Meinung: ichliebe die Bücher von Frank und war deshalb sehr gespannt auf den Auftakt seiner neuen deutsch-polnischen Krimireihe. Und was soll ich sagen? Dieses Buch hat mich von der ersten Seite an gefesselt. Der Einstieg sorgt für eine düstere und beklemmende Stimmung: Ein deutscher Tourist wird tot am Strand von Swinemünde gefunden mit einem Bernstein im Mund. Was zunächst wie ein Badeunfall wirkt, entwickelt sich schnell zu einem spannenden Kriminalfall voller Geheimnisse, Lügen und menschlicher Abgründe. Der Schreibstil ist wie immer angenehm flüssig und unglaublich fesselnd. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und bin nur so durch die Seiten geflogen. Besonders gut gefallen hat mir das Ermittler-Duo, das unterschiedlicher kaum sein könnte. Gerade diese Gegensätze sorgen für Spannung und machen die Zusammenarbeit authentisch und interessant. Auch die Charaktere insgesamt wirken sehr realistisch, weil niemand perfekt ist. Jeder kämpft mit eigenen Problemen, Vorurteilen oder Fehlern, was sie besonders greifbar macht. Sehr gelungen fand ich außerdem die Dynamik innerhalb der Urlaubergruppe. Jeder scheint etwas zu verbergen und mit jeder Wendung verändert sich das Bild erneut. Dadurch bleibt die Spannung konstant hoch und man rätselt die ganze Zeit mit. Das Ende konnte mich überraschen, weil viele meiner Vermutungen am Ende doch falsch waren. Für mich ein spannender und atmosphärischer Auftakt, der definitiv Lust auf mehr macht. Absolute Leseempfehlung
Oh Mann 😭 Dieses Buch ist nicht das Beste, sollte es Fortsetzungen geben, hoffen wir auf das Beste. Gespickt mit Vorurteilen von polnischer und deutscher Seite. Ein polnischer Kommissar, der sehr gut deutsch spricht, sich aber teilweise verstellt.... Eine deutsche Kommissarin, die kein polnisch versteht und sich benachteiligt fühlt. Eben, weil sie kein polnisch sprechen und verstehen kann. Dann wird noch der kommunistische "Charme" angedeutet, um nicht zu sagen verhohnepipelt. Ich würde diese Geschichte keinem meiner Lesefreunde empfehlen.
Das Buch war leider gar nicht mein Fall. Angefangen hat es mit dem Schreibstil, den ich schwierig zu lesen fand. Manche Sätze waren unglücklich aufgebaut und ein bisschen wirr, was das Lesen holprig gemacht hat. Die Geschichte spielt größtenteils in Polen mit kurzen Abstechern nach Deutschland. Ich war noch nie für einen längeren Aufenthalt in Polen, sondern nur kurz. Deswegen weiß ich nicht, ob die Darstellungen im Buch so korrekt sind. Allerdings war das Buch voll von Vorurteilen, beiderseits. Ich fand das ganz unangenehm zu lesen. Die deutsche Ermittlerin hat alles in Frage gestellt, was die Übersetzungen der polnischen Kollegen anging, fühlte sich permanent ungerecht behandelt (höhere Strafzettel für sie) und hatte dauerhaft Angst beklaut zu werden. Mir hat das beim Lesen leider komplett den Spaß genommen. Auch die Masse an Menschen, die an dem Fall beteiligt war, fand ich etwas zu viel. Es waren acht Menschen, die auch nicht richtig vorgestellt wurden. Für mich leider eine große Enttäuschung.


