Anfangs hatte ich etwas Probleme in die Welt einzutauchen und durchzublicken, aber sobald der Schalter umgelegt war, habe ich es bis ganz zum Schluss geliebt!
Fiona Sironic malt eine unglaublich beängstigende Zukunfts-Welt, die so erschreckend und gleichzeitig irgendwie realistisch ist. Sie spannt Zusammenhänge und baut eine Welt, wie ich sie mir nicht wünsche, aber wie ich sie mir bei unseren aktuellen Entwicklungen in weiter Ferne wirklich vorstellen kann. Entwicklungen von Daten, Klimawandel, aussterbenden Tieren, sozialer Gesellschft etc. passen hervorragend zusammen und in diese Welt hinein. Die Geschichte von Maja und Era ist bewegend und zeigt, welchen schrecklichen Einfluss Daten haben können. Eine absolut geniale Dystopie!
Dabei so kurzweilig und schnell gelesen, eine absolute Empfehlung!
Die 16-jährige Era lebt mit ihrer Mutter am Waldrand und dokumentiert das Aussterben von Vogelarten. Sie beobachtet ihre Mitschülerin Maja, die zusammen mit ihrer Schwester Merle im Wald Festplatten in die Luft jagt. Maja ist die Tochter von zwei Momfluencerinnen und versucht, die Erinnerungen an ihre öffentliche Kindheit zu löschen. Die Geschichte thematisiert die Suche nach Intimität und analogen Erlebnissen in einer zunehmend digitalen und zerstörerischen Welt. Weitere Themen sind
Klimawandel und Umweltzerstörung, Artensterben,
Identität und Privatsphäre.
"Am Samstag gehen die Mädchen in den Wald und jagen Sachen in die Luft" ist ein eindringlicher Roman, der die Leser dazu anregt, über die gegenwärtigen und zukünftigen Herausforderungen nachzudenken, mit denen die nächste Generation konfrontiert ist. Sironic gelingt es, eine Verbindung zwischen persönlichen Geschichten und gesellschaftlichen Themen herzustellen, was den Roman sowohl relevant als auch nachdenklich macht.
Dieses Buch spricht viele wichtige Themen an.
Klimawandel, Wohnraumknappheit, Wassermangel, Artensterben, Grenzüberschreitung, Privatsphäre, Social Media, Wut, Verzweiflung, erste Liebe.. vielleicht zu viele Themen in so einem Buch?
Es sind wichtige Themen aber dadurch, dass alle nur so oberflächlich angesprochen, geht vielleicht vieles verloren.
Es geht in diesem Buch um die 16- jährige Ich-Erzählerin Era. Sie erzählt aus einem Leben in der nahen Zukunft, die Klimakrise hat zu veränderten Lebensbedingungen geführt, sie lebt mit ihrer Mutter in einer Hütte im Wald, betonierten Boden kann man nicht betreten, vieles ist durch Überschwemmungen zerstört worden, das Risiko von Waldbränden ist sehr hoch. Es gibt kein Obst oder Gemüse oder Fleisch. Die öffentliche Sicherheit wird durch feuerlegende Jugendliche gefährdet.
Retrospektiv berichtet sie vom Leben ihrer Tante und ihrer Mutter, dem Kampf der Menschen gegen die Klimakatastrophe oder der Vereinnahmung des Lebens durch das Internet.
Sie verfolgt regelmäßig einen Live-Stream, in dem 2 vermummte Mädchen im Wald Dinge verbrennen und explodieren lassen.
Ich konnte zu keiner der Charaktere eine wirkliche Beziehung aufbauen.
Das Buch ist nicht umsonst auf die Shortlist gekommen. Es ist anders, man sollte es gelesen haben. Es spricht vieles an aber es ist nicht mein Buch.
Das Buch verdient eigentlich mehr Sterne aber mich nervte der Schreibstil enorm, so dass ich bis zum Ende keine Beziehung zum Buch aufbauen konnte.
Es hat mir richtig gut gefallen.
Es werden wichtige Themen so gut miteinander verknüpft.
Der ganze Influenzer-Lifestyle, Klimawandel, der auch bei uns spürbar wird und Konsequenzen hat und die Wut der Jugend.
Intelligent verknüpft und richtig gut, dass dieses Buch zum Deutschen Buchpreis nominiert war. Es hat Aufmerksamkeit verdient!
In einer nicht allzu fernen Zukunft werden unsere Wälder brennen, Tiere aussterben, Wasser und Wohnraum werden knapp. Und während belebbarer Raum schwindet, werden alle Daten im sogenannten Archiv gespeichert, welches mehr Mysterium als kollektive Bibliothek zu sein scheint.
In dieser Welt wachsen die Jugendlichen Era sowie die Schwestern Maja und Merle auf. Schule ist nur noch eine Art Nebenveranstaltung, also verbringen die drei ihre Zeit im Wald und jagen dort (besonders samstags) Sachen in die Luft. Era wird dabei zur Beobachterin einer wachsenden Radikalisierung und dem Wunsch, das System zu sprengen, um für immer aus dem digitalen Gedächtnis getilgt zu werden.
