**** Mein Eindruck ****
Dieses Buch erzählt vor allem vom Sich-selbst-Wiederfinden – und nutzt dafür Familie, Herkunft und raue Landschaft als kraftvolle Spiegel. Jonna stellt ihr Leben auf Pause, um auf der Insel wieder bei sich selbst anzukommen. Dabei geht es nicht um schnelle Antworten, sondern um das Aushalten, das Hinterfragen und das langsame Sortieren dessen, was war und was noch sein darf. Auch Ella, ihre Schwester, ist Teil dieses Weges: ihr Streit, ihre Distanz und ihr Miteinander treiben Jonnas Entwicklung spürbar voran. Auch Hanna prägt bereits das Geschehen, wenn auch weniger impulsiv. Familie wird hier ungeschönt, roh und dennoch herzlich gezeigt. Die Konflikte zwischen den Schwestern wirken wie ein Gewitter, das die Luft reinigt – schmerzhaft, notwendig und ehrlich. Besonders die Demenz der Mutter trifft mitten ins Herz, gerade weil sie ohne Beschönigung erzählt wird und Jonna zusätzlich zwingt, sich mit Verantwortung, Verlust und eigener Verletzlichkeit auseinanderzusetzen. Die Rauheit der Insel verstärkt diese innere Zerrissenheit und steht im Kontrast zu den Wünschen und Sehnsüchten der Figuren.
Was dieses Buch besonders macht, sind die tiefgehenden Dialoge, die Jonnas Weg authentisch tragen. Nichts wirkt überfrachtet oder auf ein Ziel hin konstruiert – vielmehr dominiert ein Gefühl von Echtheit. Auch die Liebe findet ihren Platz: kompliziert, intensiv und voller Gefühl. Mitten im Leben zu stehen schützt nicht davor, alles infrage zu stellen – im Gegenteil. Jonna ist auf diesem Weg unperfekt perfekt, und genau darin liegt die Stärke dieser erwachsenen Geschichte, die Vergangenheit und Gegenwart fein miteinander verwebt.
**** Empfehlung? **** Ein ehrlicher, emotionaler Roman über Selbstfindung, Familie und das Ankommen bei sich selbst. Für alle, die leise, echte Geschichten schätzen mit Figuren, die mitten im Leben stehen.
Jonna -Tage wie Glaswolle
»Manchmal holt einen das Leben zurück an die Orte, die man zu früh verlassen hat.« (Seite 140)
Jonna ist Ende 30 und lebt mit ihrem Mann Nils in München. Ihre Heimat, eine kleine Nordseeinsel hat sie direkt nach der Schule verlassen und seitdem nicht mehr besucht. Kontakt zu ihrer Mutter und den Schwestern Ella und Hanna hat sie sporadisch, per Telefon. Doch plötzlich kommt sie ins Grübeln, braucht eine Auszeit von ihrem Leben und von Nils.
4 Wochen Thailand sollen ihr helfen wieder zu sich zu finden, und davor 2 Tage zurück auf die Insel und sich der eigenen Vergangenheit stellen. Hier wird sie mit ihrer an Demenz erkrankten Mutter konfrontiert und Ella, die es ihr übel nimmt, dass sie immer wieder davon läuft. Erik, ihre erste große Liebe, dem sie das Herz gebrochen hat mit ihrem Weggang und das Grab ihres Vaters. Statt nach Thailand zu fliegen bleibt sie auf der Insel und versucht alte Schuldgefühle loszuwerden und wieder in die Spur zukommen.
Toll geschrieben, ist man schnell in der Geschichte und entdeckt welch großes Päckchen Jonna mit sich herumschleppt. Authentisch ist Jonas hadern mit ihrem Handeln als junge Frau und all den Dingen, die damals nicht ausgesprochen wurden. Irgendwann im Leben kommt man an den Punkt, an dem man über vergangenes nachdenkt und sich fragt, was wäre gewesen, wenn?! Genau hier steht Jonna gerade.
Besonders der Umgang mit der kranken Mutter und Nils, der um seine Liebe Jonna kämpft, gehen ans Herz.
Das Buch ist der gelungene Auftakt zur neuen Zweieinhalb Schwestern Reihe von Lene Jansen und ich freue mich jetzt schon auf Band 2 & 3 und wie es für die Schwestern weitergeht.
