Es kann nicht genug nicht-weiße und migrantische Perspektiven geben!
Ein toller Essay-Band. Die vielen verschiedenen Perspektiven sind so wertvoll. Was das Hörbuch besonders macht: viele der Autor:innen haben ihre Texte selbst eingesprochen.
Es ist so noch authentischer!
Ich hab mir diesmal leider keine Zitate rausgeschrieben und zu jedem Essay was zu sagen, reicht hier der Platz nicht. Aber dieses Buch ist wichtig und lohnt sich! Ich werde es sicher irgendwann erneut anhören. Es ist vollgepackt mit Infos aber leichter als andere Essay-Bände, die ich bisher gelesen/gehört hab.
Gehört für mich in den Lehrplan von Schulen.
Leicht verständlich und nachvollziehbar. Und auch hier habe ich wieder einiges dazu gelernt. Manches war mir neu, anderes habe ich bereits aus anderen Medien oder Büchern gewusst. Ich brauche die Wiederholung, um manche Perspektiven und Themen im Alltag nicht aus den Augen zu verlieren, die vielleicht nicht so häufig zur Sprache kommen.
Danke für dieses Werk an alle Autor:innen!
Unbedingte Empfehlung für alle, die mehr über Rassismus in unserer Gesellschaft lernen möchten oder sollten.
Das Buch ist ein Juwel: so klar, so kraftvoll, so wunderbar vielschichtig! Jedes Wort trifft, jede Zeile berührt. Selten finde ich eine Sammlung, die mich durchweg begeistert, doch hier: Jeder Text ist ein Geschenk.
„Eure Heimat ist unser Albtraum“ (Hrsg. Fatma Aydemir, Hengameh Yaghoobifarah) – absolute Leseempfehlung und sei hiermit zärtlich an eure Herzen gedrückt.
Als Reaktion auf die Umbenennung des Innenministeriums im Jahr 2018 zum „Ministerium für Inneres, Bau und Heimat“ entstand dieser Essayband. Für viele Menschen in Deutschland, die nicht dem Bild des normweißen deutschen cis Mannes entsprechen, ist der Begriff „Heimat“ leider vorbelastet. Besonders seit der NS-Zeit ist er ideologisch geprägt.
Im Vorwort heißt es: „Heimat“ hat in Deutschland nie einen realen Ort, sondern immer schon die Sehnsucht nach einem bestimmten Ideal beschrieben: einer homogenen, christlichen weißen Gesellschaft, in der Männer das Sagen haben, Frauen sich vor allem ums Kinderkriegen kümmern und andere Lebensrealitäten schlicht nicht vorkommen.
14 deutschsprachige Autor:innen kommen in diesem Buch zu Wort. Man lernt sehr viel aus ganz unterschiedlichen Perspektiven und ich als weißer cis Mann bin froh, dieses Buch gelesen und diese Stimmen gehört zu haben. Manche Texte sind emotional, andere eher theoretisch, aber jede für sich ist eine Stimme für mehr Zusammenhalt und gegen Spaltung sowie rechte Ideologien.
Ein Essay, der mich besonders berührt hat, stammt von Sharon Dodua Otoo und heißt „Liebe“. Er besteht aus einem offenen Gespräch mit ihrem 19-jährigen Sohn, in dem sie beschreibt, wie sie ihn immer wieder auf rassistische Erfahrungen vorbereitet hat. Er sagt: „Ich wollte mich für meine politische Rüstung bedanken. Doch es ist ein Dilemma für mich, weil mir nie der Segen der Unwissenheit erhalten blieb.“ Auch sagt er: „Ich hatte nicht darüber nachgedacht, dass ich als schwarzer Teenager für meine Lehrer:innen viel beängstigender war als ein weißer Teenager.“ Und an einer Stelle heißt es: „Es ist absolut gesellschaftlich akzeptiert, wenn bestimmte Männer wütend sind. Sie dürfen und werden sogar ermutigt, aggressiv zu sein, denn dieses Verhalten gilt als besonders männlich und als Zeichen der Stärke. Je lauter weiße cis hetero Männer werden, desto mehr Recht bekommen sie.“
Ich denke, in diesem Essayband findet vermutlich jede:r einen Teil, der inspiriert und auf den man aufbauen kann. Ich habe 14 Tage lang jeden Tag einen Essay gelesen, damit mehr hängen bleibt und die Texte auch wirklich wirken können. Und ich merke jetzt schon, dass ich einige davon definitiv nochmal genauer lesen und Revue passieren lassen werde. Außerdem geben die verschiedenen Texte viele Anstöße, sich weiter mit dem Thema Rassismus auseinanderzusetzen.
Das Thema ist und bleibt aktuell, mehr denn je.
