Ich bin ehrlich gesagt hin- und hergerissen… Einerseits hatte die Geschichte für mich so viele Längen, die mich fast verloren haben und mich einfach nicht richtig erreichen konnten.
Und dann plötzlich gab es diese Szenen, die mich doch gepackt haben. Vor allem, als der Mann gefunden wird… und dieses Gespräch mit seiner Exfrau. Diese eine Frage – ob er sich wirklich an gar nichts mehr erinnern kann – hat bei mir richtig was ausgelöst. Da war auf einmal so viel Gefühl und Spannung da.
Trotzdem bleibt am Ende dieses Gefühl, dass es einfach nicht meins war. Die Geschichte hatte so viel Potenzial, aber ich konnte mir vieles einfach nicht richtig vorstellen, als würde etwas fehlen, um wirklich darin einzutauchen.
Das Beste am Buch ist das Setting ...
Nach ihrer Scheidung bricht Kit in die Antarktis auf. Doch bereits der Weg dorthin verläuft anders als geplant, denn ihre Crew muss einem in Flammen stehenden Schiff zur Hilfe kommen. An Bord: ein einzelner Mann, der sich an nichts erinnern kann. Notgedrungen nehmen sie ihn mit in ihre Forschungsstation, doch können sie ihm trauen?
Ich liebe Thriller mit Antarktis-Setting und freute mich daher sehr auf dieses Buch. Der Anfang ist vielversprechend, doch als die Figuren schließlich die Forschungsstation erreichen, wird es … zäh. Irgendwie fehlt der rote Faden. Kits diffuse Zweifel an Nicks Gedächtnisverlust reichen nicht aus, um den Plot zu tragen, und so schleichen sich immer wieder Längen ein. Die ersten und letzten 25 % sind spannend, im Mittelteil wirkt vieles unpräzise und wenig konkret. Am besten hat mir der Subplot um die Crew des brennenden Schiffes gefallen.
Ein weiteres Problem hatte ich mit Protagonistin Kit. Sie ist nicht unsympathisch, wirkt so, wie sie angelegt ist, allerdings wenig glaubwürdig. Sie ist Zahnforensikerin, arbeitet auf der Antarktis-Station aber als Ärztin, sie ist keine Meeresbiologin, kann aber ohne Weiteres Robben betäuben, ihnen Peilsender verpassen und ihre Zähne untersuchen. Verschlossene Schubladen knackt sie mal eben mit einer Büroklammer und ein wenig »Stochern und Rütteln«.
Zwar war sie noch nie zuvor in der Antarktis, kann nach einem nicht näher definierten Training aber alles, weiß alles, ist eine Führungsperson bei Rettungsaktionen, durchschaut alles grundsätzlich als erste und verbringt problemlos ganze Nächte allein außerhalb der Station – und obwohl das gegen jede Regel ist, scheint keiner der erfahrenen Kollegen ein Problem damit zu haben. Im Gegenteil: Alle grundsätzlich auf das, was sie sagt und folgen – warum auch immer – ihren Vorschlägen und Anweisungen.
Derlei »Superheldenfähigkeiten« nerven mich schnell, weil sie alle anderen Figuren zu Deppen degradiert, die bestenfalls als Stichwortgeber für eine allwissende und alles-könnende Protagonistin dienen.
Nicht ganz ausgereifter Thriller, der v. a. im Mittelteil einige Längen aufweist.
Ein verunglücktes Schiff in der Antarktis, ein Mann ohne Gedächtnis, sowie eine Expedition, die viele Fragen aufwirft.
Ein spannender Thriller am Ende der Welt mit detaillierten Beschreibungen einer Antarktisexpedition sowie überraschenden Wendungen.
Zieht euch besser warm an, denn "Die Kälte", wie der Titel schon mehr als deutlich vermuten lässt, zeigt euch, wie rau und unerbittlich der Winter in der Antarktis sein kann.
Für mich als Sommerkind wäre ein Aufenthalt dort ja schon Grund genug, direkt mal aus den Latschen zu kippen, aber für unsere Hauptprotagonistin Kit Bitterfeld ist es eine perfekte Chance, dem Scherbenhaufen ihrer Ehe zu entkommen. Eine Forschungsstelle in der Antarktis sollte genügend Ruhe in ihr Leben bringen, doch schon die Anreise dorthin wird für sie und die Crew zum Albtraum, als sie einen Notruf der Snow Petrel empfangen. Dort angekommen, steht das Schiff jedoch in Flammen, und von der Besatzung fehlt jede Spur – bis auf Nick, dem jegliche Erinnerung fehlt. Durch den plötzlichen Wintereinbruch beginnt ein Wettlauf mit der Zeit, denn bevor die Mannschaft monatelang von der Zivilisation abgeschnitten wird, müssen sie wissen, wo die Gefahr tatsächlich lauert.
