Sagen wir’s so: Es ist ein abgebrochenes Buch – aber kein schlechtes.
Ich war wirklich überrascht, wie sehr es mich am Anfang gepackt hat. Die Schreibweise wirkt zu Beginn etwas eigen, fast sperrig, aber je weiter man liest, desto mehr entwickelt sie ihren ganz eigenen Rhythmus. Sie wird flüssiger, lebendiger – und stellenweise richtig witzig. Die Dialoge sind ein echtes Highlight: natürlich, spritzig und mit einer Dynamik, die sich echt anfühlt. Auch die Charaktere mochte ich – sie sind greifbar, interessant und irgendwie charmant auf ihre schräge Art. Aber warum habe ich dann auf Seite 333 aufgehört? Ganz einfach: wegen Non-Consent-Inhalten (Vergewaltigung). Damit fühle ich mich grundsätzlich unwohl, und hier kam dieser Aspekt so plötzlich und intensiv, dass ich einfach nicht weiterlesen konnte. Es gab schon vorher Andeutungen, aber an dieser Stelle war für mich die Grenze erreicht. Vom Titelbild und der Beschreibung her hatte ich eine coole, dystopische Sci-Fi-Gay-Romance erwartet – und genau das war es anfangs auch. Spannend, ungewöhnlich, mit einer queeren Liebesgeschichte, die Potenzial hatte. Doch der Plot nahm irgendwann eine Wendung, die für mich persönlich einfach zu viel war.






