21. März
Rating:4

Spanien war auf dem Weg in die Moderne. Frauen konnten studieren und sich frei bewegen. Dann kam Franco und der spanische Bürgerkrieg und anschließend die Diktatur. Clara ist verliebt in Daniel, sein Bruder Fernando ist ihr ein guter Freund. Daniel zieht in den Krieg um gegen Franco zu kämpfen. Clara darf nicht mehr studieren und ihre Eltern fliehen. Clara bleibt allein zurück um auf Daniel zu warten. Als er endlich kurz zurück ist, heiraten die beiden, zivil. Clara wird schwanger und Daniel ist wieder im Krieg bzw. Kriegsgefangenschaft. Fernando hilft Clara, hofft ihr Herz zu gewinnen, aber sie gibt nicht nach. Sie vermisst Daniel so sehr, dass selbst ihr gemeinsamer Sohn zurück stecken muss. Als Daniel aus der Gefangenschaft kommt, könnte es gut werden, aber er wird abgeholt und nie wieder gesehen. Clara hat keinen Kopf für andere Dinge oder ihren Sohn, als Daniel zu suchen und ihm zu begraben. Irgendwann taucht Alejandro auf, nach einiger Zeit heiraten die beiden und versuchen unter den gegebenen Umständen ein gutes Leben zu führen. Allerdings hat Alejandro ein Geheimnis mitgebracht. Der Roman zeigt sehr gut wie die Menschen mit Francos Diktatur leben mussten, wie schwer es war anders zu sein oder auch nur den Verdacht zu erregen, nicht an das System zu glauben. Ehen die zivil geschlossen wurden, galten nichts. Arbeit zu bekommen war sehr schwer, wenn der Verdacht bestand gegen das System zu sein und wenn gab es nur die niederen Jobs. Selbst als die Diktatur ein Ende hatte, hat es gedauert das entgangene Recht einzufordern. Die Aufarbeitung der Zeit dauert heute noch an. In Deutschland wissen wir, wie schwer das sein kann und es ein Prozess ist, der nie enden darf, da man nie vergessen darf.

Die verschwundenen Jahre: Eine große Liebesgeschichte in dunklen Zeiten - aufwühlend und spannend
Die verschwundenen Jahre: Eine große Liebesgeschichte in dunklen Zeiten - aufwühlend und spannendby Astrid Töpfner
17. Nov.
Rating:3

Ein Schicksal, das Generationen verbindet

„Die verschwundenen Jahre“ ist eine emotional verwobene Familiengeschichte, die historische Tragik und persönliche Schicksale miteinander verbindet. Inhaltlich hat mich das Buch berührt – die Themen Liebe, Verlust und Wahrheitssuche haben definitiv Tiefe und bleiben im Kopf. Allerdings muss ich ehrlich sagen, dass ich mich beim Hörbuch über die gesamte Dauer hinweg etwas schwer getan habe. Zwei der drei Sprecher waren für meinen Geschmack nicht so angenehm, was den Zugang zur Geschichte erschwert hat. Trotzdem bin ich drangeblieben – und am Ende war ich froh, die berührenden Momente und die Auflösung rund um die Familiengeheimnisse erlebt zu haben. Für alle, die ruhig erzählte, geschichtliche Familienromane mögen, ist dieses Buch sicher ein Treffer. Für mich persönlich war es kein leichtes Hörerlebnis, aber die Geschichte selbst hatte Herz und Bedeutung.

Die verschwundenen Jahre: Eine große Liebesgeschichte in dunklen Zeiten - aufwühlend und spannend
Die verschwundenen Jahre: Eine große Liebesgeschichte in dunklen Zeiten - aufwühlend und spannendby Astrid Töpfner
5. Nov.
Rating:3.5

Eine Story über die Geschichte der Familie und die Findung nach sich selbst. Ich für meinen Teil mag ja eigentlich solche Storys aber irgendwie bin ich damit nicht ganz warm geworden, woran es liegt, kann ich nicht mal sagen. Es war ein angenehmer Schreibstyle und die Story war nicht langweilig, aber mit gerissen hat sie mich trotzdem nicht. Inhaltsangabe (Quelle :Amazon) Eine große Liebesgeschichte in einer dunklen Zeit. Eine Reporterin, die tief in die tragische Vergangenheit ihrer Familie eintaucht. Ein letzter Versuch, für Gerechtigkeit zu sorgen. 1936: Spanien steht vor dem Ausbruch des Bürgerkriegs. Clara und Daniel, jung und verliebt, glauben nicht, dass der Putschversuch unter Francisco Franco viel ändern wird, doch dann verschwindet Daniel spurlos. 2019: Die Fernsehreporterin Marina soll über die Exhumierung des Diktators Franco aus seinem Grab in der Basilika des Tals der Gefallenen berichten. Als ihre Großmutter Clara davon erfährt, kommt die Familiengeschichte zutage, über die die Hundertjährige bislang eisern geschwiegen hat. Kann Marina mit diesem Wissen endlich das Geheimnis um Daniel lüften und Claras langersehnten Wunsch nach Gerechtigkeit erfüllen? "Eine zutiefst bewegende Liebes- und Familiengeschichte, sprachlich ungeheuer dicht und sinnlich erzählt, und hervorragend recherchiert." (Stefanie H. Martin, Autorin der Bloomsbury-Saga) "Ein aufwühlender historischer Roman über ein dunkles Kapitel der Geschichte Spaniens des 20. Jahrhunderts."

