Ich traue mich fast nicht, meine Meinung zu dem Buch zu schreiben, da es viele so toll finden. Vielleicht lag es auch am Medium Hörbuch bzw. an der Ich-Form im Präsens, dass ich keine emotionale Beziehung zu den Protas aufbauen konnte. Zuerst das Positive: Das Buch ist sicher gut geschrieben und ich bereue es etwas, dass ich es nicht auf Englisch gelesen habe. Es wurde als sehr komplex beschrieben, weshalb ich mich nicht daran getraut habe. Das Setting in einer Art apokalyptischer Welt nach römischem Vorbild, vermischt mit etwas Science Fantasy, gefiel mir ebenfalls. Ich hätte mir allerdings wesentlich mehr Science gewünscht als Dark Academia. Die Gespräche des Protas mit seinem Vater fand ich sehr gut. In einem ging es eben auch um die Frage, was einen guten Herrscher ausmache und ob man nicht lieber lebe als einen ehrenhaften Tod zu sterben. Ich mag ja politische Fantasy gerne und diese Fragestellungen empfand ich als sehr wichtig. Auch die Intrigen der drei Säulen der Hierarchie haben mir ganz gut gefallen. Die Kapitel auf der Insel empfand ich als wirklich spannend. Und ...mein Lieblingscharakter: Der Wolf.☺️ Wie schon oben gesagt, gefiel mir die Ich-Erzählform im Präsens so gar nicht. Vielleicht lag es auch daran, dass ich zum Hauptprota keine Beziehung aufbauen konnte. Er war ja sowieso eine Art Überflieger und dazu noch bescheiden und hilfsbereit. Ich denke, dass ich die Botschaft des Autors hier durchaus spüren konnte, aber Vis ging mir einfach irgendwann auf die Nerven. Durch den Erzählstil kam er mir oft fast überheblich vor, obwohl er das eigentlich nicht war. Außerdem hat er oft etwas erklärt, das auch aus dem Kontext hätte erschlossen werden können und so gab es für mich als Leserin nicht viel mitzudenken. Auch seine Mitstreiter und Gegner fand ich recht fad. Zwischendurch gab es dann auch sehr moderne, eher flapsige Sprache, die nicht zum Rest passte. Ich werde trotzdem weiterlesen, weil ich einfach mehr über die Welt, den Kataklysmus, die Intrigen und über die Vorgänge auf der Insel erfahren möchte. Ich hoffe auf mehr Science im zweiten Band; und hatte vermutlich einfach mehr im Stil von Robert Jackson-Bennet und Mark Lawrence erwartet. Ich bin gespannt, ob mir die Fortsetzung besser gefällt.
Grandiose, fantastische Geschichte
Mich hat Will of the many vom ersten Moment an gecatcht, so doll, dass ich mich fast ärgere es gehört und nicht gelesen zu haben. Allerdings ist Stefan Kaminski wieder einmal großartig, eigentlich ist seine Stimme immer ein Garant für ein gutes Hörbuch. In diesem Fall ist die Geschichte die er erzählt auch großartig. Ein halber Stern Abzug weil der Protagonist Vis ein ziemlicher Alleskönner ist und mit seinen 17 Jahren zu trainiert, zu gebildet, zu gestählt und zu reflektiert erscheint. Zum Glück hat er zumindest seinen Zorn nicht immer perfekt im Griff, sonst könnte man meinen er sei ein kleiner Gott. Die Geschichte allerdings ist durchweg spannend und gut erzählt, es gibt ein paar gute Wendungen, auch wenn einige davon ziemlich vorhersehbar sind. Auch am Ende überrascht mich nur ein Detail wirklich, das dann aber schon so richtig. Mich hat es jedenfalls gereizt direkt Band 2 anzufangen.
Der Anfang ist gemacht
Aus meiner Sicht eine komplett neue fantasy. Die Idee des willens habe ich so noch nie gelesen und bin davon sehr begeistert. Leider ist hier auch der Grund für den einen Stern Abzug zu finden. Mir wird dies nicht ausführlich genug beschrieben. Ich bin mir nach fast 30 Stunden hörbuch immer noch nicht sicher, wie willensübergabe funktioniert und welche Macht diese verleiht. Außer, dass es mächtig macht ^^ Aber die Intrigen und die vielschichtigen Charaktere (mit Ausnahme des Protagonisten, der ist etwas arg stereotyp 😅) machen das Buch so spannend, dass ich es kaum ausmachen konnte. Ich hoffe sehr, dass im zweiten Band etwas mehr zum Willenssystem kommt, dann bin ich sehr glücklich
This is apparently a super unpopular opinion, but Vis was simultaneously being the most boring, and most annoying main character ever? He is the Gary Stu amongst all Gary Stus. The smartest, strongest, wittiest. Also, he has the plotties plot armor that has ever plot armored. Whatever mistake he makes, he just never gets caught. After a while, it got boring. Vis describes himself as not very popular, but everyone is super nice to him, and even helps him climb the ranks? The only character Vis has ANY chemistry with though, is Eidhin. Everyone else is just so damn beige and forgettable, I don‘t even know what most of the characters are supposed to look like. And since Vis is so morally superior, I cannot even feel sorry for what happened in his past. Whenever he talks or thinks about his family, it feels clinical, matter of factly. I couldn‘t care less. The only really interesting thing for me is the magic system, and that was explained poorly. It doesn‘t even play THAT big of a role in this book, I feel. Could have been any other kind of magic that was used to do the stuff that was done with it. So in conclusion, I don‘t get it.



