Tragisch schön.
Seit letztem Herbst liegt dieses Buch auf meinem TBR. Also habe ich das neue Jahr direkt damit begonnen. Zugegeben, ich habe keine “Triggerwarnungen” gelesen und mich ein bisschen verleiten lassen. Was das Buch nicht weniger gut macht. Denn ich fand es sehr gelungen. Schön geschrieben und eine richtig gute tiefgehende Story. Die Charaktere… hach ja auch die, schmerzhaft schön. Denn auch wenn wir hier von einem Happy End reden können, ist es kein happy-peppy-super-sunshine Buch. Aber schauen wir mal hin. Wir haben Kolja einen jungen Mann, der nie einen anderen Plan hatte als das Familienunternehmen zu übernehmen. Oder? Hat er doch andere Pläne? Das weiß er eigentlich selbst nicht so genau, denn der Gute steht eigentlich mit einem Bein bereits im Burnout. Bis er irgendwann die Erkenntnis gewinnt, dass er endlich mal was anderes braucht. Dieses Andere bringt ihn direkt vor Rubens Türe. Oder die des veralteten Planetariums, in dem der außergewöhnlich ruhige Mann arbeitet. Warum Ruben so unheimlich zurückhaltend ist und wie die beiden ihre eigene Zukunft und die des Planetariums in den Griff bekommen, erfahrt ihr in “Nach dem Sturm die Stille”. Worauf man unbedingt achten sollte, das Buch behandelt Themen wie Depressionen, Burnout, häusliche Gewalt und andere Themen aus dem Bereich Mental Health. Es ist streckenweise schwer “zum Zuschauen” besonders wenn man selbst ein bisschen Erfahrung mit solchen Themen gemacht hat. Wenn man sich dessen allerdings bewusst ist, erwartet einen, ein wirklich bewegendes Leseerlebnis.






