
Rezension zur Fallen Reihe (Gesamtausgabe von J. S. Wonda ) Der erste Band startet vielversprechend. Das Thema Gedächtnisverlust ist spannend umgesetzt und der Einstieg in die Geschichte gelingt gut. Man kommt schnell rein und möchte gemeinsam mit den Protagonisten die Vergangenheit aufdecken. Leider ist die weibliche Hauptfigur von Anfang an auffallend naiv, was stellenweise schon fragwürdig ist. Im zweiten Teil erfahren wir mehr über die Vergangenheit des männlichen Protagonisten. Gleichzeitig wird die Handlung zunehmend überzogen und die Entscheidungen der weiblichen Hauptfigur immer unverständlicher. Ihre Naivität schlägt komplett ins Extreme um, sie handelt durchgehend liebesverblendet, was nach so kurzer Zeit einfach unrealistisch und ehrlich gesagt dumm wirkt. Positiv hervorzuheben ist jedoch, dass sie mutiger wird und das Rätsel um den Gedächtnisverlust weiterhin spannend bleibt. Der dritte Teil war für mich zunächst der Tiefpunkt. Der männliche Lead entwickelt sich zu einem unsympathischen, arroganten Arschloch, das im Grunde nur durch Geld und Attraktivität definiert wird. Ich konnte keinerlei Chemie zwischen den beiden spüren, keine echte Romantik, keine Spannung, nicht einmal der Reiz des Verbotenen war vorhanden. Dazu kommen ständig corny Szenen, die durch ihre unpassende Platzierung eher genervt als berührt haben. Gegen Ende wächst der männliche Protagonist jedoch endlich in eine romantischere Rolle hinein und sein Verhalten wird zumindest vertretbarer. Besonders positiv fand ich, dass das Ende deutlich realistischer gehalten ist als der Rest der Reihe. Außerdem nimmt sich die Geschichte hier bewusst Zeit. Nach dem eigentlichen Finale wird noch ausführlich weitererzählt, was mir persönlich sehr zugesagt hat. Ein rundes nicht überhastetes Ende, das sehe ich definitiv als Pluspunkt.

