Die verschwundenen Jahre: Eine große Liebesgeschichte in dunklen Zeiten - aufwühlend und spannend
Die verschwundenen Jahre: Eine große Liebesgeschichte in dunklen Zeiten - aufwühlend und spannendby Astrid Töpfner
2. Nov.
Rating:4

Anstrengende, aber ergreifende Lektüre. Der Roman spielt auf zwei Zeitebenen in Spanien: 2019 soll die Fernsehreporterin Marina soll über die Exhumierung des Diktators Franco aus seinem Grab in der Basilika des Tals der Gefallenen berichten. Als Zeitzeugin befragt sie ihre 102-jährige Großmutter Clara, die miterleben musste, wie Ende der 30er-Jahre ihre große Liebe Daniel von den Kämpfern und Sympathiesanten Francos, den Falangisten, erst inhaftiert und dann von einem Erschießungskommando verschleppt wurde. Seitdem suchte Clara verzweifelt nach einer Spur Daniels, auch um ihrem gemeinsamen Sohn Ivo, dem Vater Marinas, einen Vater geben zu können. Dieses Drama breitet die Autorin in seiner ganzen, kaum zu ertragenden Grausamkeit aus. Sie verbindet geschickt den historischen Teil, der den Schwerpunkt des Buchs darstellt mit der aktuellen Geschichte um Marina. Diese Passagen bieten immer wieder Phasen der "Erholung", bevor es mit dem Schrecken der Vergangenheit weitergeht. Anstrengende, aber ergreifende Lektüre.

Die verschwundenen Jahre: Eine große Liebesgeschichte in dunklen Zeiten - aufwühlend und spannend
Die verschwundenen Jahre: Eine große Liebesgeschichte in dunklen Zeiten - aufwühlend und spannendby Astrid Töpfner
5. Okt.
Rating:4.5

Eine Liebe während des Franco-Regimes

Das Buch von Astrid Töpfner erzählt von Schicksalen einer Familie während der Diktatur von Francisco Franco. Diese dauerte über 40 Jahre und hat sehr viel Leid hinterlassen. Stellvertretend für die Frauen, die nicht wussten was aus ihren Männern geworden waren, erzählt die Autorin von Clara. Sie verliert ihren ersten Mann und kann einfach keine Ruhe finden, da sie nicht weiß wo er verscharrt wurde. Als ihr 2. Mann stirbt offenbart sich eine unvorstellbare Wahrheit. Und erst Jahre später wird ihre Enkelin Marina überhaupt in der Familiengeschichte nachbohren und so das ganze Ausmaß der Tragödie zu Tage fördern. Wie gewohnt schreibt Astrid Töpfner wunderbar. Man ist sofort im Geschehen drin und fiebert sowohl mit den Personen in der Vergangenheit mit, als auch mit Marina und ihrer Familie im Jetzt. Mir hat das Buch äußerst gut gefallen und mich mehr als einmal zu Tränen gerührt.

Die verschwundenen Jahre: Eine große Liebesgeschichte in dunklen Zeiten - aufwühlend und spannend
Die verschwundenen Jahre: Eine große Liebesgeschichte in dunklen Zeiten - aufwühlend und spannendby Astrid Töpfner
10. Sept.
Rating:5

Ein sehr wertvolles Buch

Der historische Roman „Die verschwundenen Jahre“ entführt die Leser:innen in die düstere Zeit des Spanischen Bürgerkriegs und der darauffolgenden Franco-Diktatur. Für mich war es besonders spannend, da ich zuvor nur wenig über diese Epoche wusste. Umso eindringlicher wirkte die Lektüre. Mit Schrecken und Trauer habe ich verfolgt, wie Menschen einander unermessliches Leid zufügen können. Gleichzeitig gelingt es dem Roman, trotz aller Grausamkeit einen Funken Hoffnung aufleuchten zu lassen, ein leiser Trost, der auch nach dem Zuklappen des Buches nachhallt. „Die verschwundenen Jahre“ ist ein wertvolles Buch über die spanische Geschichte, das fesselt, erschüttert und zugleich bereichert. Ein Muss für alle historisch interessierten Leserinnen und Leser.

