
magische. Vielschichtig, emotional Mit «We free the Stars» liefert Hafsah Faizal einen starken, emotionalen und atmosphärischen Abschluss ihrer Dilogie. Trotz kleiner Schwächen in Tempo und Liebesgeschichte überwiegen für mich die Stärken der facettenreichen Figuren und der einzigartigen Welt
"We free the Stars" knüpft nahtlos an den ersten Band an und setzt die Geschichte ohne Umwege fort. Dadurch ist man sofort mitten im Geschehen, was aber auch bedeutet, dass man die Ereignisse aus "We hunt the Flame" noch präsent haben sollte, um den Anschluss nicht zu verlieren. Im Mittelpunkt stehen erneut Zafira und Nasir, deren Wege untrennbar miteinander verbunden sind. Während Nasir eine spürbare Entwicklung durchläuft und immer mehr aus dem Schatten seines Vaters tritt, wirkt Zafiras Fortschritt durch ihre Verbindung zum Jawarat gebremst. Besonders gut gefallen haben mir Altair und Kifah, die mit ihrer Stärke und ihrem Humor die Dynamik der Gruppe bereichern. Die Handlung ist abwechslungsreich und bewegt sich durch viele Orte Arawiyas, wodurch die Welt noch lebendiger wirkt. Neben Kämpfen und politischen Intrigen gibt es auch zahlreiche stille Momente, in denen die inneren Konflikte der Figuren im Vordergrund stehen. Gerade diese Mischung aus äusseren Gefahren und persönlichen Kämpfen macht den Verlauf intensiv und vielschichtig. Auch dieses Mal besticht Hafsah Faizal mit einer grandiosen Atmosphäre. Das orientalisch inspirierte Setting mit seinen geheimnisvollen Orten, fremden Wörtern und dem Hauch von Tausendundeiner Nacht gefiel mir richtig gut. Auch die Zumra ist mir ans Herz gewachsen. Aus einer Zweckgemeinschaft entsteht eine tiefe Verbundenheit, die den Kern der Geschichte bildet. Die Liebesgeschichte zwischen Nasir und Zafira war mir stellenweise zu zäh. Oft wurde gezögert oder geschwiegen, sodass ich mir mehr Klarheit und Dynamik zwischen den beiden gewünscht hätte. Zudem wirkten manche Passagen aufgrund der ausschweifenden Beschreibungen etwas langatmig. Hafsah Faizals Schreibstil ist bildgewaltig, detailreich und poetisch, was die Welt sehr eindrucksvoll macht. Gleichzeitig erfordert dieser Stil viel Aufmerksamkeit und Geduld, da nicht jede Passage flott zu lesen ist. Wer Freude an atmosphärischem Worldbuilding hat, wird hier aber definitiv belohnt. FAZIT: magische. Vielschichtig, emotional Mit «We free the Stars» liefert Hafsah Faizal einen starken, emotionalen und atmosphärischen Abschluss ihrer Dilogie. Trotz kleiner Schwächen in Tempo und Liebesgeschichte überwiegen für mich die Stärken der facettenreichen Figuren und der einzigartigen Welt.



