Ein wirklich schönes Buch – aber gleichzeitig eines, das viele wichtige und auch schwierige Themen anspricht. Genau diese Mischung macht es so besonders.
Die Geschichte ist nicht nur spannend, sondern regt auch zum Nachdenken an und bleibt noch lange im Kopf.
Von mir ganz klar eine Empfehlung! ✨
Warnung: Hier kommt eine emotionale Bewertung eines Buches, die sicher nicht jedem gefällt. Aber ich konnte nicht anders.
Ich habe „Blood over Bright Haven“ von M. L. Wang vor über einem Monat beendet – und ich bin immer noch völlig überwältigt. Dieses Buch hat mich nicht nur berührt, es hat mich erschüttert und innerlich aufgewühlt, wie es nur ganz wenige Geschichten schaffen.
Direkt von Beginn an, wird man mit einer Problematik konfrontiert, die einem die Luft zum Atmen nimmt. Das Volk der Caldonnae versucht die Stadt Tiran zu erreichen, da außerhalb dieser Stzadt der Feuerbrand wütet. Er tötet die Menschen durch Lichtstrahlung. Auch Thomil und seine Familie versuchen die Stadt zu erreichen, aber nur Thomil und seine Nichte kommen dort an, denn auf dem Weg dorthin können Sie dem Feuerbrand nicht entkommen.
In der Stadt angekommen werden die Caldonnae, wie auch alle anderen Menschen, die nicht aus Tiran stammen, den sogenannten Kwen zugeordnet. Kwen haben in Tiran kaum Rechte und auch keinen Zugang zu Bildung. Im Gegenteil, sie werden gar nicht als Menschen wahrgenommen. Zur Erläuterung hier ein Zitat aus dem Buch: „Wenn wir anfangen Ausnahmen unter den menschlichen Arbeitstieren zu machen, werden sie nur faul werden und wir wahren Tiraner werden keinen Frieden mehr finden“.
Die andere Protagonistin, Sciona Freynan ist Magierin. Sie ist die erste Frau, die jemals in den Hoch-Magierorden aufgenommen wurde. Diesem Ziel hat sie sich ihr ganzes Leben gewidmet. Als Hochmagierin arbeitet sie mit den anderen Hochmagiern daran, Energie für Tiran zu gewinnen. Jedoch begegnet man ihr, als erster Frau in dieser Position mit Ablehnung. Statt einen wissenschaftlichen Assistenten zur Seite gestellt zu bekommen, hat sie nur die Möglichkeit den Hausmeister Thomil, einen Kwen, als Unterstützung zu bekommen.
Nachdem die beiden sich zuerst mit Misstrauen begegnen, entwickelt sich bald eine konstruktive Zusammenarbeit und eine besondere Beziehung.
Sciona ist unglaublich begabt und erzielt Ergebnisse, die weit über die Forschungen der anderen Hochmagier hinaus gehen. Dabei kommen sie und Thomil einem entsetzlichen Geheimnis auf die Spur. Sciona kann zunächst nicht glauben, was sie entdeckt hat, aber dann zieht sie daraus Konsequenzen, die unglaublich mutig sind. Diese Frau, die im Buch oft als „die kleine Magierin“ bezeichnet wird, ist absolut großartig. Hier wurde eine Figur geschaffen, die ich nur bewundern kann.
Die gesamte Welt, die M. L. Wang mit dieser Geschichte erschafft, fühlt sich so real, so roh und so grausam ehrlich an. Nichts wirkt beschönigt, nichts künstlich heroisch – stattdessen echte Moralfragen, echte Konsequenzen und echte Schmerzen. Und genau das hat mich so tief getroffen. Ohne zu spoilern erinnert mich die Sprache der Tiraner an Nazi-Jargon. Das Geheimnis, das Sciona und Thomil aufdecken, ist so schrecklich, aber die Erzmagier tun es ab mit Worten wie: Es ist eine große Last, die wir tragen und es ist nicht leicht sie zu tragen, aber es ist nötig, damit diese Stadt bestehen kann, damit wir jene bestrafen, die gegen Gottes Lehren verstoßen.
Sorry, wenn ich hier etwas weit gehe mit meinem Vergleich, aber mich hat das an eine Aussage von Heinrich Himmler vor der SS erinnert: Himmler versuchte, die SS-Offiziere moralisch zu stärken, indem er den Mord an Millionen Menschen als eine schwere, aber notwendige Pflicht darstellte. Er forderte von ihnen, trotz der Gräueltaten, die sie begingen, "anständig" zu bleiben.
