
A Curious Kiss vermittelt von Beginn an deutliche Supernatural-Vibes, was vor allem Fans von urbaner Fantasy und übernatürlichen Elementen ansprechen dürfte. Die Atmosphäre ist solide aufgebaut, allerdings sind viele Handlungselemente stellenweise sehr vorhersehbar, wodurch die Spannung für mich leider etwas verloren ging. Die Hauptfigur Jess ist dabei keine typische Heldin. Statt der klassischen starken, makellosen Protagonistin erinnert sie eher an Dean Winchester. Sie hat ein loses Mundwerk, wirkt schlagfertig und manchmal respektlos, kennt jedoch ihre eigenen Schwächen sehr genau. Positiv hervorzuheben ist, dass sie diese nicht ignoriert, sondern gelernt hat, sie gezielt auszugleichen. Das macht sie grundsätzlich zu einer interessanten Figur, auch wenn sie mich emotional nicht vollständig abholen konnte. Der Schreibstil ist flüssig, leicht verständlich und sorgt dafür, dass man schnell durch das Buch kommt. Es eignet sich gut als kurze Lektüre für zwischendurch, ohne große Konzentration zu erfordern. Genau darin lag für mich jedoch auch das Problem: Trotz der soliden Grundidee fehlte mir die Tiefe und Spannung, um wirklich mitzufiebern. Über weite Strecken hat mich die Geschichte eher gelangweilt, da Überraschungen ausblieben und sich vieles früh abzeichnete. Fazit: A Curious Kiss ist ein leicht zu lesendes Urban-Fantasy-Buch mit übernatürlicher Atmosphäre und einer untypischen, durchaus sympathischen Hauptfigur. Wer vorhersehbare Handlungen nicht scheut und einfach etwas Lockeres für zwischendurch sucht, könnte hier fündig werden. Für mich persönlich fehlte jedoch der nötige Reiz, weshalb ich die Reihe nicht weiterlesen werde.










