
Mutter der Braut Samantha Hayes Ich liebe ja Thriller jeder Art, aber solche mit Misstrauen und unterschwelliger Spannung nochmal mehr und einen solchen haben wir hier vor uns. Man wird eigentlich sofort in dieses: „Wem kann man eigentlich glauben?“ hineingeworfen und es wird mir jeder Seite prekärer. In Mutter der Braut begleitet man eine Familie kurz vor einer Hochzeit, doch statt Vorfreude liegt von Anfang an etwas Bedrohliches in der Luft. Geheimnisse, alte Verletzungen und Manipulationen ziehen sich durch die Geschichte und sorgen dafür, dass man ständig seine Verdächtigen wechselt. Besonders gelungen fand ich die Atmosphäre: unangenehm, angespannt und emotional aufgeladen. Samantha Hayes schafft es, die Figuren so authentisch und gleichzeitig undurchschaubar zu zeichnen, dass ich beim Lesen immer wieder gezweifelt habe, wer hier ehrlich spielt. Der Schreibstil liest sich angenehm flüssig, die kurzen Kapitel treiben die Handlung gut voran und das Tempo steigert sich kontinuierlich bis zum Finale. Die Hauptwendung konnte ich schon früh erahnen, der Tatsache geschuldet, dass ich in diesem Genre wirklich Zuhause und in sicheren Gewässern bin. Nichtsdestotrotz gab es die ein oder andere Nebenbaustelle, die mich doch überrascht hat und ja, ein winziges Detail war auch ein wenig drüber aber das tat dem Lesegenuss keinen Abbruch. Wer psychologische Thriller mit Familiendrama, toxischen Beziehungen und vielen Geheimnissen mag, sollte sich dieses Buch definitiv anschauen. Fazit: ⭐️⭐️⭐️




