
„Kling, Glöckchen, kling.“ 🔔
Dieses Buch war wirklich ein einziger Fiebertraum, weshalb ich in dieser Rezension nicht ohne Spoiler auskomme. Gerade in der ersten Hälfte war ich dermaßen verwirrt, dass ich überhaupt nicht verstanden habe, was eigentlich gerade passiert. Natürlich hatte ich irgendwann eigene Vermutungen, von denen einige sogar gestimmt haben, aber trotzdem dachte ich mir permanent, was zur Hölle ich da eigentlich lese. Die Geschichte war extrem düster, krank und stellenweise einfach too much. Außerdem fand ich nicht, dass Syra ein SO schlechter Mensch war, wie sie dargestellt wurde. Allein die Geschichte mit ihrer Mutter und dem Stiefvater war dermaßen krank, dass eigentlich jeder verstehen sollte, dass sie damit nicht klarkam. Viel eher habe ich mich gefragt, wie die Mutter sich auf diesen Mann einlassen konnte und auch nach allem, was später noch passiert ist, weiterhin mit ihm zusammen blieb. Dafür, dass sie angeblich immer ihre Tochter an erste Stelle setzen würde, ist das einfach widersprüchlich. Auch die Sache mit Liam konnte ich teilweise nachvollziehen, da ich ähnliche Situationen aus meiner Schulzeit kenne. Es ist einfach unfair, wenn man sich bemüht, aufpasst und Lernzettel schreibt und dann immer wieder dieselben Leute kommen und es sich leicht machen wollen. Bei Liam war die Situation natürlich anders, aber ich kenne genug Menschen, die das bewusst ausnutzen und einfach lieber auf der faulen Haut sitzen. Aber grundsätzlich war Syra trotzdem eine „Bitch“ absolut unsympathisch und unfreundlich, vor allem gegenüber ihren Mitbewohnerinnen und ihrem Nachbarn, aber vermutlich war sie zu allen so. Die Geschichte mit Raik war ebenfalls absolut verwirrend und teilweise kaum nachvollziehbar. Wie kann man sich so stark zu jemandem hingezogen fühlen, der einen derart widersprüchlich behandelt? Angeblich tat er das, weil er es „musste“, und er zeigte stellenweise sowas wie Mitleid, aber trotzdem wirkte das Ganze einfach krank. Gleichzeitig war es zwar unglaublich spannend und interessant, aber eben auch völlig gestört. Am Ende muss ich ehrlich sagen, dass ich dieses Buch teilweise gehasst und dann wieder geliebt habe, und das im ständigen Wechsel. Für mich persönlich war es einfach zu verwirrend geschrieben. Ab der Hälfte wurde es zwar etwas klarer, dafür aber auch deutlich brutaler. Das Ende lässt einen ebenfalls mit vielen offenen Fragen zurück, weshalb ich mir sehr einen Epilog gewünscht hätte. Wer oder was ist Raik eigentlich? Und was genau hat er für sie aufgegeben? Meine Vermutung war, dass er so etwas wie ein Sensenmann ist, der darüber entscheidet, ob jemand in den Himmel oder in die Hölle kommt. Eigentlich wäre Syra gestorben, aber er hat seine Unsterblichkeit gegen ihr Leben eingetauscht. Eine völlig andere Art von Geist der Weihnacht. Was davon nun wirklich stimmt, werden wir aber wohl leider nie erfahren.







