[ Jonna - Tage wie Glaswolle ]
*ʷᵉʳᵇᵘⁿᵍ / ᴿᵉᶻᵉⁿˢⁱᵒⁿˢᵉˣᵉᵐᵖˡᵃʳ
Dieses Buch, ich weiß echt nicht wie ich es beschreiben soll. Ob meine geschriebenen Worte diesem Ganzen überhaupt ansatzweise gerecht werden können. Niemals. Es ist einfach wieder so viel mehr, so echt.
Lene‘s Bücher sind immer das pure Leben. Genau das ist es was ich daran so liebe, weshalb es mir auch Jonna’s Geschichte so unter die Haut ging. Ganz besonders die Geschichte mit Jonna‘s Mama, denn genau das musste ich selbst schon mit meiner geliebten Oma erleben und es Schmerzt bis heute.
Ich weiß echt nicht wie ich Jonna und ihre Schwestern beschreiben soll, daher werde ich dies hier auch nicht tun. Aber ich habe mich wieder sehr in Jonna wiedererkannt, und das ist es. Es ist immer wieder erstaunlich wie Lene das macht, ob es daran liegt das Jonna in meinem Alter ist, oder ob es daran liegt das ich mich eben wie sie fühle.
Nichtsdestotrotz….Lene hat mich mit ihrem Buch mal wieder tief berührt und definitiv getroffen. Auch wenn meine Worte zum Buch, dem Buch wahrscheinlich nicht gerecht werden kann, möchte ich mich für diese wunderbare Geschichte bedanken, die einfach das echte Leben eben widerspiegelt.
Eine schöne Geschichte, die mich emotional abgeholt hat und sehr in die Tiefe geht.
Schon der Brief zu Beginn hat mich emotional abgeholt und der Prolog hat mich endgültig in die Geschichte hineingezogen. Ab da flogen die Seiten nur so dahin. Ich hoffte von ganzem Herzen, dass die drei Schwestern ihren Weg zueinander zurückfinden würden, während ich gleichzeitig unbedingt wissen wollte, was damals mit ihrem Vater geschah, ein Schicksal, das alle noch nicht verarbeitet haben.
Diese Geschichte war emotional, spannend und gleichzeitig so voller Gefühl, dass ich sie kaum aus der Hand legen konnte. Die Vergangenheit schwebt über allem und wurde von Seite zu Seite greifbarer. Das Schicksal dieser Familie hat mich tief bewegt.
Besonders ans Herz gewachsen sind mir die drei sehr unterschiedlichen Schwestern, aber auch Jonnas Ehemann und Erik, ihre erste große Liebe, die plötzlich wieder vor ihr steht. Die Figuren wirkten lebendig, verletzlich, stark, jede auf ihre Weise.
Der Schreibstil ist leicht und bildhaft und das ganze Buch wurde aus der Ich-Perspektive von Jonna erzählt. Ich habe es sehr geschätzt, dass das Liebes-Ende nicht dem entsprach, was ich erwartet hatte, sondern vielmehr dem, was ich mir von ganzem Herzen für Jonna gewünscht habe.
Auch wenn das Buch ein offenes Ende hat, lässt es sich sehr gut als Auftaktband lesen. Ich freue mich schon jetzt unglaublich auf die beiden weiteren Teile, in denen es um die anderen beiden Schwestern gehen wird. Ich bin gespannt, wie sich ihre Geschichten entfalten und wie sich das Bild dieser zerrissenen Familie weiter zusammenfügt.
Von mir gibt es ganz klare 5 Sterne für diese besondere Geschichte, die mich tief bewegt hat und deren Fortsetzung ich kaum erwarten kann.
Wenn dich die Schuld nach Hause bringt...
Jonna ist auf einer kleinen Insel an der Nordsee aufgewachsen. Nach der Schule kehrt sie ihrer Heimat den Rücken zu und zieht nach München. Dort heiratet sie Nils und ihr Leben könnte nicht besser sein....