Auch wenn der Zusatz „Heimat“ seit 2021 nicht mehr Teil des Innenministeriums ist, spreche ich eine absolute Leseempfehlung aus. Den Zusatz hat inzwischen wohl das Ministerium für Landwirtschaft übernommen. 😅
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"Diskriminierung, Ausgrenzung und Zerstörung finden in einem Spannungsfeld von drei Parteien statt: die Angegriffenen, die die Angreifenden und (ganz wichtig) die Personen die sich nicht zu der angegriffenen Person bekennt und sich nicht schützend vor sie stellt."
Inhaltlich gut und ich finde die Perspektive wichtig, aber der Stil vieler aneinander gerechter Essays ist nicht so einfach zu lesen für mich.
Dennoch würde ich es jederzeit weiterempfehlen.
Jedes einzelne Essay ist auf seine eigene Art und Weise super und aufklärerisch. Habe viele neue Eindrücke und Perspektiven mitgenommen und möchte das jetzt eigentlich dringend im Unterricht mit älteren Schüler*innen behandeln.
Dieses Buch ist das erste Buch über Rassismus, das ich gelesen habe, da ich mehr darüber lernen möchte und zwar aus der Sicht von Betroffenen. Auch wenn ich bereits ein offener und reflektierter Mensch bin, weiß ich, dass in unserer Alltagssprache und in unserem gesellschaftlichen Umgang noch viel Rassismus vorhanden ist und ich möchte mir dessen noch bewusster werden, um diese Dinge verlernen bzw. ändern zu können. Außerdem möchte ich mir meiner Privilegien bewusst werden, die für mich im Leben bisher selbstverständlich waren, da ich keine anderen Perspektiven kenne.
Dieses Buch enthält viele Kurzgeschichten von unterschiedlichsten Autor*innen, die sich jeweils ein Thema vorgenommen haben, über das sie berichten wollen und das jeweils in ihrem eigenen Erzählstil. Es geht unter anderem darum, als Jüdin in Deutschland Sichtbarkeit zu schaffen, es geht um Nachteile bei der Jobsuche, es geht um einen Deutschen, der in den USA inhaftiert wurde und keine Unterstützung aus Deutschland erhalten hat, da er türkische Wurzeln hat, es geht um eine Mutter, die ihre Kinder von klein auf über den zu erwartenden Rassismus aufklärt, es geht um die fehlende Unschuldsvermutung bei Migrant*innen, es geht um das Thema Blutrecht und den Begriff Heimat, es geht um die verstärkten Vorurteile gegen Muslime seit dem 11. September, es geht um das Ranking innerhalb von Migrant*innen (bspw. Vergleich von arabischen und osteuropäischen Migrant*innen), es geht um fremdes, exotisches Essen, welches für Migrant*innen ein Stück Vertrautheit bedeutet, es geht um die positive sowie negative Einstufung von Bilingualität, je nachdem wer die Sprachen spricht, es geht um vulgären Feminismus, es geht um die deutsche Vergangenheitsbewältigung bezüglich des zweiten Weltkriegs und es geht um den fehlenden Zusammenhalt bei Ungerechtigkeiten.
Alle Geschichten enthalten wichtige und augenöffnende Themen, jedoch sind die Stile so unterschiedlich, dass mich nicht jede Geschichte gleichermaßen erreichen konnte. Manche Autor*innen übertreiben es mit der Zurschaustellung ihres Intellekts, wodurch ich beim Lesen das Interesse verloren habe, da ich eine verständliche und nahbare Erzählung vermisst habe. Und dann gab es noch den gegenteiligen, vulgären, provozierenden Stil, der so überzogen war, dass das inhaltlich wichtige Thema total untergegangen ist. Neben diesen Ausreißern gab es aber auch viele Geschichten, die mir gut gefallen haben. Aus diesen habe ich mir ein paar Passagen markiert, die ich gerne im Gedächtnis behalten möchte: "Die entscheidende Frage lautet also nicht >>Wo kommst du her?<<, sondern >>Wo wollen wir zusammen hin?<<" ; "Türkisch lernt man nicht, Türkisch verlernt man" ; "Was wäre geschehen, wenn man in den Migrantenkindern keine Probleme, sondern Potenzial und Zukunft gesehen hätte?... Hätte man aufgehört, Misserfolge auf ihre ethnische Herkunft zu reduzieren, die sie weder ausgesucht haben noch ablegen können?" ; "Je wenigersprachig ein Land ist, umso weniger Respekt herrscht in diesem Land vor Minderheiten" ; "Wo Menschen zusammenleben, müssen sie auch zusammen Probleme lösen. Rassismus, Sexismus, schlechte Arbeitsbedingungen und erdrückende Mietzahlungen sind nichts, gegen das man allein einstehen kann, ohne verrückt zu werden, egal wie sehr wir verinnerlicht haben, dass alle Erfolge ganz von unserer individuellen Leistung abhängen." Wer einen ersten Einstieg in das Thema Rassismus sucht, findet hier einen vielschichtigen Einblick.
Ich finde es immer wieder gut die Sichtweise von anderen Menschen zu lesen und kann daraus für mich was mitnehmen. Hier sind viele gute Essays aber für mich nicht viel neues dabei. Trotzdem ein sehr empfehlenswertes Buch.
