Mein 15jähriges Ich hätte das Buch gefeiert, aber ich bin dafür jetzt zu alt. Für mich hat vieles keinen Sinn gemacht, die Story war so durcheinander und die Charaktere haben oft komische Entscheidungen getroffen. Der Bruder ist mir so auf die Nerven gegangen und teilweise auch die Protagonistin. Hector fand ich cool, war wahrscheinlich der einzige Grund warum ich das Buch beendet habe
Dark Academia mit starken Ansätzen und kleinen Schwächen!
Ich habe mich sehr auf Evil Elite gefreut, weil die Grundidee einfach unglaublich spannend klingt. Ein Eliteinternat für die Erben der Unterwelt kombiniert mit Dark Academia und Plottwists klang für mich nach einem absoluten Must Read.
Der Schreibstil hat mir gut gefallen und die Story hatte definitiv spannende Momente. Trotzdem konnte mich das Buch stellenweise nicht komplett abholen. Vor allem die Handlung rund um Frankie hat mich emotional nicht ganz erreicht.
Für einen Einzelband hätte ich mir mehr Tiefe und mehr Einblicke in die Welt und die Charaktere gewünscht. Auch die Professoren wirkten auf mich zu zahm für dieses düstere Setting.
Insgesamt ein solides Buch mit viel Potenzial, das mich leider nicht ganz mitgerissen hat.
Frankie ist als Adoptivtochter von Tommaso Sorrentino, einem gefürchteten Mafioso, in einer prekären heiklen Situation. Niemand darf von ihrer Herkunft wissen.
Als sie auf Fort Rock, dem Eliteinternat für Sprösslinge der mächtigsten und einflussreichsten Bösewichte, darf niemand von ihrer Vergangenheit erfahren, auch wenn sie selbst diese natürlich nicht vergisst.
In Fort Rock trifft sie auf Hector Olmeda, dem Sohn des potenziellen Mörders ihrer wahren Eltern. Hinter seiner geheimnisvollen Aura verbirgt sich aber mehr, als man auf den ersten Blick erkennen kann. Dies wird Frankie schnell bewusst und sie versucht hinter seine Mauer aus Hass und Misstrauen zu blicken.
Wird erleben die Geschichte aus Frankies Perspektive und werden durch sie durch die Geschichte geleitet, was mir auch gut gefallen und gelungen ist. Hier hat sich aber gleichzeitig die erste Problematik ergeben, denn zeitweise hatte ich wirkliche Probleme, die Handlung zu verfolgen, weil es mich ehrlich nicht wirklich gecatcht hat. Ich empfand de nSchreibstil anfangs als abgehackt, was sich aber im Laufe des Buches besserte. Hier lohnte es sich nicht aufzugeben sondern dranzubleiben.
Frankie als Protagonistin konnte mich am Ende überzeugen - wo sie anfangs noch etwas im Dunklen blieb und mir beinahe etwas ungreifbar erschien, legte sich dies und ich verstand ihren inneren Zwiespalt, sich zwischen zwei Identitäten gefangen zu fühlen. Sie ist nunmehr Teil einer Mafia-Familie aus Intrigen, Loyalität bis auf das Blut und Machtspielen, gleichzeitig verfolgt sie ihre Vergangenheit Tag für Tag.
Schließlich steht auch sie irgendwann vor der Entscheidung, sich zu fragen, auf welcher Seite sie wirklich steht.
Hector war spannend, wenn auch undurchschaubar. Hinter seiner kalten und berechnenden Fassade verbirgt sich mehr, was er nur langsam offenbaren mag. Ihre Dynamik schwankt stark zwischen Hass und Misstrauen zu einer nicht definierbaren Anziehung, was schon schnell offen legte, dass beide sich näher kommen werden. Ihr Zusammentreffen wirkte anfangs etwas umkoordiniert und auch zu jugendlich und unverblümt für meinen persönlichen Geschmack. Auch habe ich hier gemerkt, dass ich ggf. etwas zu alt für dieses Buch bin. Ich hatte mir mehr echte Spannungen, Emotionen und aufgewühlten Austausch gewünscht. Das kam mir hier einfach zu kurz.