Die Charaktere, die M.L. Wang erschafft, sind unfassbar intensiv beschrieben. Ich habe nicht nur mit ihnen mitgefühlt – ich habe mit ihnen gelitten, gehofft, gezweifelt und geliebt. Ihre inneren Konflikte, ihre Entscheidungen, ihre Schuld, ihre Sehnsucht nach Gerechtigkeit – das alles fühlt sich so menschlich an, so nah, dass es manchmal fast wehgetan hat zu lesen. Ich habe mich selbst in ihren Gedanken wiedergefunden.
Was mich besonders bewegt hat, ist diese mystische, ernsthafte Stimmung, die sich durch das ganze Buch zieht. Es ist keine leichte Geschichte, keine „Wohlfühl-Fantasy“ †
Also wenn ich 100 Sterne vergeben könnte würde ich es vergeben.
Dieses Buch is ein absolutes Highlight, in denen kleinen Universum schaft es die Autorin die Probleme des Patriarchats und von Rassismus, Kultureller Aneignung, Religiöser Fanatismus und einfach ein scheiß System darzustellen.
Ich werde es hundert mal empfehlen und nochmal mehr.
Die Protagonistin ist jemand, der sehr klar und bestimmt in ihrem Tun ist. Und mir hat das sehr gut gefallen.
Der Protagonist ist ein perfekter Gegenpart, der sie herausfordert, kein Savior ist und sie nicht behindert. Ich liebe es einfach
Ich muss sagen, das Buch hat mich positiv sehr überrascht.
Der Anfang tut sich ein wenig schwer, da das Magiekonzept relativ verkopft ist, aber mit den Seiten wird es immer überschaubarer. Ich würde das Buch nichtmal als Slow Burn bezeichnen, aber dennoch gibt es Tention und Love interest bei den Hauptprotagonisten.
Kleiner Tipp: Auf den letzten Seiten des Buches werden die ganzen Fachbegriffe beschrieben, ohne Spoiler. Das hätte mir vorab geholfen, das ganze Konstrukt von Anfang an zu verstehen.
Der Lesefluss ist gut, die Handlungen haben ein gutes Pacing. Bei keinem Kapitel hatte ich das Gefühl es sei überflüssig. Guter Spannungsaufbau mit Plot Twist die einen umhauen. Ein perfektes, allumfassendes Ende ohne den Leser Fragen offen zu lassen mit einem gewissen Schuss an selbstinterpretation.
Also im großen Ganzen muss ich wirklich sagen, dass das eines der wenigen Bücher ist, wo ich 5/5 Sterne Rating abgeben möchte & werde. Absolute Empfehlung meinerseits.
Gute Menschen werden zu Monstern wenn es um ihr Überleben geht oder das anderer
Der Einstieg in das Buch ist mir zunächst ganz gut gelungen, auch wenn er mich ehrlich gesagt ein wenig gefordert hat. Die komplizierten Namen und Beschreibungen haben es mir nicht immer leicht gemacht, flüssig zu lesen 😵💫📖. Trotzdem wollte ich dranbleiben.
Zwischendurch fühlte es sich für mich fast so an, als würde ich ein Schulbuch lesen – eine Mischung aus Physik und Religion 📚✨. Das hat mich stellenweise herausgefordert.
Und dann kam der Punkt, an dem ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte. Es greift so viele wichtige Themen unserer Gesellschaft auf, an manchen Stellen war ich richtig wütend 😡, an anderen sehr nachdenklich. Genau das hat mich emotional sehr gepackt.
Auch wenn es für mich ein paar kleine persönliche Schwächen hatte, kann ich dieses Buch von Herzen weiterempfehlen 💛📖.
Es fing alles ein bisschen wirr an, Aber es fügte sich schnell zusammen. Eine, starke egoistische Hauptfigur mit einem Ende das ich am Anfang nicht sofort vorhergesehen habe.
Ein sehr bitteres Buch, was viele Wahrheiten ausspricht die auch für die reale Welt gelten.
Fast detektivisch deckt man zusammen mit der Protagonistin die Wahrheiten und Mechanismen dieser Gesellschaft auf - Schicht für Schicht wird der Schleier gelüftet und die Moral geprüft.
Es ist schon erschreckend auf wie vielen Ebenen Menschen sich selbst und Andere belügen können.
Harter Tobak, viel Blut, viel Gewalt(auch gegen Kinder), heftige Selbstmordgedanken, Albträume und andere Triggerpunkte! Also Achtung, nichts für Menschen die darauf sensibel reagieren könnten, oder sich ein Happy End wünschen.
Aber, wie ich finde, trotzdem ein gutes Buch.
