Solide, aber kein Highlight. Die Wilde Jagd kam – und ging – ein bisschen zu hastig. Ich hoffe, Lorelei findet im nächsten Band wieder zu ihrer alten, scharfzüngigen Form zurück.
1. Inhalt In Fairhaven ist mal wieder Ausnahmezustand: Die Wilde Jagd zieht in die Stadt – und ihr Anführer hat nichts als Chaos im Gepäck. Als wäre das nicht genug, muss Lorelei auch noch einen ungebetenen Gast in ihrem Schloss ertragen, was ihre ohnehin komplizierte Beziehung zu Kane zusätzlich belastet. Und wie immer gilt: Wenn etwas schiefgehen kann, wird es schiefgehen – vorzugsweise mit magischem Knall und emotionalem Nachspiel. 2. Meinung Ich liebe diese Reihe für ihre Mischung aus Witz, Tempo und übernatürlichem Wahnsinn – doch dieser Band schwächelt leider ein wenig. Die Geschichte hat zwar gute Ansätze und bleibt handwerklich solide, aber der Charme und die freche Energie der früheren Teile fehlen. Lorelei wirkt ungewohnt blass, die Dynamik zwischen ihr und Kane stagniert, und einige Konflikte werden viel zu schnell aufgelöst. Positiv bleibt, dass man auch hier problemlos wieder in die Handlung findet, selbst wenn man ein paar Bände ausgelassen hat – ein echtes Plus für Gelegenheitsleser. Dennoch: Nach der rasanten, emotional dichten Entwicklung der Vorgänger fühlt sich dieser Band eher wie ein Zwischenspiel an als wie ein vollwertiger Teil der Reihe. 3. Fazit Solide, aber kein Highlight. Die Wilde Jagd kam – und ging – ein bisschen zu hastig. Ich hoffe, Lorelei findet im nächsten Band wieder zu ihrer alten, scharfzüngigen Form zurück.
