Solide Hörbuch-Unterhaltung mit (viel) Luft nach oben
Mein zweites Hörbuch von Andreas Izquierdo in diesem Monat – und diesmal leider mit gemischten Gefühlen. Die Idee mit dem jungen Trauerredner Mads, der über die Trauerrede für einen alten Kindheitsfreund in einen Mordfall gezogen wird, fand ich richtig stark. Auch die Eröffnungsszene und der Einblick in seine Familie haben mich gleich gepackt. Schade nur, dass der Beruf des Trauerredners im Verlauf immer mehr in den Hintergrund rückt: am Ende wird er mehr zur Ausrede für Befragungen als zum echten Element der Geschichte. Der Fall selbst war mir dann doch zu klischeebeladen und stellenweise sehr hollywoodlastig. Auch die Kriminalhauptkommissarin ist mir auf den Keks gegangen mit ihrer „coolen Socke”-Attitüde, und Mads selbst blieb mir zu zurückhaltend, um wirklich mitzufiebern. Trotzdem: Als Hörbuch lief es nebenbei angenehm weg, ich habe es zu Ende gehört und werde mir den zweiten Teil im September wahrscheinlich auch holen. Da steckt Potenzial drin – ich hoffe, der nächste Band holt mehr aus der Figur raus.