Mich hat dieser Roman, der meiner Meinung nach völlig zurecht auf der Shortlist des Buchpreises stand, begeistert. Sironic gestaltet eine gekonnte Mischung von Unterhaltung, Gesellschaftskritik und Dystopie. Der Hauch von Liebe, der auf unterschiedlichen Ebenen mitschwingt, ist niemals kitschig, sondern vertieft den Blick auf die Figuren auf gelungene Weise.
Besonders der Blick auf moderne Familienkonstellationen, das Wohnen in der Zukunft und die Frage, wie wir später unser Geld verdienen werden, wird mich noch lange beschäftigen.
An einigen Stellen griffen mir die Ereignisse etwas zu „einfach“ ineinander - somit konnte jedoch der Fokus auf das wirklich Interessante und Konfliktgeladene gelegt werden. Unterstützt wurde der Text durch eine moderne Sprache, die zu den jungen Protagonistinnen passte, ohne sich in pseudo-futuristischem Slang zu verlieren.
Dieser dystopische Roman macht es leicht, durch die Seiten zu fliegen, jedoch umso schwerer, dieser Zukunft ins Auge zu blicken.
Am Samstag gehen die Mädchen in den Wald und jagen Sachen in die Luft von Fiona Sironic
Dieses Buch entwirft eine Zukunft, die beunruhigend nah an unserer Gegenwart liegt: Temperaturen über 40 Grad, kaum noch Wohnraum, Wasser und Nahrung sind rationiert und das Leben ist ein ständiger Kampf ums Überleben. Es gibt kein Internet, keine Cloud, nur noch ein Datenarchiv, das wie ein Relikt einer untergegangenen Welt wirkt.
In diesem bedrückenden Setting erzählt Fiona Sironic von einer queeren Liebesgeschichte, von Selbstbestimmung, Wut und dem Erwachsenwerden in einer kaputten Welt. Die Sprache ist intensiv, poetisch, und die Autorin schafft es, gesellschaftliche Fragen in kleine, intime Momente einzubetten. Die Geschichte wirkt wie ein Spiegel dessen, was passieren könnte, wenn wir weiter so tun, als sei alles endlos verfügbar: Energie, Ressourcen, Menschlichkeit.
Trotz der starken Grundidee konnte mich das Buch nicht völlig fesseln. Das Erzähltempo war mir oft zu langsam, und viele Themen – besonders die Umweltkrise und die sozialen Strukturen – bleiben eher angedeutet als wirklich ausgearbeitet. Man muss sich vieles zusammenreimen, Vermutungen anstellen, Leerstellen füllen. Das ist literarisch interessant, verlangte mir aber viel Geduld ab.
„Am Samstag gehen die Mädchen in den Wald und jagen Sachen in die Luft“ ist ein leises und wichtiges Buch. Es regt zum Nachdenken an, fordert heraus, aber lässt die Lesenden stellenweise auch etwas verloren zurück.
★★★☆☆ (3 von 5 Sternen)
Die Idee fand ich unglaublich gut. Man weiß nicht, was als nächstes passiert und warum die Mädchen Sachen in die Lift jagen.
Ich hatte auch etwas anderes erwartet, das dystopische Setting hat mich aber voll abgeholt. Auch die Kritik an dem Medienkonsum und Selbstdarstellung hat mir sehr gefallen.
Leider haben mir in der Konsistenz der Figuren und der Handlungszusammenhänge ein paar Punkte gefehlt.
Dennoch hat es mir Spaß gemacht und ich finde es super, dass ein solches Buch auf der Shortlist gelandet ist.
Ausgesprochen nachvollziehbar schreibt Fiona Sironic darüber wie sich das Leben der Menschen durch den Klimawandel entwickelt, Lebensräume immer kleiner werden, die Gesellschaft sich verändert. Eingebunden in den verzweifelten Kampf einer jungen Frau der permanenten Beobachtung durch die sozialen Medien zu entfliehen. Maya und Era verlieben sich ineinander. Die eine versucht ihren mom-influencer zu entfliehen. Ihre beiden Mütter zeichnen Mayas leben vom ersten Tag an auf und verdienen sehr viel Geld damit. Während Era die verschwindende Welt versucht im Netz zu bewahren und sich mit aussterbenden Arten beschäftigt. Eine wirklich lesenswerte Dystopie. Ich wünsche der Autorin dass es dieses Buch auf die Shortlist schafft.
Waldgesänge und verborgene Lügen – Era zwischen Mutterschaftsdruck und erster Liebe 🌲🗝️💔
Ich hab das Buch „Am Samstag gehen die Mädchen in den Wald und jagen Sachen in die Luft“ von Fiona Sironic gelesen und bin fasziniert zurück geblieben.