Seit einiger Zeit wird aber genau dieses Leben zu Jonnas Gefängnis. Sie fühlt sich nicht mehr wohl in ihrem zu Hause und auch nicht in ihrer Ehe. Sie beschließt für 4 Wochen nach Thailand zu fliegen um sich selbst zu finden, doch vorher macht sie einen Besuch in ihrer Heimat. Das erste mal seit sie diese vor über 20 Jahren verlassen hat und vielleicht...ganz vielleicht braucht sie Thailand nicht sondern einfach eine Reise in die Vergangenheit um mit der Gegenwart Frieden zu schließen...
Das Buch ist schon etwas schwermütig. Jonna trifft auf ihre Vergangenheit, eine kranke Mutter, das Grab ihres Vaters und auf eine alte Schuld die sie tief in sich vergraben hat. Zudem scheint es ein Familiengeheimniss zu geben von dem niemand etwas weiß...
Wir begleiten also Jonna auf ihrem Weg zur Selbstheilung und auf den Spuren ihrer Vergangenheit.
Man könnte fast meinen das es die Vergangenheit der Autorin selbst ist denn sie Geschichte wird so souverän und ernst erzählt das ich sie ihr zu hundert Prozent abkaufe.
Das hier ist der erste Band einer Trilogie über 3 Schwestern die sich irgendwie verloren haben, die sich aber trotzdem lieben und alles füreinander tun. Genau das fand ich wirklich schön in dieser Story denn die drei Frauen könnten nicht unterschiedlicher sein und halten trotz allem immer zueinander.
Hat mir gut gefallen.
Beeindruckender Reihenauftakt
Ich weiß gar nicht wirklich, wo ich mal wieder anfangen soll … Lene Jansen hat mich hier wieder mal mehr als nur überrascht und mir aufgezeigt, wie STARK Worte, Sätze, Beschreibungen auf die Gefühlswelt des Lesers einwirken können.
Ich hing an den ersten Seiten und hatte erstmal ein sehr beklemmendes Gefühl – kann das gar nicht so in Worte fassen – aber ich fühlte die Stimmung, die Gefühle, die Eindrücke, die hier auf Jonna einwirkten, selbst so sehr, dass ich kurz davor war vor Schreck das Buch wegzulegen.
Nicht im negativen Sinne… die Neugier war groß – und ich hatte an dem Tag selber ein Tief- und Ängste mit mir auszufechten, dass es für mich gleich noch viel stärker empfunden wurde.
Das Feeling hat aber auch sehr schnell wieder nachgelassen – denn allein die Vorstellung ans Meer zu kommen, das hat mich wieder mehr als nur beruhigt, auch wenn die See durchaus auch mal stürmisch ist. Aber das LIEBE ich ja.
So hat mich Lene Jansen also auch dieses mal gleich in den Anfängen überrascht – und auch faszinieren und begeistern können.
DAS WAHRE LEBEN – Familie, Probleme und die Bewältigung
In diesem Roman steckt so viel aus dem WAHREN LEBEN – ich hab mich hier in manchen Dingen auch selbst erkannt – und wünschte mir, ich hätte den MUT und die STÄRKE wie Jonna und könnte mich manchen Dingen aus meiner Vergangenheit so stellen, wie sie es in diesem Buch getan hat. DANKE AN DIESER STELLE an die Autorin.
Themen wie Familie, Streitereien, Vergangenheitsbewältigung, Trauer, Verlust und Missverständnisse – all das haben wir selbst doch auch in unserem Leben erlebt – doch jeder geht anders mit der Sache um. Ein tolles Vorbild gibt hier Jonna ab – und ich liebe es alleine deswegen. Auch wenn ich jetzt nicht mich in meine Vergangenheit so reinstürze wie Jonna – so hat es mir doch sehr gefallen und ich hab mitgelitten, mitgefühlt und bin soooo gespannt, wie die Geschichte der Zweieinhalb-Schwestern-Reihe weitergeht. Denn das kann ich jetzt schon sagen – es bleibt spannend am Ende.
MEERFEELING und eine ZARTE LIEBESGESCHICHTE
Das Setting ist perfekt gewählt für diese Art von Geschichte. Wer selber schon am Meer war, wie zart und schön – aber auch stürmisch und gewaltig die See sein kann. Und genau das findet man auch hier in der Geschichte wieder.
