Ein unterhaltsamer, leicht chaotischer Abschluss, der mich bestens amüsiert und nur gelegentlich die Augen rollen ließ.
Hach ja, das war wirklich witzig 🤣 und ganz ehrlich, vermutlich sogar mein liebster Teil der gesamten Trilogie. Ein Mann, der sich derart konsequent zum Affen macht, nur um einer Frau hinterherzujagen, hat sich bei mir direkt einen Ehrenplatz unter meinen liebsten Tropes gesichert 🤣 und ich bereue nichts. Generell liebe ich es ja, wenn sich zwei Menschen nach einem One-Night-Stand völlig unerwartet wieder über den Weg laufen, am besten in einer Situation, in der beide absolut nicht damit gerechnet haben, und genau dieses herrlich unangenehme Knistern liefert die Geschichte hier zuverlässig. Rory hat allerdings nicht nur Zeit für romantische Verwirrung, sondern verfolgt eine Mission, und gemeinsam mit Gage stürzt sie sich in eine Schnitzeljagd, die ihnen mehr als nur einmal ordentlich Steine in den Weg legt. Dabei kommen sie sich natürlich näher, wie sollte es auch anders sein, aber dieses Konstrukt hat ein ziemlich deutliches Verfallsdatum, denn beide hängen an Verpflichtungen, die sie in komplett unterschiedliche Richtungen ziehen 😢 was dem Ganzen eine bittersüße Note verleiht, die überraschend gut funktioniert. Das große Geheimnis hinter der Schnitzeljagd ist für die Lesenden übrigens schon deutlich früher durchschaubar als für die beiden Hauptfiguren 🤣 was ich normalerweise kritisch sehe, hier aber tatsächlich ziemlich charmant fand ❤️ auch weil die immer wieder auftauchenden Ex-Protagonisten die drei Bände schön miteinander verweben und dem Ganzen das Gefühl eines runden Abschlusses geben 🥰. Besonders schön war es zu sehen, was aus den Paaren der ersten Teile geworden ist, zumal Band 3 ungefähr 15 Jahre nach Band 1 spielt und damit ein nettes Wiedersehen mit etwas mehr Reife bietet. Aber vier Sterne kommen bekanntlich nicht von ungefähr, und hier war definitiv nicht alles eitel Sonnenschein. Es haben sich ein paar Längen eingeschlichen, bei denen ich innerlich leicht ungeduldig wurde, und die Schnitzeljagd ist zwar irgendwie zu einem Ende gekommen, aber so richtig befriedigend aufgelöst fühlte sich das für mich nicht an. Dazu kommen leider zahlreiche Schreibfehler und sogar eine irritierende Namensänderung von Ramsbottom zu Winterbottom, die mich kurz verzweifeln ließ. Unterm Strich bleibt eine nette, niedliche Trilogie mit klaren Schwächen, die mich trotzdem bestens unterhalten hat und die ich trotz allem guten Gewissens weiterempfehlen kann.