Der Schreibstil ist interessant und fesselnd, mit Überschriften, die direkt zum Weiterlesen ziehen! 📚✨
Was mich sofort gepackt hat:
Die Thematik Klimaerwärmung, Waldbrände und Artensterben werden spürbar eingeführt – dichter, beunruhigender Rahmen, der mich nicht mehr losgelassen hat. 🔥🌍
Era und ihr Umfeld, besonders die Mutter als Perfektionistin, zeigen scharf, wie unterschiedlich Mutterschaft und Erwartungen sein können. 👩👧👦
Die Gegenüberstellung von Era’s Mutter und Tante – wie unterschiedlich Nähe, Grenzen und Unterstützung sich anfühlen. 👭
Era schlüpft oft in die Elternrolle, was die Abhängigkeiten und das emotionale Netz sichtbar macht. 💼🌧️
Aufgestaute Wut, Lügenstrukturen und die wachsende Verstrickung der Protagonistin – richtig literarisch spannend, aber auch schmerzhaft ehrlich. 😤🗝️
Die erste Verliebtheit zwischen Era und Maja wird behutsam aufgegriffen, mit ehrlichen Ängsten und Zittern. 💘🌫️
Mut, Verletzlichkeit und der Kampf, sich Gefühle zuzugestehen, werden sichtbar – trotz der Abweisung, die Era erlebt. 💔➡️💖
Stil und Wirkung:
Der verwirrende, aber faszinierende Schreibstil verlangt, dass man sich darauf einlässt – eine Challenge, die sich lohnt. 🎢📝
Die Kapitelüberschriften dienen wirklich als Türöffner und laden zum Weiterlesen ein. 🗂️➡️
Die Figuren scheitern, kämpfen, lieben – und man fühlt mit ihnen, weil die Autorin ihre inneren Konflikte greifbar macht. 🥀🤝
Mein Fazit:
Ein anspruchsvolles, sensibles Buch über Mutterschaftsdruck, Abhängigkeiten, erste Liebe und die Angst, sich zu öffnen. Es ist durchdacht und intensiv – perfekt für Lesende, die gern in komplexe Beziehungsgeflechte und innere Konflikte eintauchen. 📖🧩
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und 4,5 von 5 🌟
Ein Buch wie ein Pulverfass – aber leider nicht meins
Das Buch beginnt – ganz wie der Titel – mit Mädchen, die samstags Dinge in die Luft sprengen. Era, die mit ihrer Mutter zusammenlebt, entdeckt diese Gruppe und erkennt in ihr Maja und Merle, zwei Mädchen aus ihrer Schule wieder. Sie dokumentiert eigentlich das Vogelsterben, doch durch die neue Bekanntschaft entwickelt sich zwischen den drei eine Beziehung, irgendwo zwischen Freundschaft und einer noch unbekannten Form von Intimität.
Die Geschichte spielt nicht in der Gegenwart, sondern in einer nahen Zukunft, in der die Klimakrise eskaliert ist. Ein genaues Jahr wird nicht genannt, aber es ist klar: Das Leben hat sich drastisch verändert. Viele alltägliche Lebensmittel gibt es nicht mehr, sie wurden durch Pulver ersetzt. Ohne Maske kann man vor allem im Sommer kaum das Haus verlassen. Wälder brennen, Tierarten verschwinden nach und nach.
Maja – Tochter zweier Momfluencerinnen – wirkt wie ein Gegenpol zu dieser zerfallenden Welt: wütend, laut, radikal. Ihre Wut auf das öffentliche Leben, das sie seit Kindheitstagen ertragen musste, ist stellenweise genauso scharf wie der Sprengstoff, den sie und die anderen Mädchen samstags benutzen und live streamen.
Während sich die Geschichte entfaltet, stellt sich immer wieder die Frage: Wohin führt das eigentlich? Auch die Beziehung zwischen Era und Maja wird mehrfach auf die Probe gestellt. Besonders von Majas Seite wirkt vieles kontrollierend, besitzergreifend – fast so, als wolle sie sich das aneignen, was sie nie hatte.
Das Ende hat mich nicht überrascht. Es war eher eines dieser „Hm, okay… und was will mir das jetzt sagen?“-Enden.
Generell hatte ich Schwierigkeiten, in das Buch hineinzukommen. Der Schreibstil ist sehr dicht, teils sperrig, und die eingesetzten Stilmittel ungewöhnlich. Manche Sätze wurden etwa durch „/“ getrennt oder enthielten bewusste Wiederholungen wie „etc“. Obwohl das Buch nicht besonders lang war, habe ich ungewöhnlich lange dafür gebraucht.
Die Erzählstimme wirkte auf mich steif, konstruiert, stellenweise überladen und emotional wenig zugänglich. Es werden viele große Themen aufgemacht: Social Media & Kinder, Klimawandel, Sexualität, familiäre Konstrukte, Wissenschaft usw. – doch nichts davon hat mich emotional wirklich erreicht.
Die Ideen und Themen finde ich wichtig und relevant. Aber für mich wurden sie nicht überzeugend in eine fesselnde Geschichte übersetzt. Es erinnerte mich inhaltlich stellenweise an Kinder sind Könige von Delphine de Vigan oder Erdling von Jasmin Schreiber – nur hat es mich emotional nicht annähernd so abgeholt.
Und zum Schluss: Den Klappentext sollte man lieber nicht lesen – er verrät im Grunde schon die ganze Geschichte.