauscht ihren Begegnungen und merkt, wie zwischen Regen, Routinen und kleinen Gesprächen langsam wieder Licht in ihr Leben fällt.
Die Sprecher haben hier wirklich tolle Arbeit geleistet. Mit viel Wärme und Feingefühl transportieren sie Trauer, Humor und diese zarte Aufbruchsstimmung. Gerade die ruhigen Szenen wirken durch die Stimmen besonders authentisch, sodass man sowohl schmunzeln als auch mitfühlen konnte. 🎙️
Für meinen Geschmack hätte die Geschichte stellenweise noch etwas mehr emotionale Tiefe vertragen können – manches blieb eher an der Oberfläche. Trotzdem waren es sehr schöne, angenehme Hörstunden für zwischendurch. 😊
🎧 Fazit: Ein berührendes, ruhiges Hörbuch über zweite Chancen und leise Liebe – perfekt für alle, die sanfte Geschichten mit Herz mögen.
"Was vom Leben bleibt" von Insa Ritterhoff ist ein Winter- und Weihnachtsroman und auch wieder keiner, weil er doch in die Tiefe geht. Das Hörbuch wird gesprochen von Hildegard Meier, Wolfgang Wagner, Jonathan Springer, Marian Funk;, Chris Nonnast und Esther Brandt.
Die Witwe Elisabeth, von ihrem Sohn aus Lübeck nach Hannover in ein Pflegeheim verpflanzt, ist wütend, traurig und einsam. Kennt sie doch in der neuen Umgebung niemanden und auch ihr Sohn lässt sich nur selten bei ihr blicken. Auch Hannes ist einsam, seine Frau ist ist schon lange verstorben. Seine Töchter gehen ihre eigenen Wege, Tochter Kerstin ist ein Kontrollfreak, die eigentlich nur anruft, um ihn zu überwachen. Lediglich Sascha, sein Pfleger ist bereit, ihm zuzuhören. Eines Tages stoßen Elisabeth und Hannes im wahrsten Sinn des Wortes im Supermarkt zusammen. Hannes findet, sie sieht eher aus wie eine Elsa.
Auch wenn es sich aufgrund der vielen Sprecher*innen eher auf ein Hörspiel schließen lässt, ist es keines. Der Roman wird aus vielen unterschiedlichen Perspektiven erzählt, die Sprache und die Sprecher*innen den Charakteren angepasst. Sympathien und Antipathien sind schnell vergeben, die verschiedenen Sichtweisen regen zum Nachdenken an. Dürfen alte Menschen sich nicht mehr verlieben und sind sie dann peinlich? Das genaue Alter von allen Charakteren wird übrigens im Roman nicht festgelegt, kann also in jede Familie und das Umfeld übertragen werden, was mir besonders gut gefallen hat! Ich denke, jeder Lesende oder Hörende findet hier die Person, die zu ihm selbst "passt". Das Ende des Romans war mir persönlich etwas zu konstruiert, dafür ziehe ich auch einen Punkt ab.
Die Sprechenden sind gut ausgewählt und passen zu den Charakteren. Die kurzen Kapitel mit kleinen Cliffhangern bauen außerdem Spannung auf. So lässt sich das Hörbuch abwechslungsreich genießen.
Trotzdem eine Hörempfehlung für alle, die sich mit Generationenkonflikten und gegenseitigem Verständnis auseinandersetzen möchten. Von mir gibt es 4 Sterne!
Es hat mich nicht 100% abgeholt. Es war nicht schlecht, aber leider hab ich zur Zeit wesentlich bessere Bücher gelesen die mich direkt gepackt haben , daher nur 3,5 Sterne. Der Schreibstil ist gut und die Geschichte wird mit Sicherheit viele abholen, mich hat es wie gesagt nicht ganz überzeugt. Ich war teils auch am überlegen es abzubrechen, hab's dann aber durchzogen.
Inhaltsangabe (Quelle Amazon)
Zwei einsame Menschen. Ein neuer Anfang. Und die leise Hoffnung, dass es nie zu spät ist.
Elsa hat alles verloren, was ihr Leben ausgemacht hat: ihren Mann, ihre Heimat und das Vertrauen, dass vor ihr noch etwas liegen könnte. Widerwillig zieht sie in ein neues Pflegeheim, weit weg von allem, was vertraut war. Die Einsamkeit wiegt schwer – bis sie eines Morgens im Regen beinahe mit einem Fremden zusammenstößt.
