
nicht ganz so überzeugend, dennoch eine gute Geschichte
Vielmehr als nur ein Kuss von Martina Gercke ist der Auftaktband der Riverbend Romance Reihe und die Autorin entführt uns darin in die gleichnamige Kleinstadt in Vermont. Ich habe ja mittlerweile schon ein paar Geschichten der Autorin genießen dürfen und dachte eigentlich, ich kenne ihren Schreibstil. Aber weit gefehlt. Hier hat sie mich dann mal mit einer neuen Variante überrascht und zeigt, dass sie definitiv abwechslungsreich ist und ebenso kein durchgängigen rosaflausch Liebesroman schreiben kann. Nein, hier hat Martina für mich teils sehr tragisch und auch teils melodramatisch geschrieben. Wir erleben innerhalb der Zeilen eindeutig eine starke Charakterentwicklung von Marley, was auch nicht immer ganz freiwillig passiert und bei mir durch einige Aktionen der Nebenfiguren für erhöhten Puls sorgt. Das verbaute Geheimnis mit den Rätseln um alte Liebesbriefe ist tatsächlich charmant und überzeugt. Insgesamt wird die Geschichte auf amüsante Art und doch voller Tiefgang erzählt, so dass es mir auf eine Art gut gefallen hat, doch andererseits bin ich mit den Figuren und ihrem teils übergriffigen Verhalten nicht so richtig warm geworden. Da gab es für mich schlussendlich zu viele Punkte, wo ich über das Verhalten der Strickclubdamen leider nur ungläubig, ja fast ratlos den Kopf geschüttelt habe. Für mich ist die Geschichte deshalb ein netter Zeitvertreib gewesen und somit eine, die mich leider nicht ganz überzeugen konnte, was ich schade finde, denn der Schreibstil gefällt mir weiterhin unheimlich gut, sodass ich diesmal nur 4 von 5 ⭐️ gebe. Vielleicht werde ich innerhalb des nächsten Bandes ja etwas wärmer mit den anderen Figuren. Mal gucken und ich werde dann natürlich berichten.





