
Liebesroman mit wichtiger Message
Eigentlich sollte es jedem klar sein, dass die Liebe stärker sein sollte als jede Unzulänglichkeit, jede Schwierigkeit, egal ob Krankheit, Hautfarbe etc. So auch hier bei Mona und Nedu. Doch beide kämpfen erst mit ihren Dämonen, ehe ihnen bewusst wird, was auf dem Spiel steht. Viktoria Bolles 5. Roman in der Das Glück des Neubeginns-Reihe zeigt sich etwas anders als die vorherigen Teile, mutiger, kämpferischer. Das gefällt mir sehr gut. Mit Mona hat sie eine Protagonistin gewählt, die sich nicht scheut, den Mund aufzumachen, auch wenn dies Unannehmlichkeiten mit sich bringen könnte. Sie verabscheut Ungerechtigkeiten und setzt wirklich alles daran, diese aus dem Weg zu räumen. Nedu dagegen hat andere Sorgen. Als Altenpfleger liegt ihm das Wohl der ihm Anvertrauten am Herzen, die ihn dafür lieben. Das führt zu Missgunst der anderen Art. Ich habe diesen Roman sehr gern gelesen. Durch die wechselnden Perspektiven gelingt eine klare Sichtweise, weil ich beide Seiten besser verstehen lerne. Auch das interkulturelle Thema stellt Viktoria Bolle klar dar. Die leider alltäglichen Probleme, denen man als Mensch mit einer anderen Hautfarbe ausgesetzt ist als der Großteil der Bevölkerung, sind vielen meistens gar nicht so bewusst. Klare Leseempfehlung!



