
War ganz nett, aber ist kein Muss.
Ich bin vollkommen unvoreingenommen an die Story herangegangen und hatte nicht einmal den Klappentext vorab gelesen. Hätte ich das getan, hätte ich evtl. nochmal überlegt, ob ich das Buch lesen möchte, da Dark Romantasy eigentlich nicht meins ist. Da es sich hier aber “nur” um Dämonen handelt, hab ich doch eine Ausnahme gemacht. Dämonen finde ich nämlich ziemlich cool 😁 Und Val und Seth sind auch wirklich sympathisch, ich war sehr schnell ein Fan. Blaire ist prinzipiell auch recht sympathisch, vor allem ihre Schlagfertigkeit ist ziemlich amüsant. Allerdings nur am Anfang. Gegen Mitte hatte ich das Gefühl, dass die Autorin sich nicht entscheiden konnte, ob Blaire selbstbewusst, unterwürfig, naiv oder alles zusammen sein soll. Das war ein wenig anstrengend zu lesen und eine positive Charakterentwicklung konnte ich auch entsprechend nicht entdecken. Bei Seth und Val war es ähnlich. Die beiden waren von Anfang an düster, geheimnisvoll und wollten nichts weiter von Blaire, als ihre Seele zu bekommen. Das hat sich im Laufe der Story geändert: sie waren noch immer düster, geheimnisvoll und wollten ihre Seele, aber statt der üblichen 10 Jahre wurde Blaire kein Ablaufdatum des Deals genannt, weil sie sich in sie verliebt hatten. Dafür sollte sie ihren Schutz erhalten und laut Aussage der Dämonen wäre sie nun auch unsterblich, da ihr Leben an das der Brüder gebunden ist. Und das war der Moment, wo bei mir das Stirnrunzeln eingesetzt hatte. Wofür sollte sie noch Schutz brauchen, wenn sie unsterblich ist? Der Plot entwickelte sich vielversprechend, aber konnte meiner Meinung nach die Erwartungen nicht ganz bedienen. Die Nebenstory mit ihrem Pflegebruder war gut platziert und hatte Potential, das aber leider nicht optimal genutzt wurde. Ich hätte mir gewünscht, dass man diese Szenen besser ausgebaut hätte (immerhin gab es drei Möglichkeiten dafür). Gerade das Finale hätte mehr Spielraum verdient gehabt. Stattdessen hatten die letzten Kapitel inkl. der Epiloge ein wenig das Gefühl vermittelt, dass man auf möglichst wenig Seiten viel Inhalt integriert. Das fand ich sehr schade und der zweite Epilog war meiner Meinung nach auch überflüssig, da er nichts mehr mit der eigentlichen Story zu tun hatte. Die Spicy-Szenen waren überschaubar an der Zahl und auch relativ kurz gehalten. Ich hatte das Gefühl, dass die Autorin mit dem Verfassen solcher Szenen noch nicht viel Erfahrung hatte. Prinzipiell war es ganz nett zu lesen und ich bereue es auch nicht, aber ohne die Neckereien zwischen den Brüdern wäre es glaube ich sehr langweilig geworden.

















































