29. Apr.
Rating:3.5

In diesem kurzen, aber sehr persönlichen Buch erzählt Piera Isabella Bernamonti vom Aufwachsen zwischen drei Kulturen – die Mutter ist aus Kuba, der Vater aus Italien und die Familie lebt in Österreich. Zunächst berichtet sie vor allem von den diskriminierenden Erfahrungen, die sie während ihrer Schulzeit machen musste, gegen Ende des Buches geht sie noch einmal generell auf das Thema Alltagsrassismus und auch ihre Erkrankung an Endometriose ein. Die Kapitel sind kurz und einfach geschrieben, die Übergänge leider teilweise etwas abrupt; passagenweise versucht sich die junge Autorin auch an einem spielerischen Zugang zur Sprache, was mir sehr gut gefallen hat! Es gehört auf jeden Fall eine große Portion Mut und Stärke dazu, so offen über die Wunden, die einem durch Rassismus und Diskriminierung zugefügt wurden, zu schreiben und ich bin froh, dass es auch immer Leute in Bernamontis Leben gab, die sie unterstützt haben und dass sie letztendlich nie den Glauben an sich selbst und ihr Talent verloren hat.

Wunden (er)zählen
Wunden (er)zählenby Piera Isabella Bernamontiepubli
2. März
Ein Juwel. 🤍
Rating:4.5

Ein Juwel. 🤍

„Für Kuba bin ich zu spanisch. Für Spanien zu kubanisch. Für Italien zu österreichisch. Und für Österreich, naja, das ist manchmal ein Rätsel für sich. Dialekt: Oida jo. Aber Aussehen? Najo.“ 💭 Worum geht’s? Um all die unsichtbaren Wunden, die uns das Leben im Laufe der Jahre so zufügt. Um Zugehörigkeit, Diskriminierung, Hoffnungen und Träume. Darum, Migrantin zu sein, ständig gefragt zu werden: „Und woher kommst du wirklich?“ Und am Ende geht es auch darum, die Vision einer besseren Welt zu entwerfen und sich für diese einzusetzen. 💭 Meine Meinung Das Buch von @pierabernamontibooks war wirklich etwas ganz Besonderes. Der erste Teil erzählte von den ganz persönlichen Erfahrungen von Piera, von Lehrer:innen mit Vorurteilen, dem Aufwachsen mit mehr als nur einer Muttersprache und davon, sich viel zu jung schon irgendwo viel zu fremd zu fühlen. Der 2. Teil warf einen kritischen Blick in unsere Gesellschaft und erzählte unter anderem davon, als junge Frau noch nicht einmal die eigenen Krankheitssymptome vollkommen für sich beanspruchen zu können, ohne dass jemand versuchen würde, sie einem abzusprechen. Piera fasste all diese Ungerechtigkeiten, die oft klein daherkommen und doch sehr groß sind, in eine so schöne und gefühlvolle Sprache, die ich sehr gerne mochte. 💭 Fazit Ein Buch, das mich auf seinen wenigen Seiten wirklich tief berührt hat. Es ließ etwas in mir heilen und ich hoffe, dass es allen Frauen, die als Mädchen ähnliche Erfahrungen wie Piera machen mussten, (nicht ganz) zufällig in die Hände fällt.

Wunden (er)zählen
Wunden (er)zählenby Piera Isabella Bernamontiepubli
1. März
Ein absolut emotionales Herzensbuch🫶🏼
Rating:5