All das hat mir den Plot im Großen und Ganzen etwas zu vorhersehbar gemacht - ich wurde nicht so überrascht, wie ich es mir erhofft hatte. Ich wurde definitiv unterhalten, aber es war nicht so fesselnd wie erwartet.
Nun klingt meine Rezi bisher eher negativ, was sie aber gar nicht sein soll.
Evil Elite überzeugte mit seinen Nebenprotagonisten und einem düsteren Akademie-Setting, das mich komplett abholen konnte! Die düstere Schule, an der die Kinder einflussreicher Familien verkehren, fand ich ein äußerst interessantes Setting, das mich in den Bann zog.
Den Gedanken, das in einem Unterricht kriminelle Machenschaften in einer legalen Optik vermittelt werden, fand ich faszinierend. Steuerrecht um Steuerhinterziehung zu erlernen usw. All dies ließ mich mehr als einmal schmunzeln.
Der Plot war dementsprechend grundsätzlich auch durchdacht und spannend. Das Zusammenspiel der Charaktere konnte auch überzeugen und machte Spaß beim Lesen. Auch, in welchem Bereich kriminelles Gut vorherrscht, fand ich sehr interessant - nicht nur der klassische Mafioso wurde aufgegriffen!
Ebenso mochte ich insbesondere Charlie, Frankies falschem Zwillingsbruder, denn seine Geschichte darf hoffentlich noch mehr Raum erhalten. Er weist ebenso tiefe und düstere Abgründe auf, hat eine Art Alter Ego, das immer wieder an die Oberfläche dringt und in kompletten Kontrast zu seinem warmen und herzlichen Charakter steht. Er leidet unter seiner Identitäts-Spaltung, was mich wirklich auch sehr erschüttert hat.
Auch finde ich die Gestaltung des Buches finde ich wirklich sehr schön und absolut treffend. Sowohl das Cover, als auch der tolle Farbschnitt runden das Buch optisch ab.
Das Ende war unerwartet, kam es doch recht überraschend und übereilt. Ich hoffe, da hier noch einige Fragen für mich ungeklärt blieben, dass wir einen zweiten Band erhalten, der diese dann klären kann.
„Ist ein Mensch ein Monster, nur weil er einer Welt voller Monster entsprungen ist?“
Ein Eliteinternat für die Nachkommen von Verbrechern und eine Adoptivtochter, die sich für einen Mord entscheiden muss.
Der Schreibstil ist ausschweifend und hat mich die Story eher schleppend genießen lassen. Es geht um Macht, Intrigen, Kontrolle und eine Menge psychologischer Spielchen, was ich im Großen und Ganzen als Idee wirklich innovativ fand.
Die Charaktere sind unheimlich vielschichtig, und es entsteht ein sehr gutes Zusammenspiel aus Setting und Geheimnissen, Mafia und Familie, das einen immer tiefer in die Geschichte zieht. Die Figuren sind zwar jung, haben aber aufgrund ihrer Familien bereits einiges mitgemacht. Das gesamte Konstrukt ist absolut filmreif – ich weiß auch nicht genau, warum, aber es war einfach nicht meine Geschichte.
Eine Mafia-Empfehlung für Einsteiger in das Genre, würde ich sagen.
3 Sterne
Was mir zunachst positiv auffiel, war der angenehm leichte und gut verständliche Schreibstil. Dennoch muss ich gestehen, dass mich der Einstieg nicht vollständig überzeugen konnte. Die Grundidee der Geschichte empfinde
ich als durchaus gelungen und vielversprechend, doch
in der Umsetzung konnte sie mich leider nicht vollständig überzeugen.