Mom, was verbirgst du vor mir?
Die Irin Maeve O‘Connor hat die grüne Insel verlassen, nicht nur um als Restauratorin in San Diego Karriere zu machen, sondern auch um Abstand zu ihrer Mutter zu bekommen, von der sie sich ungeliebt fühlt. Als diese überraschend stirbt, vermacht sie ihr ein verwunschenes Cottage im kleinen Städtchen Fairy Sands an der irischen Westküste. Das Haus birgt ein dunkles Geheimnis ihrer Mutter, das sie mit Sean, der anscheinend auch eine Beziehung zum Cottage hat, ergründen möchte. Die Suche nach der Wahrheit gerät für sie zu einer Berg und Talfahrt der Emotionen. Doch das, was sie dann erfährt, droht ihre ganze Welt zum Einstürzen zu bringen . . . In diesem Buch lässt uns Emily Ferguson die ganze Bandbreite an Emotionen bei Maeve begleiten, von großer Freude bis grenzenloser Trauer, von großer Zuversicht bis tiefster Verzweiflung ist alles dabei. Als Leser kann man sich ganz in Maeve hineinversetzen, man kann aber nicht nur ihre Trauer und Zweifel spüren, sondern auch die Lebensfreude, die ihr in diesem kleinen, ja fast magischen Ort begegnen. Ihr Blick auf ihre Mutter wurde immer klarer und offener, je mehr sie deren Beweggründe kennengelernt hatte. Es gab sehr viel zu klären und zu verzeihen, dennoch kamen die Freuden des Lebens nicht zu kurz. Es war auf alle Fälle ein großes Lesevergnügen, Maeve (deren Namen übrigens „die Berauschende“ oder „Quelle großer Freude“ bedeutet) auf ihrem Weg zu begleiten. Gerne würde ich auch Fairy Sands besuchen, aber mit den nächsten Bänden kann ich das ja zumindest literarisch 😉









