Eine Zeitreise zurück nach 2011. Computer-Nerds, LAN-Parties, Energy-Drinks... Auch wenn ich mich zu dieser Zeit eher in der Elternrolle befunden habe, fand ich die Geschichte gut und realistisch erzählt. Klappers Zerrissenheit hat mich berührt.
Thomas ist so dünn, dass es bei seinen Bewegungen klappert. Da hat er schnell den Spitznamen „Klapper“ weg. Er versucht den aber ohnehin so wenig wie möglich zu hören. Schule ist eine unangenehme Pflichtveranstaltung, soziale Kontakte gibt es nur im Netz und dort meist bei Counter-Strike, natürlich nicht unter seinem richtigen Namen. Alles ändert sich, als ein neues Mädchen in Klappers Klasse kommt. Sie ist GROß, echt groß und möchte „Bär“ angesprochen werden. Bär setzt sich freiwillig genau neben Klapper. Aber sprechen wird Klapper natürlich nicht mit ihr. Bis er herausfindet, dass Bär Counter-Strike zockt… Ein Coming-of-Age-Roman halt. Nicht unterirdisch, aber auch keine Offenbarung. Die Hauptfiguren waren mir ein bisschen zu blass, die Handlung ist okay. Kann man lesen, muss man aber nicht.
Ein eher trauriges Buch indem alles auf ein Ereignis zusteuert. Es passiert nicht viel, geht eher um zwischenmenschliche Beziehungen. Ich mochte es gerne, zwischendurch hatte es aber Längen für mich.
witzig und emotional, aber nicht für mich
Wäre das nicht unser Buchclub Read gewesen, hätte ich es wohl gar nicht gelesen. Es wird von Klappers bzw. Thomas Leben erzählt. Ein Gamer, Nerd, Aussenseiter mit einer schwierigen Familiendynamik und sozialen Mühen. Er lernt dabei Bär kennen, die auch ihre Probleme mit sich bringt. Sie werden ein Duo mit gemeinsamen Interessen. Ich weiss nicht ob es am Schreibstil lag, oder an der Geschichte selbst, aber es liess mich emotional ziemlich kalt. Auch die genannte witzige Seite der Geschichte kam bei mir nicht an. Ich fühlt mich eher die ganze Zeit unwohl beim Lesen. Demnach war es für mich eher mühsam durch die Geschichte zu kommen und bei ca. 60% habe ich es dann aufgegeben. Ich sehe jedoch das Potenzial der Thematik (coming of age, gaming, Freundschaft), was für viele spannend war. Es scheint wohl einfach nicht bei mir angekommen zu sein.
Coming out of Age
Klapper, ein schmächtiger Junge, dessen Körper in der Pubertät klappriger ist als der eines alten Mannes, wohnt in einer Kleinstadt und führt wohl ein normales bürgerliches Leben. Sein Vater will mehr sein, als er eigentlich ist, die Mutter kämpft mit psychischen Problemen. Klapper liebt Metal und Counter Strike und hasst seine Mitschüler. Bis Bär in die Klasse kommt und den Einsiedler Klapper aus der Reserve lockt. Ein typischer Coming out of Age-Roman, der lustig, unterhaltsam, nostalgisch und auch traurig ist. Vor allem hat mir gefallen, dass wir sowohl die Perspektive als Teenager als auch als Erwachsener mit Mitte 30 erleben. Zwischen flapsigen Teenager-Gedanken verstecken sich auch einfühlsame Sätze wie „Und man brauchte eine Umarmung am meisten, wenn man sie am wenigsten verdiente“ (S. 125 im eBook) - die mir wirklich gut gefallen haben.
Guter Ansatz, aber leider unter den Möglichkeiten geblieben
„Klapper“ klang für mich auf dem Papier nach einem echten Highlight: Themen wie Gaming, Coming of Age, eine schwierige Elternbeziehung – das alles verspricht viel Tiefe und die Chance, in die eigenen Teenager-Jahre zurückversetzt zu werden. Doch leider ist der Funke bei mir nicht ganz übergesprungen. Die Freundschaft zwischen Klapper und Bär, die im Klappentext als zentral und innig dargestellt wird, fühlte sich für mich eher wie ein zarter Anfang an, der nie so richtig in die Tiefe geht. Die Figuren blieben insgesamt schwer greifbar, und ich hatte bis zum Schluss Mühe, eine echte Verbindung zu ihnen aufzubauen. Gerade die Beziehung der beiden hätte mehr Raum verdient – 200 Seiten mehr hätten dem Buch gut getan, um die Charakterentwicklung glaubwürdiger und emotional greifbarer zu machen. Es gab gute Momente, die auf das Potenzial des Romans hingewiesen haben. Doch insgesamt bleibt das Buch für mich hinter seinen Möglichkeiten zurück – schade, denn die Voraussetzungen waren definitiv da. Fazit: „Klapper“ ist ein Roman mit richtig guten Voraussetzungen und viel Potenzial, aber emotional hat es mich nicht ganz abgeholt. Für Fans des Genres sicher lesenswert, aber mit Luft nach oben.
Ballerspiele, Zitroneneistee & Sommer
ComingOfAge, Außenseiter, Ballerspiele & die Neue. -Rezensionsexemplar- . Genre: Ein Roman, der das Jugendlich sein als Ausenseiter einfängt. Witzig, tiefgründig, anders und gewaltig einfach. Zwischen deutschem Neid, Familiendynamik, Nerdtum & der ersten zarten Liebe. . Setting: Klapper ist ein schlacksiger ComputerNerd. Nach den Sommerferien, die er vorm altersschwachen PC beim Map bauen für ein Ballerspiel verbracht hat, hockt sie die Neue ausgerechnet neben ihn. Bär und Klapper - klingt nach dem SommerThema des Jahres! . Schnapp dir einen Kaffee & tauch ein in diesen einen Sommer.
Coming of Age
Klapper ist ein Außenseiter, bis Bär in seine Klasse kommt. Sie setzt sich nicht nur auf den leeren Platz neben ihm in der Klasse, sondern füllt auch die Leerstelle in seinem Leben aus... Wir lesen vom Leben an der Schwelle zum Erwachsen werden, von einer seltsamen Freundschaft und noch seltsameren Familien. Gleich zu Beginn der Geschichte kündigt der Autor eine dramatische Wendung an, diese kommt auch wie erwartet. Der Roman ist getragen von einer melancholischen Grundstimmung, seine Hauptpersonen beschreibt der greifbar, ich hätte Klapper und Bär gern in meine Küche eingeladen und ihnen bei heißem Kakao eine mütterliche Umarmung geschenkt. Die Beschreibung der Räumlichkeiten ist absolut stark, mit wenigen Worten beamt der Autor seine Leserschaft in Jugendzimmer des Jahres 2011, lässt uns Staub atmen und ZitronenKrümelEistee schmecken, während die PCs im Dämmerlicht surren. Ein emotionales Buch, dass sich kurzweilig lesen lässt und mit sympathischen Protagonisten punktet.
Klapper und Bär, die ungleichen Freundschaft
Klapper, der Außenseiter, der keine Freunde hat und die ganze Zeit in seinem Zimmer vor dem PC verbringt mit der Körperhygiene nicht so hat und auf Band T-Shirts steht. Ist ein Bilderbuch Nerd. Sein Leben verändert sich als Bär in die Klasse kommt. Auch eine Außenseiterin, aber eine mit Selbstbewusstsein die vor nichts Angst hat. Die Geschichte hat alles. Ich musste lachen, ich musste weinen . Hat mir sehr gut gefallen.








