84 % Hass… 16 % Herzklopfen 😏
Okay… ich hatte mir das Buch sowieso schon runtergeladen, also musste es natürlich gelesen werden. 😄 Und ja: Es ist über Kindle Unlimited verfügbar und… mal wieder geht es um Stiefbrüder. Offenbar habe ich da inzwischen ein festes Beuteschema. 📚✨ Und was soll ich sagen? Mir hat die Geschichte wirklich rundum gut gefallen. Ich schwanke zwar irgendwo zwischen 3,5 und 4 Sternen, aber ganz ehrlich? Mein Gefühl geht eher zu 4 Sternen, einfach weil mich die Story insgesamt echt gut unterhalten hat. In „Truly Forbidden Brothers“ geht es um Tristan und Blade, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Tristan ist der typische geschniegelt-gepflegte Rich Boy: geschniegelt bis in die Haarspitzen, geschniegelt im Verhalten, stinkreich und mit einer Nase, die gefühlt dauerhaft Richtung Himmel zeigt. Sein Vater ist dabei der klassische harte Firmenboss, emotional irgendwo im Mittelalter steckengeblieben, kontrollierend und dominant, selbst seinem eigenen Sohn gegenüber. Blade und seine Mutter sind dagegen das komplette Gegenteil. Seine Mom ist einfach nur ein Schatz: lieb, herzlich, warmherzig. Sie hat ihren Mann bei einem Unfall verloren und zieht Blade seitdem alleine groß. Die Beziehung zwischen den beiden ist total eng und liebevoll und ehrlich gesagt einfach schön zu lesen. Als Blades Mutter dann Tristan Vater kennenlernt, nimmt das Chaos natürlich seinen Lauf… denn Gegensätze ziehen sich ja bekanntlich an. Und ehe man sich versieht, entsteht eine Patchwork-Familie. Tja… und dann treffen Tristan und Blade richtig aufeinander. Und Tristan ist fest entschlossen, Blade das Leben zur Hölle zu machen, um ihn und seine Mutter schnellstmöglich wieder aus der Familie zu vertreiben. Er hat von Anfang an absolut kein gutes Bild von Blades Mutter, obwohl sie wirklich nichts falsch macht. Aber ich muss sagen: Ich konnte Tristans Reaktion stellenweise sogar nachvollziehen. Gerade wenn man selbst schon erlebt hat, dass plötzlich neue Menschen in die eigene Familie kommen, ist man vielleicht erstmal abweisend. Nicht unbedingt, weil diese Menschen schlecht sind, sondern einfach, weil man Angst hat, verdrängt oder ersetzt zu werden. Und genau dieses Gefühl wurde hier ziemlich authentisch dargestellt. Die Dynamik zwischen Tristan und Blade ist von Anfang an pures Chaos. Die beiden können sich wirklich nicht ausstehen. Sie provozieren sich, kabbeln sich, streiten sich, kämpfen miteinander… und genau daraus entsteht diese typische explosive Enemy-to-Lovers-Spannung. 🔥 Und hier kommt der Punkt, den ich wirklich geliebt habe: Das Knistern kommt super spät. Also wirklich spät. Ich glaube, ich war bei ungefähr 84 %, als endlich mal wirklich etwas passiert. Klar gibt es vorher schon Andeutungen und kleine Momente, aber so richtig mit Küssen und tatsächlicher Annäherung? Dauert. Und genau das fand ich unglaublich gut. Es wirkte einfach realistisch. Denn seien wir ehrlich: Von „Ich hasse dich, verschwinde aus meinem Leben“ zu „Ich will dich“ in drei Kapiteln ist oft eher… naja… fragwürdig. 😅 Hier wurde sich Zeit genommen und das hat die Entwicklung zwischen den beiden umso glaubwürdiger gemacht. Besonders gut fand ich auch Tristans Entwicklung. Man merkt nach und nach, warum er so ist, wie er ist. Und ja, man kann nicht immer alles auf die Eltern schieben… aber in diesem Fall? Sorry. Sein Vater ist wirklich ein Paradebeispiel dafür, wie man sein Kind emotional kaputtmachen kann. Kein Wunder, dass Tristan sich selbst kaum erlaubt, wirklich der zu sein, der er ist. Das Ende… puh. 💔 Ich spoilere natürlich nicht, aber ich sage nur so viel: Man konnte es erahnen. Und trotzdem trifft es einen. Hart. Vor allem konnte ich Blades Reaktion absolut verstehen. Dieses Ende macht definitiv Lust auf Band 2 und genau da geht es für mich jetzt auch direkt weiter. Der Schreibstil ist übrigens super angenehm und flüssig. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen. Außerdem musste ich mehr als einmal lachen, weil einige Szenen und Dialoge wirklich witzig geschrieben sind. Auch die Nebencharaktere mochte ich sehr, beziehungsweise vor allem Nova. Nova bekommt genug Aufmerksamkeit, um interessant zu sein, ohne der eigentlichen Story die Show zu stehlen. Und ganz ehrlich: Mehr erwarte ich bei so einem Buch auch gar nicht. Ich brauche hier kein riesiges Worldbuilding, sondern gute Unterhaltung, Emotionen und Chemie und das habe ich bekommen. Fazit: Eine humorvolle, emotionale und authentische Enemy-to-Lovers / Stiefbrüder-Romance, die sich Zeit für ihre Entwicklung nimmt und genau dadurch überzeugen kann. Klare Leseempfehlung von mir. 📖✨ Und jetzt: ab zu Band 2. 🚶♀️💨










