Vielleicht sind 3 Sterne zu wenig, vielleicht aber auch gerade richtig ⭐️⭐️⭐️
Mein größter Kritikpunkt ist wohl der Schreibstil. Es gibt einen argen Bruch zwischen dem lyrischen, märchenhaften narrativen Teil und den sehr modern anmutenden und teilweise vulgären Dialogen. Der Wechsel hat mich sehr oft aus dem Konzept gebracht und die aufgebaute Atmosphäre verpuffte. Apropos Atmosphäre. Auch die vermittelte Stimmung war sehr gegensätzlich. Während das Setting, die Magie und die Historie vom sogenannten Traum etwas Gewalttätiges an sich hat, durchbricht die Interaktion der Charaktere diese düstere Atmosphäre auf so brutale Weise mit Humor und Situationskomik, dass es mir in Kombination mit der wechselnden Wortwahl zu stark kontrastiert war. Dennoch mochte ich das Grundkonzept, die Welt Traum, das Magiesystem, die Charaktere und politischen wie sozialen Intrigen. Bei allem habe ich bis zuletzt mehr Potential vermutet als geliefert bekommen. Die Welt bleibt klein, die magischen Fähigkeiten, Eigenheiten und Kreaturen dürftig beschrieben und Intrigen blieben oberflächlich. Dadurch wirkte der Plot oft zu glatt, zu übereilt. Wendungen waren früh im Verlauf absehbar und wenig überraschend. Dennoch habe ich gern weitergelesen, wollte einfach wissen, wie es weitergeht. Ich habe mich besonders über jeden Auftritt des magischen Sidekicks, den Gargoyle, gefreut. Über die Maßen emotional, witzig, grummelig und liebenswürdig zugleich. Er war wirklich mein Highlight! Die Beziehungsentwicklung zwischen Sybil und Rory hat mir auch ganz gut gefallen (auch hierzu hätte es einfach mehr geben dürfen).






























