Die Autorin Riley James hat hier ein Debüt geschrieben, bei dem die Thriller-Elemente direkt aus zwei verschiedenen Richtungen kommen: der potenziellen Bedrohung durch Menschen und der potenziellen Bedrohung durch die Natur.
Für mich ein persönlicher Albtraum, da ich Minusgrade abgrundtief verabscheue und fremden Menschen anfangs sehr misstrauisch gegenüberstehe.
Wir verfolgen Kit bereits zu Beginn ihrer Reise in die Antarktis, und während diese bereits lang, kalt und körperlich anstrengend ist, wird der Spannungsbogen noch verstärkt, als sie auf einer Such- und Rettungsaktion ein in Not geratenes Schiff erreichen.
Komplett verlassen – bis auf den an Amnesie leidenden Nick – war ab diesem Punkt die Spannung förmlich greifbar. Leider wurde ab hier jedoch auch die Handlung recht verwirrend.
Zudem fehlte einigen Charakteren die Tiefe, um eine Verbindung aufbauen zu können, und wo die Wendungen anfangs noch für Wow-Momente sorgten, wirkten sie nach ein paar Seiten etwas konstruiert. Eine anbahnende Romanze hat das Tempo zwischenzeitlich ebenfalls etwas gedrosselt; das Ende allerdings konnte mich durchaus abholen und war passend gewählt.
Ich würde "Die Kälte" von Riley James denjenigen empfehlen, die gerne geradlinige Spannungsromane in einem sehr gut ausgearbeiteten Setting lesen. Denn die detaillierten Beschreibungen der Landschaft und das allgemeine Leben in einem arktischen Basislager waren sehr gelungen und atmosphärisch erzählt.
Das war mein erstes Buch von Riley James und ich muss sagen ich mochte es sehr.
Super flüssiger Schreibstil und echt gut geschrieben.
Muss ja sagen am Anfang war ich mir nicht so sicher wo die Reise hingeht, aber dann echt Mega gut. Diese ganzen Plottwists waren genial und hab mit denen absolut nicht gerechnet.
Finde auch das Setting super spannend und konnte mich echt gut an diese tollen Orte versetzen.
Absolute Empfehlung!
Spannungsgeladen durch die Antarktis
Mit Riley James erstem Roman nimmt sie den Leser mit in die Antarktis, voller Eis, Kälte und extremer Spannung. Zu Beginn geht es in gemächlichem Tempo an die Vorstellung der Hauptprotagonistin Kit, die als medizinische Assistentin ihrer Freundin Sally bei der Erforschung von Robben in der Arktis- Forschungsstation helfen soll. Eigentlich ist sie Zahnärztin, praktiziert aber nicht mehr, sondern arbeitet in der Forschung. Die Stelle hat sie nur angenommen, um ihrem untreuen Ex-Mann und seinem Ansinnen der Scheidung ein Schnippchen zu schlagen. Er möchte nämlich die Frau heiraten, mit der er Kit betrogen hat und nun ein Kind erwartet. Dabei hat er Kit noch kurz zuvor vorgemacht alles sei in Ordnung. Kit kann in der Antarktis seinen Forderungen entgehen, denn Internet-Kommunikation, usw. ist nur stark eingeschränkt möglich. Tempo nimmt der Roman dann auf der Schiffsfahrt in die Antarktis auf. Sie erhalten auf dem Weg zur einsam gelegenen Forschungsstation plötzlich den Hilferuf der Snow Petrel, ein Schiff, dass die vorherige Crew an Bord hat. Als sie ihr zur Hilfe eilen, steht das Schiff in Flammen und sie finden nur einen Mann, der stark verletzt ist und sich an nichts mehr erinnert, auch nicht wer er ist. Kit findet dieses mehr als merkwürdig und hat ihre Zweifel. Spielt er das nur vor und was ist mit der Crew passiert. Sie geht dem Ganzen in der Folgezeit auf den Grund.
