Könnte so was auch real passieren?
Ich weiß es nicht.
Aber dieses Buch zeigt perfekt:
Blut ist nicht dicker als Wasser.
Warum?
Tut mir Leid dafür müsst ihr das Buch selbst lesen. Jedoch kann ich euch garantieren, es lohnt sich.
Inhalt:
„Sie hat mich mein ganzes Leben belogen … Aber wenn sie nicht meine Mutter ist, wer ist sie dann?“
Als hätte es nicht schon gereicht, dass ihre Mutter sich die Hüfte bricht und ins Krankenhaus muss, im postoperativen Delirium gesteht sie ihr, dass sie nie eigene Kinder bekommen konnte. Was bedeutet das? Wer ist sie wirklich? Diese erschütternde Offenbarung wirft alles über den Haufen, was sie über sich selbst zu wissen glaubte und bringt eine intensive Suche nach der Wahrheit ins Rollen.
Meine Meinung:
Die Geschichte startet rasant und zieht einen direkt in ihren Bann. Der Spannungsaufbau zu Beginn ist wirklich stark, man kann das Buch kaum aus der Hand legen. Besonders gelungen fand ich die Zeitsprünge, die der Handlung zusätzliche Tiefe geben. Ich persönlich mag solche Erzählstrukturen sehr, da sie oft ein besseres Verständnis für die Figuren ermöglichen.
Allerdings flacht die Spannung mit der Zeit leider merklich ab. Die anfängliche Intensität verliert sich, und das Ende kommt mir persönlich zu abrupt. Die Auflösung wirkt nicht ganz durchdacht und ließ mich ein wenig unzufrieden zurück. Nach einem so vielversprechenden Start hatte ich mir definitiv mehr erhofft.
Fazit:
Ein Buch mit starkem Beginn und einer mitreißenden Grundidee, das sein Potenzial leider nicht bis zum Schluss halten kann. Wer gerne temporeiche Geschichten mit familiären Geheimnissen liest, wird hier dennoch auf seine Kosten kommen – sollte aber nicht mit einem runden Abschluss rechnen.