
Ein Buch über Loyalität und wie weit sie gehen kann. Umgeben von einer düsteren Parallelwelt voll Wissen verschlingender Wesen 📚🐍
Das Buch ist nichts für schwache Nerven! Die junge Devon wächst behütet auf einem abgelegenen Anwesen umgeben von ihrer Familie auf, jedoch trügt der Schein. Durch ihre eigene kindliche Rebellion muss ihr Bruder die Familie verlassen und als dann auch noch ein neugieriger menschlicher Besuch auftaucht, bekommt die heile Welt Risse. Devon soll wie alle Frauen der patriarchalen Gesellschaft der Buchesser heiraten und für eine andere Familie ein Kind austragen. Ein traumatischen Erlebnis, von dem sie sich nie erholen wird, denn nach drei Jahren müssen die Mütter zurück in ihre Herkunftsfamilie. Bei ihrer zweiten Heirat möchte sie gewappnet für den Verlust sein, doch es kommt alles anders und ein Kampf um Leben und Tod beginnt. Ihre Familien, allen voran ihr Bruder, werden zum unerschütterlichen Gegner. Mich hat die Welt der Buchesser fasziniert. Durch den Konsum von Büchern wird nicht nur der Magen gefüllt, sondern auch Wissen aufgenommen. Mit Beklemmung bemerkte ich politisch kritische Parallelen zur Warnung in Georg Orwells Roman 1984, die wirklich unter die Haut gingen. Wissen und Sprache sind Macht! Auch den Umgang mit "andersartigen" Individuen und fanatischer Religiosität und Tradition fand ich so haarstreubend gut in eine Parallelwelt verlegt, sodass die unvierselle Kritik nicht von der Hand zu weisen ist. Das Buch hallt nach, obwohl mich die Protagonist*innen und die Handlung an sich gar nicht so richtig abgeholt haben. Mir fiel es an vielen Stellen schwer, Sympathie für die Handelnden zu empfinden, denn vieles war schon sehr grausam! Ich habe jetzt übrigens ein Problem mit der Vorstellung von Zungen in meinem Ohr 😂🤢