Ein absolut emotionales Herzensbuch🫶🏼

Puh, wie bzw. wo fange ich nur an?! Vielleicht damit, dass ich soeben die letzten Worte dieses wundervollen Herzensbuches gelesen und so sehr gefühlt habe, dass sich eine Träne, aus meinem Augenwinkel, geradewegs auf meine Wange hinab schlich. Gepaart aber auch mit einem stolzen Lächeln auf meinen Lippen und einem Jubelschrei tief aus meinem Herzen: „𝗬𝗘𝗦 𝗚𝗜𝗥𝗟 𝗬𝗢𝗨 𝗗𝗜𝗗 𝗜𝗧“! Du hast es allen gezeigt! Hast an dich geglaubt, dich nicht unterkriegen lassen und bist immer aufgestanden, egal wie schwer die Last auf deinen Schultern und in deinem Herzen schien und drohte dich nach unten zu ziehen. Ich kann nur sagen ich bin (unbekannter Weise) unfassbar stolz auf dich, als Kind, Jugendliche und auf dich als Frau! Man vergisst oft, welche Privilegien man als Weiße/r hat. Das man dem von der Gesellschaft erschaffenen „Standard“ entspricht und sich keine großartigen Gedanken über vielerlei Dinge machen muss. Sowas macht mich einfach traurig, wütend und zugleich fassungslos. Nicht nur traurig, dass es die Realität ist, sondern, dass man es manchmal einfach vergisst.. Sollte es nicht wundervoll sein bilingual aufzuwachsen, verschiedene Kulturen zu kennen und Leben zu dürfen. Das Herz, die Familie, auf der Weltkugel verteilt zu haben. Ich habe immer meine Freunde beneidet, die zwei- oder mehrsprachig aufgewachsen sind, habe mir gewünscht meine Kinder später auch so erziehen zu können. Weltoffen. Doch hat mein junges Ich nicht verstanden, was oft wirklich dahintersteckt. Zurückweisung, Ablehnung, Trauer, Durchhaltevermögen und enormer Mut. Und genau das behandelt dieses Buch. Es erlaubt Einblicke tief ins Innere eines unschuldigen Mädchens, welche doch einfach nur genauso wie jedes andere unbeschwert leben und ihrem Traum einen Schritt näher kommen wollte. Auf diesem Weg sollten neben den Erziehungsberechtigten gerade Erzieher, Lehrer, Betreuer und jegliche anderen Personen in pädagogischen Berufen unterstützend mitwirken. Eingreifen, aufklären und NICHT wegschauen und erst recht NICHT selber diskriminierend und verletzend agieren. Die Kindheit sollte doch aus strahlenden Kinderaugen, lautem Lachen, Unbeschwertheit und Leichtigkeit bestehen. Nicht aus tränenerfüllten Augen und einem schmerzerfüllten, ernsten Ausdruck im Gesicht. Doch behandelt dieses Buch in der zweiten Hälfte weitere Themen, wie Lieblingsfarben, die Kraft von Worten und Taten, Unsichtbarkeiten und dem gesellschaftlichen Druck. Ich könnte noch so vieles Schreiben, würde so gerne so viele Sätze aus dem Buch zitieren, doch überzeugt euch selbst davon, denn ich kann aus tiefstem Herzen sagen: „Lies dieses Buch“. Es ist nicht lang, aber hinterlässt seine Spuren.👣♥️ Denn wie Piera so schön sagt: „𝗗𝗶𝗲 𝗯𝗲𝘀𝘁𝗲𝗻 𝗕ü𝗰𝗵𝗲𝗿 𝘀𝗶𝗻𝗱 𝗻𝗶𝗰𝗵𝘁 𝗻𝘂𝗿 𝗱𝗶𝗲, 𝗱𝗶𝗲 𝘂𝗻𝘀 𝗶𝗻 𝗻𝗲𝘂𝗲 𝗪𝗲𝗹𝘁𝗲𝗻 𝗲𝗻𝘁𝗳ü𝗵𝗿𝗲𝗻, 𝘀𝗼𝗻𝗱𝗲𝗿𝗻 𝘂𝗻𝘀𝗲𝗿𝗲 𝗪𝗲𝗹𝘁 𝘃𝗲𝗿ä𝗻𝗱𝗲𝗿𝗻!“

Wunden (er)zählen
Wunden (er)zählenby Piera Isabella Bernamontiepubli
26. Feb.
Rating:4