Sciona ist die egoistischste weibliche Hauptfigur, die mir bisher in einem Buch begegnet ist. Sie ist arrogant und hält sich eindeutig für etwas besseres.
Und auf ihrem Weg zum Ruhm muss sie all diese Dinge auch über sich selbst erfahren. Was sie mir dann doch irgendwie wieder sympathisch machte. Aber so 100%ig war ich nicht into her. Vermutlich soll man auch gar nicht komplett mit ihr sympathisieren.
Wir bekommen hier wirklich mal eine etwas andere Fantasy & ich möchte gar nicht zu viel verraten.
Das Buch ist kurzweilig, man ist schnell in die Welt um Tiran eingetaucht.
Das Magiesystem wirkt zwar kompliziert, aber man versteht es trotzdem ganz gut.
Die inneren Monologe waren mir bisweilen ein bisschen langatmig. Das Buch strotzt leider außerdem nur so von Textfehlern.
Der feministische Erklärungsversuch des Endes wirkt leider etwas halbherzig. Es gibt aber auch genug andere grausame Parallelen zu einer sehr viel realeren Welt die es dafür umso besser trifft.
Alles in allem und dafür das ich vorher so gar nicht wusste was auf mich zu kommt, gut!
Von Feuerbrand flüchtend, einem blitzartigen Stoß, dass ein Wesen oder einen Menschen brutal auslöscht, gelangt Thomil nach Tiran, einer magischen Stadt unter einer schützenden Kuppel.
Das erste Kapitel war super, viel gefühlt in diesen paar Seiten.
Im zweiten Kapitel steigen wir dann mit Scionas Geschichte ein und da waren so unglaublich viele Namen und es war sehr trocken. Wenn das der Anfang gewesen wäre, hätte das Buch mich wahrscheinlich wieder verloren.
Das Magiesystem war interessant: Eine Art altertümliche Schreibmaschine, in die man mathematische Runen-Formeln eingab, um aus der Anderwelt Energie für Zauber zu fördern.
Die Sprache war sehr überfüllt, angereichert mit vielen Wörtern, sehr wissenschaftlich, voll mit fremden Worten. Teilweise sehr philosophisch und bereichernd, aber auch sehr „schwer“. Es ist kein einfaches Fantasy Buch, es ist eher eine Beobachtung einer wissenschaftlichen Magie und deren Ursprung.
Es geht um religiösen Fanatismus, Ausbeutung, Frauenunterdrückung, Rassismus und mehr. Eine Liebesgeschichte ist es eher nicht.
Thomils und Scionas Geschichte sind aus der Erzählerperspektive geschrieben und ich weiß immer noch nicht, was ich von Sciona halten soll und dennoch kann man ihre Beweggründe als Frau voller Wut und Ehrgeiz gut nachvollziehen. Von Thomils Leben hätte ich gern mehr gelesen.
Gefühlstechnisch kam bei mir außer dem ersten Kapitel leider nicht viel rüber, aber es war dennoch eine sehr interessante und fesselnde Geschichte, die mal ganz anders aufgebaut war.
3,75 - 4 ⭐️
Am Anfang erfährt man von der dramatischen Flucht eines ganzen Volks (Coldonnae), das versucht über einen zugefrorenen See zum rettenden magischen Schutzschild von Tiran zu gelangen, ohne von Feuerbrand erwischt zu werden.
Diese sind flammenähnliche, tödliche "Wesen", die nur Verwüstung hinterlassen und sich sozusagen unter die Haut fressen und am Ende nur noch einen Haufen Knochen und Kleidung von dem Menschen hinterlassen.
Am Ende können sich nur Thomil und seine Nichte Carra nach Tiran retten, der komplette Stamm wurde während der Flucht innerhalb von Minuten ausgelöscht.
Leute wie Thomil und Carra, die von außerhalb des Schutzschildes kommen, nennen die Leute in Tiran Kwen.
Sie werden als dumme Hinterwäldler betrachtet und dürfen nur bleiben, wenn sie arbeiten können. Viele Tiraner nennen sie auch abfällig 'Brandler'.
In Tiran selbst lebt Sciona Freynan. Sie ist die erste Hochmagierin und somit die erste Frau am hohen Magisterium. Sciona lebt für ihre Arbeit und nimmt außerhalb ihrer Formeln nicht viel wahr. Sie ist nach dem Tod ihrer Mutter, bei ihner Tante Winny und Cousine Alba aufgewachsen.
Alles ändert sich, als Sciona für Ihre neue Arbeit, an der Erweiterung des Schutzschildes, "nur" den Kwen-Hausmeister Thomil zur Seite gestellt bekommt, während alle anderen Magier einen oder mehrere "richtige" Assisten zugewiesen bekommen.
