Grundsätzlich ganz süß, aber storytechnisch extrem schwach.
• Vorweg die Kurzform, weil es so lang geworden ist: 👍🏻Was ich gut finde: die zwei sind süß, die Idee ist interessant, der Schreibstil ist gut. 👎🏻Was mich stört: viel zu viele Tropes, unpassendes Verhalten zum Alter, kaum Beschreibungen (z.B. Aussehen), langweilige Geschichte, dumme Charakterzüge, zu spice fokussiert. Ganzes: Es ist eine Geschichte, in die alles reingeworfen wurde was geht, spice drüber gestreut wurde und dann mit Basic-Kleber versucht wurde alles zu verbinden und haltend zu machen. Was möchte man mehr als FakeDating, Enemies im Beruf to Lovers, AgeGap, Daddy, DomSub, gemeinsame Vergangenheit, Nur-ein-Bett und ForcedProximity zusammen in einem Buch? Motto a la "Es gibt nicht zu viel!" Also man hört es schon anklingen, es war mir viel zu viel und auch viel zu viel solcher beliebten Tropes. Als würde man auf Teufel komm raus unbedingt viele abholen wollen. Unter anderem dem scheint diese Geschichte aber dann deutlich zum Opfer gefallen zu sein. Die Geschichte spielt größtenteils in einer Pärchenveranstaltung, bei der es dann nur von Termin zu Termin ging, unterbrochen von Berührungen und spice und ein paar erzwungen wirkenden Gesprächen. Zum Ende hin wurde der Leser fürs Durchhalten dann nochmal mit viel zu aufgezwungenem spice belohnt und ich wollte einfach nur noch einen Punkt. Ich hatte ja noch gehofft, dass Asher seine Reife mit Ende 40 irgendwann noch einmal zeigt und der Plottwist irgendetwas aufwendigeres zeigt, aber nada. Sie sind beide irgendwo süß und ich hatte bis zur Hälfte auch irgendwie Spaß am Lesen, aber im Nachhinein ist es die langweiligste Geschichte, die ich seit langem gelesen habe, einfach weil nichts passiert. Am meisten gestört hat mich von Anfang bis Ende allerdings Ashers Charakter. Der ist einfach schlecht geschrieben. Asher soll Ende 40 sein, ein erfolgreicher Unternehmer mit jahrzehntelanger Erfahrung, charismatisch, einmehmend, fast arrogant. Und er wirkt wie ein dummer 16 Jähriger Junge. Wo ist die Intelligenz, der Schneid, die Stärke und Listigkeit, die man braucht um an die Spitze zu kommen und so lange da zu bleiben? Also ganz schlecht dargestellt, wirklich. Und dann erschafft man schon einen tättowierten gepiercten jungen erfolgreichen Geschäftsmann als Partner und dann werden nur die Piercings zum S** erwähnt, die Tatts gar nicht und auch allgemein kaum was beschrieben. Also sorry, dann schreibt doch gleich über Geister ohne Körper😢 Und die Tension war leider auch maximal ookee. Dafür war an dem Schreibstil für mich nichts auszusetzen, es war gut lesbar, nicht zu schwer und trotzdem einnehmend. Alles in allem für mich ein unausgereiftes Werk, welches noch einiges an Übung im Charaktere erschaffen, darstellen und beschreiben und Geschichten erschaffen braucht. Aber es ist zufriedenstellend lesbar.