Wunden (er)zählen ist ein Buch, das schwer in Worte zu fassen ist – nicht, weil es schlecht wäre, sondern weil es so tief geht, dass jede Beschreibung dem eigentlich Erlebten kaum gerecht wird. Piera Isabella Bernamonti gibt uns einen ehrlichen, ungefilterten Einblick in ihre eigenen Erfahrungen mit Diskriminierung, Identität und Schmerz – Wunden, die von außen unsichtbar bleiben, aber das Leben prägen. Dabei bleibt sie nicht bei ihrer persönlichen Geschichte, sondern macht deutlich, dass sie mit ihren Erlebnissen nicht allein ist. Das Buch zeigt auf eindrückliche Weise, wie viel Kraft Worte haben können – sowohl die verletzenden als auch die heilenden. 🖤💪 Von der ersten Seite an hat mich Pieras Schreibstil gefesselt. Sie schreibt poetisch und doch direkt, emotional, aber niemals überdramatisiert. Ihre Worte haben Gewicht, und es fühlt sich an, als würde sie direkt mit einem sprechen. Besonders beeindruckend ist, dass sie für jedes Thema genau den richtigen Ton trifft – mal sachlich, mal voller Wut, mal mit leiser Traurigkeit, aber immer mit der Kraft, etwas zu bewegen. 🔍💬 Das Buch ist in zwei Teile gegliedert: Der erste konzentriert sich auf die persönlichen Erlebnisse der Autorin, insbesondere ihre Erfahrungen mit Rassismus und Ausgrenzung. Doch Piera zeigt auch, wie wichtig Unterstützung ist und dass selbst kleine Gesten große Auswirkungen haben können. Der zweite Teil des Buches weitet den Blick und befasst sich mit Vorurteilen im Allgemeinen. 💔 Ich habe das Buch in einer einzigen U-Bahn-Fahrt gelesen – und es hat mich ehrlich berührt. Manche Stellen haben mich wütend gemacht, andere traurig, aber vor allem haben sie mich zum Nachdenken gebracht. Ich wünschte, ich könnte sagen, dass mich die geschilderten Erlebnisse überrascht haben, dass ich es nicht nachvollziehen kann – aber das wäre gelogen. Genau deshalb ist es so wichtig, dass dieses Buch gelesen wird. Für alle, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben, als Zeichen, dass sie nicht allein sind. Und für alle anderen, um zu verstehen, was es bedeutet, sich immer wieder beweisen zu müssen, nur weil man nicht in eine gesellschaftliche Norm passt. 🧠💭 Fazit: Wunden (er)zählen ist ein Buch, das weh tut, aber genau das soll es auch. Es öffnet Augen, es fordert Empathie und es bleibt im Kopf. Ich danke Piera für das Rezensionsexemplar und vor allem dafür, dass sie den Mut hatte, ihre Geschichte zu erzählen. Wer sich mit struktureller Diskriminierung und den Narben, die sie hinterlässt, auseinandersetzen möchte, sollte dieses Buch unbedingt lesen. ⭐⭐⭐⭐

Wunden (er)zählen
Wunden (er)zählenby Piera Isabella Bernamontiepubli
16. Jan.
Rating:5

»Wohin mit dem Schmerz unsichtbarer Wunden, die man lange verschweigt?«

In Wunden (er)zählen spricht die Autorin Piera Isabella Bernamonti über eigenen Erfahrungen und Emotionen die sie als multikulturelle Person im Laufe ihres Lebens erfahren musste, aber auch über weitere gesellschaftlich bedeutende Themen, die jeden von uns betreffen oder ansprechen sollten. Besonders ihre Erfahrungen als Kind mit multikulturellen Wurzeln haben mich dabei berührt. Situationen, die viele von uns niemals erleben müssen, die aber dennoch passieren. Sie schafft Sensibilität für genau diese Themen und regt zum Nachdenken an. Ich habe ihren Schreibstil sehr gemocht und bin nur so durch die Seiten geflogen. Das Buch ist kurz und daher schnell zu lesen. Ich würde es jedem ans Herz legen!

