
✨Rezensionsexemplar✨ ABGEBROCHEN
In Hunter House verliert die 17-jährige Lizzy plötzlich alles und wird in eine fremde Familie und ein rätselhaftes Anwesen voller Geheimnisse geschickt. Dort gerät sie in ein undurchsichtiges Spiel aus Prophezeiungen, unausgesprochenen Regeln und gefährlichen Verbindungen, ohne zu wissen, wem sie trauen kann. Hunter House startet mit einer emotional eigentlich sehr starken Ausgangslage: Eine junge Protagonistin, die beide Eltern verliert, keinerlei Erklärungen bekommt und in eine Umgebung geworfen wird, die kalt, distanziert und fast unmenschlich wirkt. Genau dieses Gefühl von Überforderung, Orientierungslosigkeit und innerer Anspannung wird zwar gut transportiert – allerdings bleibt man als Leser:in damit sehr lange allein. Die Geschichte wirft früh unglaublich viele Fragen auf, beantwortet aber nur wenige davon. Statt langsam Bindung aufzubauen, wird man von Begriffen, Andeutungen, Figuren und mysteriösen Ereignissen überrollt. Prophezeiungen, ein tödliches Spiel, rivalisierende Häuser, Erinnerungsverlust, zwei Männer mit starker Anziehungskraft – all das klingt spannend, fühlt sich aber oft eher verwirrend als fesselnd an 🤯. Besonders schwierig ist, dass zentrale Elemente – wie die Regeln des Spiels oder die Bedeutung bestimmter Ereignisse – kaum erklärt werden. Wer gerne alles selbst zusammensetzt, könnte das mögen. Wer jedoch das Gefühl braucht, abgeholt und geführt zu werden, wird sich schnell verloren fühlen. Hinzu kommen abrupte Zeitsprünge und Szenenwechsel, die emotional nicht vorbereitet werden und dadurch distanziert wirken. Die Liebesdynamik bringt zwar Spannung mit sich ❤️🔥, wirkt aber stellenweise unausgegoren und emotional schwer greifbar, da das Fundament dafür fehlt. Man versteht, dass Gefühle da sind – aber nicht immer warum oder woher sie kommen sollen. Trotzdem: Die Atmosphäre, einzelne Ideen und das Grundkonzept haben definitiv Potenzial. Man spürt, dass die Autorin viel aufbauen möchte und keine Angst vor großen Themen oder dramatischen Wendungen hat. Für mich persönlich kam dieser Aufbau jedoch zu spät. 👉 Ich habe das Buch letztlich abgebrochen, weil mir die emotionale Bindung zur Geschichte gefehlt hat und die Verwirrung stärker war als die Neugier. Viele Details haben mir gefallen, aber insgesamt konnte mich Hunter House nicht genug mitnehmen, um dabeizubleiben 📖✨.





















