
Wenn auf Rügen zwei Herzen in der Brust schlagen
Das Cover gefällt mir ausgesprochen gut. Es wirkt romantisch verspielt und die Kanarienvögel machen mich neugierig, was es wohl mit ihnen auf sich hat. Emilia ist die Hauptprotagonistin. Auf mich wirkt sie etwas chaotisch, aber mit einem gewissen Charme. Mit ihr fahre ich nach Rügen zum Klassentreffen. Meine Gedanken verlieren sich in meinen Klassentreffen und natürlich auch, in wen ich denn damals verknallt war. Mit dieser Stimmung das Buch zu lesen hat auf jeden Fall etwas. Und tatsächlich tritt Cornelius, Emilias Jugendliebe, auf. Mit Fabian, den sie auf der Zugfahrt kennengelernt hat, ist das Trio komplett. Das Karussell dreht sich und mir wird es zu schnell, zu wild, nicht nachvollziehbar. Ich kann Emilias Gedankengängen nicht folgen. Der kurze Abstecher zu Leona holt mich wieder in die Wirklichkeit zurück. Viktoria Bolle gelingt hier eine Nebengeschichte, die bedrückend klarmacht, dass es selbst auf einer Ferieninsel, bzw. im direkten Umfeld, Not und Leid gibt, vor dem man sich nicht verstecken sollte. Das aktive Handeln von Emilia hat mir sehr gut gefallen, wenngleich mir der Abschied zu leicht vorkommt. Ein Buch mit Höhen und Tiefen, das zum Nachdenken anregt.



