Eine Jahrhunderterzählung aus weiblicher Sicht
Eine Jahrhunderterzählung über eine gewöhnliche und doch beeindruckende Frau. Eine irgendwie typische und doch zugleich einzigartige Ostbiografie. Und wieder einmal hat mich vor allem die Gleichzeitigkeit von schlichtem Alltag, Überlebenskampf und menschlichen Tragödien besonders berührt. Dabei gelingt es der Autorin mit ihrer bildhaften Sprache immer wieder mir Szenen in den Kopf zu setzen, wie aus einem schwarz-weiß DEFA-Film. Der Roman ist ein Blick zurück in untergegangene Zeiten und auf Menschen, die überlebten und deren Biografien normalerweise im Gang der Geschichte leicht verloren gehen. Wenn auch fiktiv, gib die Autorin hier einer Generation von Frauen Stimme und Gesicht. Eine empfehlenswerte Lektüre.


