Spannende Fortsetzung mit Tiefgang und unerwarteten Wendungen
„Allein die Komplexität hinter all dieser Materie … Ist sie nicht auf ihre eigene Weise schon perfekter, als sie es je ohne Fehler sein könnte? Und wäre das Leben nicht langweilig ohne die Schwächen der Lebenden?“ (S. 323) Band 2 der Seelenmachtsaga hat mich erneut vollständig in seinen Bann gezogen. Ich habe gelacht, geweint und vor Spannung gezittert. Den Inhalt wiederzugeben, ohne zu viel zu verraten, ist schwierig. Grundsätzlich setzt die Handlung dort ein, wo sie am Ende des ersten Bandes geendet hatte. Nachdem den Dunkelteufeln klar ist, wo sich die Quelle der Seelenmacht befindet, rüsten sie sich zum Angriff. Die Gegenseite begibt sich ebenfalls an den Ort, der für die ungleichen Seelenmachtträger Niranjana und Taiowa mit unzähligen Erinnerungen verbunden ist. Als es dann zum Showdown kommt, passiert etwas Unerwartetes, das der Geschichte eine komplett neue Richtung gibt… Die in mehreren Handlungssträngen und aus unterschiedlichen Perspektiven erzählte Geschichte ist sehr ereignisreich und spannend. Tatsächlich empfand ich aber auch die eingestreuten nachdenklichen und zum Teil poetisch ausformulierten Gedanken als unglaublich schön und bereichernd. Welche Qualitäten verbinden wir mit Licht und Schatten? Welche mit Himmel und Hölle? Was bedeutet es, sterblich - menschlich - zu sein? Kann man eine Bürde leichter machen, wenn man sie teilt? Welchen Wert haben Emotionen wie Liebe, Schuld und Rache? Ist Perfektion erstrebenswert? Kritikpunkte habe ich diesmal nicht wirklich. Die vereinzelten, teilweise sehr heftigen Gewaltszenen haben mich zwar schlucken lassen (unbedingt die Content-Notes beachten!) - sind aber genretypisch und dramaturgisch sinnvoll eingesetzt. Und obwohl sie meist von einer bestimmten Seite ausgehen, ist es genau diese Partei, deren Geschichte mich besonders fasziniert. Ich bin sehr gespannt, wie die Saga endet und freue mich auf den dritten Teil! 🥰