Auch Hannes kennt das Alleinsein nur zu gut. Seit dem Tod seiner Frau fühlt sich jeder Tag leer und grau an. Seine Töchter leben ihr eigenes Leben, und nur Pfleger Sascha bringt ab und zu ein wenig Licht in seine Welt. Doch dann begegnet er Elsa, und in ihren Augen liegt etwas, das sein Herz nach langer Zeit wieder spüren lässt, dass es noch schlägt.
Als sich ihre Wege erneut kreuzen, beginnt eine leise Veränderung. Ganz langsam, ganz still. Doch können zwei verletzte Seelen wirklich noch einmal lieben?
Ein bewegender Roman über Erinnerungen, die bleiben – und das Glück, das manchmal ganz leise beginnt.
Literatur über das Alter – ein Thema, das viel zu selten Raum bekommt 📖
"Was vom Leben bleibt" von Insa Ritterhoff hat mich überrascht. Ich gestehe: Anfangs war ich skeptisch. Eine Liebesgeschichte im Pflegeheim? Könnte schnell kitschig werden oder ins Melodramatische kippen. Aber Ritterhoff macht etwas anderes. Sie erzählt leise, ehrlich und mit einer Zurückhaltung, die mich als Lektorin beeindruckt.
Elsa und Hannes sind beide am Ende ihres Lebens angekommen – zumindest denken sie das. Beide haben verloren, beide sind einsam, beide haben sich mit dem Grauen des Alltags arrangiert. Und dann passiert das, was im Leben eben manchmal passiert: Eine Begegnung im Regen verändert alles.
Was mich hier fasziniert, ist die erzählerische Ehrlichkeit. Keine großen Gesten, kein Pathos. Stattdessen die kleinen Momente: ein Blick, eine Berührung, gemeinsames Schweigen. Die Geschichte fließt ruhig vor sich hin, fast meditativ. Genau so, wie das Leben in diesem Alter oft ist.
Ein kleiner Kritikpunkt: Eine Seitenhandlung um Hannes' Töchter hätte mehr emotionalen Raum verdient. Die familiären Dynamiken werden angedeutet, aber nicht wirklich ausgeführt. Schade, denn da lag noch Potenzial.
Trotzdem: 4 von 5 Sternen für eine Geschichte, die zeigt, dass Hoffnung keine Frage des Alters ist. Und dass Literatur alle Lebensphasen abbilden sollte – auch die, die wir oft ausblenden.
Vielen Dank an @aufbau_verlage und @netgalleyde für die zur Verfügungsstellung des Ebooks
Inhalt
Elsa hat alles verloren, was ihr Leben ausgemacht hat: ihren Mann, ihre Heimat und das Vertrauen, dass vor ihr noch etwas liegen könnte. Widerwillig zieht sie in ein neues Pflegeheim, weit weg von allem, was vertraut war. Die Einsamkeit wiegt schwer – bis sie eines Morgens im Regen beinahe mit einem Fremden zusammenstößt.
Auch Hannes kennt das Alleinsein nur zu gut. Seit dem Tod seiner Frau fühlt sich jeder Tag leer und grau an. Seine Töchter leben ihr eigenes Leben, und nur Pfleger Sascha bringt ab und zu ein wenig Licht in seine Welt. Doch dann begegnet er Elsa, und in ihren Augen liegt etwas, das sein Herz nach langer Zeit wieder spüren lässt, dass es noch schlägt.
Als sich ihre Wege erneut kreuzen, beginnt eine leise Veränderung. Ganz langsam, ganz still. Doch können zwei verletzte Seelen wirklich noch einmal lieben?
Meinung
Der Einstieg ins Buch fiel mir sehr leicht. Der Schreibstil war leicht und locker zu lesen. Die Protagonisten gut gezeichnet und authentisch.
Die geschichte ist richtig ans herz gegangen. Ich mochte Elsa und auch Hannes sehr, ich musste schmunzeln bei ersten zusammentreffen der beiden und wusste gleich, die geschichte wird mir gefallen.
Sascha und auch Nanni waren eine tolle Bereicherung und haben das Buch rund gemacht.
Das Ende fand ich gut gewählt.
Emotional und eingehend
Große Lese Empfehlung