Die verschwundenen Jahre: Eine große Liebesgeschichte in dunklen Zeiten - aufwühlend und spannend
Die verschwundenen Jahre: Eine große Liebesgeschichte in dunklen Zeiten - aufwühlend und spannendby Astrid Töpfner
9. Sept.
Rating:5

Eine tragische Familiengeschichte, die mich zutiefst berührt hat

In  ihrem neuesten Roman ,, Die verschwundenen Jahre " erzählt  Astrid Töpfner  in  zwei sehr spannenden Zeitsträngen die tragische Lebensgeschichte von Clara.  Ihre  40jährige Enkelin Marina arbeitet  beim Fernsehen und wird über die Exhumierung von Francisco Franco in einer Reportage berichten.  Da ihre  102 jährige geliebte Großmutter yaya Clara die Zeiten des Spanischen Bürgerkrieges und die anschließende Regierungszeit ( 18476 -1975) des Diktators hautnah miterlebt hat, bittet Marina sie , ihr von diesen Jahren und ihren Erlebnissen zu erzählen.  Trotz ihres fortgeschritten  Alters und der Anstrengung beginnt sie ihre ergreifende Lebens -und Liebesgeschichte zu erzählen.  Es kommen Geheimnisse zum Vorschein, von denen Marina nie etwas geahnt hat.  Eine  glückliche Jugend mit ihren Freunden Fernando und Daniel hat Clara in Salamanca erlebt,  sich verliebt und Pläne für die Zukunft geschmiedet.  Wie ihr Vater wollte Marina Jura studieren.  Doch als 1936 der Spanische Bürgerkrieg ausbricht,  der in der Diktatur Francos mündet,  werden alle Träume zunichte gemacht. Familien werden zerstört,  man ist  entweder für seine Ideologie , Mitglied der Falange oder  hat mit dramatischen  Folgen zu rechnen.  Unzählige Menschen wurden getötet und die Angehörigen der,, Roten " mit Repressalien gedemütigt.  Während Clara immer tiefer in ihre Erinnerungen eintaucht,  wird Marina bewusst,  warum ihre Familie so ist wie sie ist. Die politischen und persönlichen Geschehnisse haben ihre Großmutter,  ihren Vater und seine Geschwister so sehr geprägt und damit deren  ganzes Leben beeinflusst, bis in die Gegenwart. In den zwei Zeitsträngen, Gegenwart und die Jahre ab 1936,  taucht der Leser tief in die  Gefühle und Gedanken der Protagonisten ein. Meisterhaft  und äußerst gefühlvoll werden die Zeitstränge miteinander verwoben, so daß daraus ein Ganzes wird.  Aus den abwechselnden Perspektiven von Clara, Daniel,  Fernando und Alejandro wird die Vergangenheit eindrucksvoll lebendig,. Aus  den  grandios bildhaften Beschreibungen  werden Bilder  vor meinen Augen , als wäre ich selbst mittendrin. Der Schreibstil ist großartig,  wunderbar lebendig und authentisch. Die Geschichte hat mich von der ersten Seite an gepackt,  mich in den Bann gezogen, so daß ich das Buch nicht aus der Hand legen konnte,  bevor die letzte Seite beendet war.   Über diese dunklen und dramatischen Jahre  der Diktatur unter Franco war mir nicht viel bekannt.  Die tragischen Geschehnisse haben Auswirkungen bis in die heutige Zeit,. Das Leben so vieler Menschen wurde  geprägt und  dies hat Auswirkungen bis heute.   Claras tragische Lebensgeschichte hat mich tief berührt,  zu Tränen gerührt  und ist mir unter die Haut gegangen. Zu gerne hätte ich sie und ihre Enkelin Marina in den Arm genommen und ihnen Halt und Trost gegeben.   Astrid Töpfner hat mich in diese packende und feinfühlig erzählte  Lebens-und Liebesgeschichte hinein gezogen und mich nicht wieder los gelassen.  Sie hallt noch lange in mir nach.   Von ganzem Herzen empfehle ich diese emotionale Erzählung,   ein Stück lebendig gewordene Geschichte.   ,, Vergessen ist keine Option "

Die verschwundenen Jahre: Eine große Liebesgeschichte in dunklen Zeiten - aufwühlend und spannend
Die verschwundenen Jahre: Eine große Liebesgeschichte in dunklen Zeiten - aufwühlend und spannendby Astrid Töpfner