Beim Lesen hab ich mich an meine Momente an der Nordsee sehr gut erinnern können… und ich hab jede Szene diesbezüglich geliebt. Aber nicht nur, dass hier vieles aufgearbeitet wird – und es recht stürmisch zur Sache geht, so findet man hier sehr viel fürs Herz und eine ZARTE LIEBESGESCHICHTE – mitten aus dem Leben gegriffen, nimmt hier ebenfalls ihren Platz ein.
JONNA – TAGE WIE GLASWOLLE
Der Titel für den Auftakt dieser Reihe ist perfekt gewählt – auch wenn mir das zu Beginn nicht so klar war. Ich hab lange überlegt, wie Lene Jansen ausgerechnet auf diesen Titel kam – aber letztendlich hab ich es dann herausgefunden und es passt PERFEKT: Wer mit Glaswolle mal zu tun hatte, der weiß, wie kratzig, hartnäckig, nervig und aufwirbelnd diese sein kann – und das umschreibt die Geschichte einfach zu gut. TAGE WIE GLASWOLLE – die haben wir nämlich alle selbst auch immer wieder mal – zumindest geht es mir so.
WAS EIN EMOTIONALER, BERÜHRENDER REIHENAUFTAKT
Meine Erwartungen, die ich vorab an diese Geschichte hatte, wurden hier gigantisch übertroffen.
LENE JANSEN ist eine Meisterin des Schreibens – muss ich so mal sagen. Sie weiß Worte gekonnt, bewusst, poetisch, tiefgründig und absolut treffend in Szene zu setzen. Sie geht auf Themen aus dem wahren Leben ein, lässt erfahrenen Protagonisten hier den Platz davon zu berichten und schafft es,
dass ich mich als Leser in einzelnen Passagen und Dingen selbst erkenne.
JONNA – TAGE WIE GLASWOLLE klingt lange nach und wird es auch noch ein Weilchen länger tun, da hier so viel aufgewirbelt wird, was mich als Leser mitnahm, aufrüttelte und ja – die ein oder andere Sache selbst gedanklich wieder aufgewirbelt hat. Dazu ein wirkungsvolles und schönes Setting, wundervolle Charaktere, mit Ecken und Kanten -UND … was mich eigentlich am meisten überrascht hat, unerwartete Wendungen und ein fieser Cliffhanger – den ich von ihr so nicht kenne *lach* ABER IM GUTEN – und so kann und will ich, dass diese Geschichte ganz viele Leser findet, die genauso drin festhängen, wie ich auch!
EIN ABSOLUTES HERZENSBUCH!!!
Jonna
Tage wie Glaswolle
Wenn dich die Schuld nach Hause bringt...
Jonna ist auf einer kleinen Insel an der Nordsee aufgewachsen. Nach der Schule kehrt sie ihrer Heimat den Rücken zu und zieht nach München. Dort heiratet sie Nils und ihr Leben könnte nicht besser sein....
Seit einiger Zeit wird aber genau dieses Leben zu Jonnas Gefängnis. Sie fühlt sich nicht mehr wohl in ihrem zu Hause und auch nicht in ihrer Ehe. Sie beschließt für 4 Wochen nach Thailand zu fliegen um sich selbst zu finden, doch vorher macht sie einen Besuch in ihrer Heimat. Das erste mal seit sie diese vor über 20 Jahren verlassen hat und vielleicht...ganz vielleicht braucht sie Thailand nicht sondern einfach eine Reise in die Vergangenheit um mit der Gegenwart Frieden zu schließen...
Das Buch ist schon etwas schwermütig. Jonna trifft auf ihre Vergangenheit, eine kranke Mutter, das Grab ihres Vaters und auf eine alte Schuld die sie tief in sich vergraben hat. Zudem scheint es ein Familiengeheimniss zu geben von dem niemand etwas weiß...
Wir begleiten also Jonna auf ihrem Weg zur Selbstheilung und auf den Spuren ihrer Vergangenheit.
Man könnte fast meinen das es die Vergangenheit der Autorin selbst ist denn sie Geschichte wird so souverän und ernst erzählt das ich sie ihr zu hundert Prozent abkaufe.
Das hier ist der erste Band einer Trilogie über 3 Schwestern die sich irgendwie verloren haben, die sich aber trotzdem lieben und alles füreinander tun. Genau das fand ich wirklich schön in dieser Story denn die drei Frauen könnten nicht unterschiedlicher sein und halten trotz allem immer zueinander.
Hat mir gut gefallen.