Der perfekte Gin von einer schottischen Insel Rau, herb und Emotional- wie die Liebesgeschichte zwischen Blair und Tam
Blair liebt ihre Heimat, die Isle of Skye – wäre da nur nicht Tam, ihr Stiefbruder, mit dem sie früher unzertrennlich war. Nach dem Tod ihrer Eltern sind sie zusammen aufgewachsen, hatten eine enge Verbindung… bis alles auseinandergebrochen ist. Der Knackpunkt: Blair wurde von Tam im Stich gelassen, genau in dem Moment, in dem sie ihn am meisten gebraucht hätte. Sie reist alleine nach Spanien – und kam schwanger zurück. Nicht nur, dass sich die Leute das Maul über sie zerrissen haben - eine kleine Insel ist eben wie ein Dorf- auch ihr gesamter Freundeskreis hat sich von ihr abgewandt. Seitdem herrscht zwischen den beiden komplette Eiszeit. 7 Jahre später steht für Blair fest, dass sie mit Tristan endlich in ein eigenes Haus und somit in ein mehr eigenständiges Leben ziehen muss. Sie kauft ein kleines Cottage auf den Klippen. Schließlich wollen auch ihr Bruder Duncan und seine Freundin Summer sicherlich das Haus für sich haben. Auch wenn Tristan anfangs gar nicht begeistert ist, zieht er aber an dem Plan seiner Mutter mit. Das kleine Cottage versteckt aber leider jede Menge Renovierungsbedarf, sodass Blair einsehen muss, dass sie es ohne Hilfe nicht schaffen kann. Nebenbei versucht sie ja auch noch ihre eigene Gin-Destillery aufzubauen. Das ausgerechnet Tam seine Hilfe anbietet und sie auch trotz Höhen und Tiefen, durchzieht, lässt Blair mit einem anderen Auge auf Tam sehen. Denn warum Tam damals sie im Stich gelassen hat, liegt für jeden Leser offen auf der Hand 🤗. Zwischen Farbe, Chaos und gemeinsamen Erinnerungen bricht die alte Nähe langsam wieder durch. Aber: Tam trägt ein Geheimnis mit sich herum, das alles, was er sich mühsam aufgebaut hat, in Sekunden zersprengen könnte. Fazit: Das Buch ist wirklich gut geschrieben und lebt vor allem von der intensiven, manchmal auch ziemlich aufgeladenen Dynamik zwischen Blair und Tam. Man spürt diese gemeinsame Vergangenheit ständig – das macht die Geschichte emotional und spannend. Ein kleiner Kritikpunkt bleibt: Tam wird oft sehr in die Bay Boy / nur der Typ für was lockeres / er nimmt jede - Richtung dargestellt, obwohl man recht früh merkt, dass er Blair eigentlich schon seit Jahren liebt. Dadurch ziehen sich manche Konflikte etwas unnötig - meiner Meinung. Und Gott sei dank gibt es Freunde, wie Brodie- die alles an diesem richtigen Stellen rücken. 😇



