DNF bei 64 %. Rezensionsexemplar
Ich habe Kissed by the Quarterback bei 64 % abgebrochen, weil mich das Buch trotz interessanter Grundidee leider nicht dauerhaft überzeugen konnte. Besonders zu Beginn hatte ich gehofft, dass die Geschichte durch die Kombination aus Sports Romance und einer weiblichen Hauptfigur mit ungewöhnlichem Beruf viel Potenzial mitbringt. Allerdings konnte mich die Umsetzung zunehmend weniger abholen. Vor allem der Schreibstil wirkte auf mich oft etwas hölzern und unausgereift. Wiederholungen – insbesondere bestimmte Ausrufe und Formulierungen – haben meinen Lesefluss mit der Zeit deutlich gestört. Außerdem hatten die Figuren für mich nicht immer eine klar unterscheidbare Stimme, wodurch Dialoge teilweise sehr ähnlich wirkten. Auch die Charakterdarstellung konnte mich leider nicht ganz überzeugen. Während Eastons Football-Alltag und Gedankenwelt sehr viel Raum bekommen haben, blieb Kims Beruf als Pilotin für mich überraschend oberflächlich. Gerade dieser Aspekt hätte der Geschichte viel Tiefe geben können, wurde aber meist nur angeschnitten und selten wirklich gezeigt. Dadurch entstand für mich ein Ungleichgewicht zwischen den beiden Hauptfiguren. Zusätzlich konnte ich die Dynamik zwischen den Protagonisten emotional nicht richtig greifen. Einige Gedanken und Verhaltensweisen von Easton wirkten auf mich eher oberflächlich oder zu stark auf Äußerlichkeiten fokussiert, wodurch ich keine tiefere Verbindung zur Romance aufbauen konnte. Letztlich war die Szene, bei der ich das Buch abgebrochen habe, für mich der ausschlaggebende Punkt. Kim wird im Verlauf immer wieder als starke, willensstarke und intelligente Pilotin dargestellt, verhält sich in dieser Situation jedoch für mich sehr naiv. Sie spricht öffentlich am Handy über die Fake-Beziehung mit Easton, obwohl dieser ein bekannter Footballstar ist und ihre Beziehung in den Medien bereits stark thematisiert wird. Gleichzeitig wundert sie sich nicht darüber, dass ihr im Park ständig derselbe Mann folgt, obwohl für mich als Leserin sehr schnell der Gedanke nahelag, dass es sich dabei um einen Reporter handeln könnte. Dieses Verhalten wirkte auf mich leider wenig glaubwürdig und hat für mich nicht zu der Figur gepasst, als die Kim zuvor dargestellt wurde. Da sich diese Punkte auch nach über der Hälfte des Buches für mich nicht verbessert haben, habe ich mich letztlich dazu entschieden, das Buch bei 64 % abzubrechen. Trotzdem denke ich, dass Leser:innen, die leichte Sports Romance mit bekannten Tropes suchen, durchaus Gefallen an der Geschichte finden könnten. Wobei ich eigentlich auch ab und zu mal gerne eine Sportsromance lese war’s dieses mal einfach nichts für mich




