Wunden (er)zählen
Wunden (er)zählenby Piera Isabella Bernamontiepubli
31. Okt.
Rating:4

„Meine Fantasie war nicht nur eine Fähigkeit, sondern ein Schutzschild, dass mich vor den Problemen um mich herum bewahrte.“ ✨ In Wunden (er)zählen erhält man Einblicke in verschiedene Momente und Ereignisse aus der Kindheit bzw. Jugend der Autorin. 📖 Sie wurde schon in jungen Jahren mit Diskrimierung und Ausgrenzung konfrontiert, ob in der Schule oder in ihrem Privatleben. Es gab immer wieder Situationen, die sich ereignet haben sowie Worte die gefallen sind und tiefe Wunden hinterlassen haben. 🥺 Diese Wunden werden im Laufe der Geschichte verarbeitet und Stück für Stück kommt es zur Heilung, auch wenn der Prozess natürlich nicht einfach ist. ❤️‍🩹 Es werden gesellschaftliche Themen angesprochen und behandelt, wodurch man deutliche Einblicke dafür bekommt, was viele negative Erfahrungen für Auswirkungen haben können. ☹️ Man versucht sich zu verbiegen, allem und jeden gerecht zu werden, um Dazugehörigkeitsgefühl und keine Ausgrenzung mehr zu erfahren. Schlussendlich verliert man aber den Bezug zu sich selbst und das was eigentlich zählt, nämlich das Menschsein verschwimmt. 😶‍🌫️ Der Weg zur Selbstfindung und die Akzeptanz für den Charakter, der man ist, war für mich greifbar sowie bildhaft dargestellt, denn man sollte sich nie dafür schämen wer man selbst ist. 🫶🏻✨ Für mich war es anschaulich und echt! 💞

Wunden (er)zählen
Wunden (er)zählenby Piera Isabella Bernamontiepubli
29. Okt.
Worte die ins Herz treffen❤️‍🩹
Rating:5

Worte die ins Herz treffen❤️‍🩹

Ach Piera 🥹 keine Worte treffen mich so ins Herz wie deine ❤️‍🩹 Deine Geschichte lässt mich alles fühlen: Schmerz, Trauer, Wut und Liebe. Und lässt mich gleichzeitig auch ein bisschen nachdenklich zurück. Nachdenklich über die Welt in der wir Leben, das Verhalten der Menschen und wieso alles so ist, wie es ist. Deine Geschichte lässt mich ein bisschen mehr über mich selbst nachdenken. Über mein Verhalten, meine Gedanken und mein Verhältnis zu mir selbst. Alles was hier in dieser kurzen Geschichte angesprochen und thematisiert wird ist so unglaublich wichtig! Dabei geht es nicht nur Pieras Geschichte, sondern um die vieler anderer auch. Jede Geschichte ist zwar verschieden, aber das Leid das verursacht wird, ist doch immer das gleiche. Auch wenn jeder anders damit umgeht. Die Geschichte ist tiefgründig, gefühlvoll und regt zum nachdenken an. Und zeigt aber gleichzeitig, wie wichtig es ist an sich selbst zu glauben. Und niemals, wirklich niemals seine Träume oder Wünsche aufzugeben, nur weil sie für andere Menschen unrealistisch erscheinen.

Wunden (er)zählen
Wunden (er)zählenby Piera Isabella Bernamontiepubli
26. Okt.
Rating:4

Ein wirklich wichtiges und schönes biografisches Werk! ❤️‍🩹🕊️💫

Piera beschreibt in ihrem Buch Dinge, die sie von frühen Kindertagen bis hin zum Erwachsenenalter als multikulturelle Frau geprägt haben. Dazu ist die Geschichte in 2 Teile geteilt. Der erste Teil befasst sich mit diskriminierenden Erfahrungen, die sie als Kind gemacht hat, was mich echt betroffen zurückgelassen hat. Der zweite Teil handelt von einigen gesellschaftlich relevanten Themen, bei denen auch ich mich sehr gehört gefühlt habe. Sich unsichtbar fühlen und faktisch unerfüllbare Erwartungen an sich selbst zu haben, sind Dinge, mit denen wir uns alle auseinandersetzen, gewollt oder ungewollt. Das Buch hat kurze Kapitel und richtig schöne Illustrationen dazwischen! Habe es sehr geliebt! 🥰

Wunden (er)zählen
Wunden (er)zählenby Piera Isabella Bernamontiepubli