„Every time the snakes rise, I’ll be there to steal your power. Your children will pay, and their children, forever […]“
Nachdem Katrine von ihrem Ehemann betrogen wurde, verspürt sie einen starken Drang zurück in ihre kleine Heimatstadt in Minnesota zurückzukehren und Trost im Schoße ihrer Familie - bestehend aus ihrer Großmutter Velda, ihrer Mutter Ursula, ihren Tanten Xenia und Helena, ihrer Schwester Jasmine und deren Tochter Tara - zu finden. Fünfzehn Jahre lang war sie fort, und vieles hat sich verändert: vier Generationen von Blackthorn-Hexen, jede von ihnen mit einzigartigen magischen Gaben, vereint unter einem Dach und doch isoliert und alleine mit sich, Schuldgefühlen, Trauer, Scham und persönlichen Dämonen kämpfend. Während Katrine versucht, ihren eigenen Herzschmerz zu verarbeiten, ihre junge Nichte Tara kennenzulernen und zerrüttete Beziehungen zu kitten, ahnt sie nicht, dass ein Fluch den Frauen ihrer Familie auf den Fersen ist – und dass nur das Ende der langjährigen Geheimnisse zwischen ihnen diesen zu brechen vermögen… ⭐️⭐️⭐️ This one hurts… ich habe einem Jess Lourey-Buch noch nie weniger als 4 Sterne gegeben ☹️ Aber ich hatte große Probleme in die Geschichte reinzukommen. Ich glaube, das ist auch das Haupt-Manko des Buches: am Anfang ist Ultra viel los! Wir haben hier 8 Hauptprotagonisten, die zunächst kennengelernt werden müssen. Jede mit ihrer eigenen Geschichte und individueller Charakteristika und magischen Fähigkeiten, die nur schwammig definiert werden und daher schwer voneinander zu unterscheiden sind. Das ist aber immense wichtig für die gesamte weitere Handlung, da man während dieser kontinuierlich zwischen den POVs von 4 der 8 Frauen wechselt. Wenn man diese Charakterisierung mal raus hat und die Protas voneinander trennen kann, wird es etwas besser, aber das hat bei mir weit über die Hälfte des Buches gedauert - und es ist ja gar nicht mal ein langes Buch 🙈 Die Atmosphäre der Geschichte hat mir an sich gut gefallen; es herrscht überwiegend eine etwas bedrohlichere Stimmung aufgrund der vielen schwielenden Geheimnisse, des Fluches und dem ganzen 🐍 Schlangen-Ding 😖 Das Band zwischen den 8 Frauen, das mal sehr belastend und schwierig wie zäher Harz, aber dann auch mal wieder herrlich leicht wie ein Frühlingsregen ist, versprach die erhofften "Practical Magic"-Vibes. Aber genau das ist das unbefriedigende Gefühl, dass nach dem Lesen bei mir zurückbleibt: es sollte eine „magical-realism“ Hexen-Geschichte werden, aber es ging überwiegend um die Vibes. Dafür wurde ganz viel getan, z.B. die Anweisungen aus dem "Blackthorn Book of Secrets" - war bestimmt schön gedacht, hat mich aber null abgeholt, sondern eher von der eigentlichen Handlung abgelenkt. Und wenn ich ehrlich bin, weiß ich immer noch nicht genau, welche Art von Geschichte die Autorin hier wirklich erzählen wollte?! Es geht um Familie, um das Leid, dass viele Frauen durch Männer, insbesondere ihrer Partner, ertragen müssen, über generationsübergreifende Schuld und Geheimnisse und den Schaden, den diese anrichten können, um die unsichtbare Verbindung zwischen blutsverwandter Frauen… ja, und das war auch alles toll… Aber was nehme ich als Leser aus diesem Buch mit? Hier weiß ich es einfach nicht 🤷🏽♀️ Und wenn das der Fall ist, hat ein Buch eigentlich auch nur eine Bewertung von max. 2 ⭐️ verdient, aber da das Ende dann doch noch spannend, bedeutungsvoll und rührend war (UND es ein Jess Lourey-Buch ist🙈) habe ich mich quälend zum 3. ⭐️ durchgerungen… Für mich glänzt die Autorin in ihren wirklich herausragenden Thrillern - ich habe selten bessere gelesen! Daher werde ich mich wohl zukünftig einfach von ihren Versuchen in anderen Genres fernhalten 😅
