
Kristy ist auf der Flucht vor den Geistern ihrer Vergangenheit und dem Blut an ihren eigenen Händen. Doch die Freiheit am Ozean ist trügerisch. In den Tiefen wartet Ordus, ein Kraken-König, gefangen in einem sterbenden Reich und einem uralten Fluch. Für ihn ist Kristy die Rettung; für sie ist er das nächste Monster in ihrem Leben. Meine Meinung Der Schreibstil von Avina St. Graves hat etwas herrlich Rohes und zugleich Melancholisches. Es ist eine Begegnung zweier Welten, die eigentlich nicht füreinander bestimmt sind. Besonders faszinierend fand ich die tiefe Kluft zwischen ihnen: Ordus ist kein Mensch in Verkleidung. Seine Unwissenheit über Kristys Zerbrechlichkeit, der Moment, in dem er ihr Meerwasser zum Trinken anbietet, unterstreicht die düstere Realität ihrer Gefangenschaft. Er ist gefährlich, er ist fremdartig, und doch ist seine verzweifelte Bemühung, sie mit Dingen aus ihrer eigenen Welt zu versorgen, fast schon schmerzhaft poetisch. Doch der wahre Lichtblick in dieser düsteren See ist der Shark Dog. Ein Wesen, das zwischen Raubtierinstinkt und der Sehnsucht nach einem „Good Boy“-Lob schwankt. Die Art und Weise, wie er Kristy mit Kokosnüssen versorgt, bringt eine Prise Wärme in die salzige, raue Atmosphäre des Buches. Fazit Ein Buch wie ein Sturm auf hoher See: dunkel, unvorhersehbar und berauschend. Wer Monster-Romance liebt, die nicht davor zurückschreckt, das „Monster“ auch wirklich monströs sein zu lassen, wird an The Saltwater Curse nicht vorbeikommen.