Zum Magischen System: Mit einem Formelographen werden die Zauberformeln geschrieben (das ist wie eine Art Schreibmaschine). Also eine Art "Programmierung". Die Magie wird aus der "Anderswelt" gewonnen.
Bei der Zusammenarbeit lernt Sciona von Thomil viel über die Kwen, die außerhalb des Schutzschildes leben und wie dramatisch die Lebensumstände innerhalb von Tiran für sie ist.
Das ist ein sehr schönes, dramatisches Buch mit vielen unfassbar großen Themen, die hier brilliant verarbeitet wurden: Misogynie, Ausländerhass, Mobbing und Unterdrückung, Erniedrigung, Diskriminierung, patriarchalische Strukturen, Suizid uvm.
Auf den letzten Seiten habe ich wirklich nur noch geheult. 😭
Ich finde es einfach großartig und kann es nur empfehlen!
Zudem ist es ein standalone-Fantasywerk, das kommt ja auch nicht so oft vor.
Von Maya Lin Wang werde ich auf jeden Fall mehr lesen!
Und wie passend wurde bitte das Cover gestaltet? 😍
⚠️⚠️⚠️⚠️ Spoiler Alert ⚠️⚠️⚠️⚠️
Die Zusammenarbeit zwischen Sciona und Thomil ist überaus ergiebig. So entwickelt Sciona eine Art magischen Spiegel, um die Energiequellen der Anderswelt direkt zu sehen und nicht mehr schätzen zu müssen. Dabei lüften sie ein grausames Geheimnis: Die Energiequellen der Magie in Tiran sind Pflanzen, Tiere und Menschen aus der Kwen!
Betrachtet man die unfassbar großen Mengen an Magie die täglich in Tiran verbraucht werden, bedeutet das, es müssen viele Tiere und Menschen außerhalb des Schutzschildes sterben, das ist also der mysteriöse Feuerbrand, der die Existenz der Kwen zerstört.
Sciona erleidet nach der Entdeckung einen Nervenzusammenbruch und steht kurz vor dem Selbstmord, schmiedet dann allerdings einen kühnen Plan: Sie will allen Leuten in Tiran zeigen woher die Energie stammt die so sinnlos verbraucht wird.
Dies gelingt ihr auch dank Thomil und Carra, die ihr eine große Stütze sind. Zwischen Thomil und Sciona entwickelt sich mit der Zeit eine zarte Liebe, die allerdings keine Zukunft hat, denn natürlich kommt es zu
riesigen Tumulten als Sciona die "Spiegel" überall erscheinen lässt, wo Energie verbraucht wird.
Sciona wird ins Gefängnis gesteckt und soll dort auf ihre Verhandlung warten. Bei der Verhandlung selbst, entfaltet Sciona ihren finalen Plan, als sie zum Tode verurteilt wurde: Sie zerstört das komplette Magisterium, inklusive aller Magier, die sich aufgrund ihrer Verhandlung dort befinden. Das bedeutet leider auch, dass Sciona selbst Opfer des Feuerbrandes wird. 😭
Die Kwen verlassen daraufhin Tiran, um wieder in die Kwen zu ziehen, jetzt da es keinen Feuerbrand mehr gibt.
Ein wirklich gutes Fantasy Buch, ein Standalone, welches sich lohnt. Eine Geschichte mit starken Figuren, einem genialen Plot und einer wirklich starken Entwicklung, untermauert durch ein neues und geistreiches Magiesystem. Doch dieses Buch ist nicht nur gute Fantasy, sondern absolut gesellschaftkritisch. Es beschäftigt sich auf geniale Art und Weise mit den Abgründen menschlichen Seins und Handeln, mit Egoismus und Gier, mit kognitiver Dissonanz und kritischen reflektieren von Religion. Dabei lassen sich so viele reale Themen auf dieses Buch und seine Geschichte übertragen, von menschlichen und naturbedingten Katastrophen wie Diskriminierung und Rassismus, Klimawandel, über Frauenrechte und Gerechtigkeit in der Gesellschaft, bis hin zu Macht und Machterhalt ist alles dabei. Ob es das Ziel des Buches war, das weiß ich nicht. Doch ich habe mich dabei erwischt, diese Parallelen beim Lesen immer wieder hervorzurufen und das mag ich an Büchern wirklich. Wenn sie nicht nur unterhalten, sondern nachdenklich machen.
Das Ende ist darüber hinaus einfach gut gemacht und nicht so 08/15. (meine Meinung, das kann man gerne anders sehen).
Alles in allem eine absolute Empfehlung