Insgesamt hat das Buch für mich den Geschmack von Fantasy-Fast-Food… nur ohne den Spaßfaktor 🍔
Ich hatte wirklich Hoffnung für Wings and Claws… Drachen, gefährliche Prüfungen, magische Fähigkeiten… das klingt erstmal nach genau den Dingen, die ich mag. Fourth Wing ist jetzt lange genug vorbei & ich trau’ mich erneut in mein heissgeliebtes Drachengenre… Dachte ich! Und fairerweise muss ich sagen: Der Anfang war auch echt vielversprechend. Die Geschichte startet spannend, die Grundidee hat Potential… auch wenn man sofort den Vergleich zu Fourth Wing zieht… und ich war wirklich neugierig darauf, wohin sich alles so entwickelt. Szenen, die emotional hätten sein können, waren gefühlt nach zwei Seiten wieder vorbei… Beziehungen entwickeln sich im Schnelldurchlauf… und gerade die Verbindung zu den Drachen bleibt sehr oberflächlich. Dabei wäre DAS doch eigentlich das Herzstück der Geschichte gewesen… Auch das Magiesystem wird nur leicht angerissen. Manche Fähigkeiten wirken plötzlich völlig übermächtig… und an anderen Stellen hat man fast vergessen, dass bestimmte Kräfte überhaupt existieren. Schwierig und wirklich nicht ausbalanciert… Alles wirkt teilweise lieblos konstruiert… nach dem Motto: „Das hat woanders funktioniert… also übernehme ich es einfach“… ohne entwickelnde Handlung, Hintergründe oder Charaktere wirklich auszuarbeiten und ihnen wünschenswerte Tiefe zu geben. Und genau das hat mir leider an allen Ecken und Enden gefehlt: Tiefe und Tiefgang. Die Charaktere bleiben eher blass… ich konnte kaum eine richtige Bindung zu ihnen aufbauen. Freundschaften wirken blässlich und fad… Selbst in Szenen, die dramatisch oder emotional sein sollten, habe ich leider wenig gefühlt… oder war eher genervt von manchen Formulierungen. Und ja… die Vergleiche zu Fourth Wing waren für mich immer wieder da. Nur leider schafft Wings and Claws für mich nicht das, was Fourth Wing so packend gemacht hat: eine epische Spannung wie in einem Blockbuster, Dynamik… greifbare & fesselnde Drachenbindungen… knisternde Tension… Charaktere, die man entweder liebt oder hasst… und dieses Gefühl von „Ich MUSS weiterlesen“. Hier plätschert vieles eher vor sich hin… obwohl es eigentlich um lebensgefährliche Prüfungen und das Überleben eines Volkes geht. Keine wirklich richtigen Plot Twists… keine wirklich falschen Fährten… kaum Momente, die mich wirklich überrascht haben. Und ja, auch das Ende habe ich genau so erwartet, wie es passiert ist. Puh. Der Schreibstil ist auch eher sehr schlicht gehalten… Spice gibt es nur wenig… was ich persönlich gar nicht schlimm fand, teilweise wirkte er dafür dann aber plötzlich aufgesetzt und… deplatziert. Insgesamt hat das Buch für mich den Geschmack von Fantasy-Fast-Food… nur ohne den Spaßfaktor. So ein bisschen wie ein Abklatsch vieler bekannter Geschichten… und irgendwann fragt man sich eher, warum man es überhaupt gekauft hat. Zum Schluss war ich einfach nur genervt… Trotzdem habe ich es zu Ende gelesen… einfach, weil ich wissen wollte, wie es endet. Unterm Strich bleibt bei mir vor allem eins zurück: Schade. Wirklich schade…




























































