
„A Very Stalker Christmas“ ist eine kurze, spicy Holiday-Novella, die genau das liefert, was der Titel verspricht: ein sehr spezielles Set-up, ein obsessiv-beschützender MMC und eine humorvolle, leicht chaotische Christmas-Atmosphäre. Was mir besonders gefallen hat: Der männliche Hauptcharakter ist nicht perfekt — und das bewusst. Seine Fehler, seine obsessive Art und seine schrägen Gedanken erinnern mich an die *Perfectly Imperfect*-Reihe von Neva Altja. Dieses leicht toxische, aber trotzdem charmante „perfectly broken“ Feeling passt richtig gut zur Dynamik. Gleichzeitig hat das Buch genau den Humor, der auch in *Lights Out* so gut funktioniert: leicht drüber, ein bisschen absurd, aber dadurch super unterhaltsam. Aber: Die Novella ist viel zu kurz. Man merkt, wie viel Potenzial in den Charakteren steckt, und gerade der Schluss kommt viel zu abrupt. Ich hätte mir definitiv eine längere Version gewünscht, in der die Beziehung, die Spannung und vor allem die Hintergründe des MMC mehr Raum bekommen. Trotzdem war es eine witzige, spicy und ungewöhnliche Weihnachtslektüre für zwischendurch – perfekt für alle, die Dark Romance-Vibes mögen und über ihre Charaktere auch mal laut lachen können. Fazit: 3,5 Sterne – unterhaltsam, originell, mit starken Vibes… aber einfach zu kurz, um das volle Potenzial auszuspielen.