….und das liest sich unheimlich spannend. Habe ich bei dem Prolog (ein Flugzeugabsturz in der Antarktis) und dem Beginn der Geschichte keinen Zusammenhang herstellen können und mich immer wieder gefragt, was nur passiert ist und wie das alles zusammenhängt, leitet die Autorin einen immer wieder auf neue Fährten. Im weiteren Sinne handelt es sich um einen Locked-Room Thriller, denn neue Personen kommen nicht hinzu, aber die Autorin hat so manchen Twist eingearbeitet. Das ist schon sehr gekonnt und hält den Spannungsbogen bis zum Ende. Dabei kommt sie ohne Blut und richtiger Gewalt aus, sie macht dieses subtil mit Worten und in flüssiger Schreibweise. Bereits die Location ist eisig und so bleibt es auch. Ebenfalls fliesst auch noch einiges über das Leben in einer Forschungsstation ein. Die Autorin hat hierzu genau recherchiert, wie sie in ihrem Nachwort berichtet. Kit ist eine sympathische Protagonistin, wobei ich mir auch hier einige Male die Frage gestellt habe, kann ich dem trauen, was dort von ihr erzählt wird. Es wird nämlich nur zum Teil aus ihrer Sicht erzählt, dann auch aus der von anderen Personen. Um die Spannung aber nicht wegzunehmen, möchte ich zu diesen nichts weiter sagen. Der Thriller hat mich gefesselt und ich habe ihn gespannt zu Ende gelesen. Auf die Lösung bin ich nicht gekommen, aber es wird alles aufgeklärt und ich wusste dann gegen Ende genau, was passiert ist. Ich kann den Roman daher sehr Lesern empfehlen, die nicht auf extreme Gewalt und Blut stehen, sondern eher die subtile Spannung mit Worten mögen und gerne eine Fahrt in die Antarktis unternehmen möchten.
Ein Buch das sehr gut und flüssig geschrieben wurde. Auch die Story fängt schon direkt gut und spannend an. Auch findet man hier Fachwissen. Klare Empfehlung
Inhaltsangabe (Quelle :Amazon)
Um dem Scherbenhaufen ihrer Ehe zu entkommen, tritt Kit Bitterfeld eine Forschungsstelle in der Antarktis an. Doch schon die Anreise wird zum Albtraum, als die Crew einen Notruf der verunglückten Snow Petrel erhält. Das Schiff steht in Flammen, die Besatzung ist spurlos verschwunden, an Bord ist nur ein einziger Mann, dem jede Erinnerung fehlt. Was ist geschehen? Und können sie dem Fremden trauen? Als ein Schneesturm aufzieht, spitzt sich die Lage auf der Forschungsstation zu. Mit dem Wintereinbruch beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit: Kit muss die Wahrheit aufdecken, bevor sie monatelang von der Zivilisation abgeschnitten werden. Doch wo lauert die größte Gefahr – draußen auf dem Eis oder mitten unter ihnen?
Ich hadere immer ein bisschen mit mir was Thriller angeht, weil ich sie zwar eigentlich liebe, mich aber schon lange keiner mehr vollends überzeugen konnte. "Die Kälte" von Riley James ist allerdings ein wirklich solider Thriller, der mir gut gefallen hat. Das ist für mich mittlerweile leider eine Ausnahme geworden, spricht aber auf jeden Fall für dieses Buch.
Die Atmosphäre ist wirklich toll gestaltet, man friert und bibbert beim Lesen förmlich mit. Die Antarktis als Schauplatz finde ich sowieso genial, gerade jetzt im Winter passt das unheimlich gut.
Die Protagonisten sind alle recht unterschiedlich und ich konnte sie prima auseinanderhalten, das ist für mich auch ein riesiger Pluspunkt bei Thrillern. Spannend war es auch, ich konnte das Buch abends manchmal nicht ganz weglegen und bin die ein oder andere Nacht zu lange aufgeblieben, damit ich noch das nächste Kapitel lesen konnte. Der Schreibstil hat mir auch ganz gut gefallen.
Die Auflösung empfand ich ebenfalls als sehr gelungen und passend zum Rest der Geschichte. Ich war richtig froh, dass die Autorin hier nicht auf Krampf versucht hat, 1000 Wendungen einzubauen.
Als Debüt eine starke Leistung und meiner Meinung nach sehr empfehlenswert!
Eine dichte, düstere Atmosphäre voller Gefahr. Expedition in Antarktis, eine Protagonistin, die ihrem Leben in der persönlichen Krise entfliehen möchte. Ein Schiff, das SOS aussenden, jedoch bei der Rettungsaktion ganz viele bei nahe schon mystische Fragen aufwirft. Recht spannend.