Fesselnder High Fantasy Roman mit interessanten magischen Konzepten
Es handelt sich um Band 1 aus der Druidenerbe-Trilogie. Die Handlung ist in sich abgeschlossen, sodass das Buch auch ohne die Folgebände gelesen werden kann. Die Geschichte begleitet den Eisdruiden Lirg, dem es vorherbestimmt ist, das Eis in das Tal seiner Vorväter zu rufen und sein Volk in die angestammte Heimat zurückzuführen sowie den Kräuterhexer Tek, der als letzter Abkömmling seiner Familie ein Erbe fortführen muss, das eigentlich Frauen vorbehalten war. Die beiden Magier stammen von unterschiedlichen Stämmen ab, deren Verbindung längst in Vergessenheit geraten ist und deren Lebensbedingungen kaum unterschiedlicher sein könnten. Ihre Schicksale sind durch eine sehr alte Prophezeiung verbunden, von der jedoch mehrere Versionen existieren, sodass es beiden Männern schwer fällt zu erkennen, wer Freund oder Feind ist. Alle Figuren sind sehr detailliert mit Stärken, Schwächen und Zielen ausgearbeitet und entwickeln sich im Verlauf der Erzählung. Mir fiel es leicht, mit ihnen mitzufühlen und für ein gutes Ende mitzuhoffen. Sehr gut gefallen hat mir auch das Worldbuilding, das viel mit Mythologie und verschiedenen Formen von Magie aufgebaut wurde. Ich fand es eine gelungene Mischung aus bekanntem und neuem, ohne durch Fremdartigkeit zu überfordern oder durch die Verwendung der gängigen Elemente Langeweile aufkommen zu lassen. Der Schreibstil ist flüssig und teilweise detailverliebt, das Erzähltempo dadurch eher gemächlich, was die Handlung aber nicht weniger spannend macht. Durch die wechselnden Erzählperspektiven, die jeweils den Blick auf die “Gegenseite” erlauben, wird die aufregende Geschichte geradezu fesselnd. Definitiv eine Leseempfehlung für alle, die sich für klassische High Fantasy Romanen begeistern und sich gerne in neue Welten entführen lassen.







