19. Apr.
Rating:5

Eine Autobiographie die bewegt

Wie immer bei Leas Büchern wird nichts beschönigt und wir haben Triggerwarnungen zu Borderline, Essstörungen aber auch psychische Erkrankungen. Dieser Roman bringt uns Lea etwas näher. Wir begleiten sie vom 13. Bis zum 24. Lebensjahr und lesen von inneren Kämpfen, wie zum Beispiel sich verbergen zu müssen, weil die Gesellschaft einen so nicht unbedingt akzeptiert, aber gleichzeitig gesehen werden zu wollen. Diese innere Zerrissenheit geht einem, der mit sowas selbst zu kämpfen hat an die Substanz, aber zeitgleich sagt es mir "Ich bin nicht allein" Bücher helfen manchmal dieses zu verinnerlichen. Wir fühlen uns durch die Erfahrungen, die wir lesen, selbst gesehen auch wenn manche Sachen einen selbst direkt nicht betreffen. Man sieht fast überall auf Social Media nur ein Happy Life aber die Fassade dahinter sieht niemand. Der erste Satz im Buch sagt es ist kein Heldinnenepos aber ich würd sagen, dass es das auf eine Weise ist, an die man im ersten Moment nicht denkt. Andere mit ähnlichen Erfahrungen fühlen sich dadurch gesehen.

Im Schatten der Stille : Mein Leben in der Erkrankung
Im Schatten der Stille : Mein Leben in der Erkrankungby Lea-Sophie Schwarzat