Das Essayband Eure Heimat ist unser Albtraum, herausgegeben von Fatma Aydemir und Hengameh Yaghoobifarah, versammelt 14 Texte von Autor*innen mit unterschiedlichsten biografischen Hintergründen. Gemeinsam ist ihnen die kritische Auseinandersetzung mit dem Begriff „Heimat“ und der strukturellen Ausgrenzung, die dieser in Deutschland für viele Menschen bedeutet.
Einige der Essays stechen dabei besonders hervor – sie sind lehrreich, eindringlich und inspirierend. Sie machen persönliche Erfahrungen nachvollziehbar, und liefern zugleich fundierte Analysen gesellschaftlicher Missstände. In diesen Momenten ist das Buch aufrüttelnd und bereichernd.
Andere Beiträge hingegen bleiben weniger zugänglich – sei es aufgrund eines sperrigen Stils, theoretischer Überfrachtung oder weil der persönliche Bezug fehlt. Manche Texte wirken redundant oder verlieren sich in abstrakten Formulierungen, sodass sie nicht die gleiche emotionale oder intellektuelle Wirkung entfalten.
Dennoch überzeugt das Buch in seiner Gesamtheit: Es ist ein wichtiges Statement gegen Rassismus, Ausgrenzung und Wohlfühl-Nationalismus. Die Vielfalt der Perspektiven ist seine Stärke – auch wenn nicht jeder Beitrag gleich stark ist, ergibt sich ein spannender, mutiger und notwendiger Dialog über Zugehörigkeit, Sprache, Identität und Macht in der deutschen Gesellschaft.
Fazit: Eure Heimat ist unser Albtraum ist ein solides, in Teilen hervorragendes Buch, das Missstände nicht nur sichtbar macht, sondern auch klug und engagiert bespricht. Ein guter Einstieg für alle, die sich mit Rassismuskritik und postmigrantischer Literatur beschäftigen möchten.
Ich habe nur die zwei neuen Beiträge dieser erweiterten Auflage gelesen, die erste Aushabe habe ich vor ein paar Jahren schon gelesen und fand sie echt super. Die beiden neuen Beiträge sind Vernunft von Dana Vowinckel und Einsamkeit von Zain Salam Assaad. Der Text von Dana Vowinckel ist eine persönliche und jüdische Perspektive auf Antisemitismus in Deutschland und den Nah-Ost-Konflikt. Er beschäftigt sich u.a. mit der Ohnmacht und Verzweiflung bzgl. des Oktober-Attentats der Hamas aus jüdischer Perspektive und gleichzeitig einer Kritik an der israelischen Politik. Ich bin dankbar für diese Perspektive und teile den Großteil ihrer Einschätzung und Kritik an der deutschen Linken.
Der Text von Assaad beschäftigt sich mit Einsamkeit, Flucht, Queerness, Sprache und Rassismus und ist ehrlich gesagt etwas wirr bzw. Überladen mit wichtigen Themen und Gedanken - ich bin zudem glaub ich nicht schlau genug zu verstehen was er insgesamt sagen will bzgl seiner Einsamkeit aber auch mit einzelnen Sätze /Thesen.
Ich halte das Buch für eine wichtige Lektüre, aber wirklich abgeholt hat es mich nicht.
Es gibt ein inneres Bedürfnis dem Buch 5🌟 zu geben, da es niemals schadet über Rassismus zu sprechen/ zu lesen. Allerdings konnte mich die Essay Sammlung nicht vollends überzeugen.
Ich hätte mir mehr persönliche Einblicke und weniger wissenschaftliche Abhandlungen gewünscht. Teils fand ich es so kompliziert, dass ich Absätze mehrfach lesen und einzelne Wörter googlen musste. Das hat bei mir den Lesefluss gestört.
Verschiedene Kurzgeschichten und Ansichten , manche haben mir besser gefallen, die auch etwas persönliche Sichtweisen beinhaltet haben. Andere hald weniger. Ein bisschen mehr Tiefgründigkeit hätte ich schon erwartet. Auch informativ fand ich es so mittelmäßig. Ein bisschen zu sehr ohne Basis-Aufklärung, mehr einfach aus dem Stegreif ein paar Gefanken/Kolumnen. Gut ist aber, dass dadurch sicher noch spannende Personen entdeckt werden und dann könnt ihr die Person oder das Thema ja noch selber googeln. Im Hörbuch sprechen sie oft selber, ja das war gut. Der Titel ist echt cool gemacht, so eine Wortspielerei. Ich glaube mir haben die Texte dazu aber nicht so ganz gepasst. Also es wurde dann eben nicht so detailliert/krass von diesem Albtraum in Europa berichtet, der aber sicherlich existiert…
„Aber es gibt nur eine begrenzte Anzahl von Kämpfen, die du führen kannst.“
Ich war mir tatsächlich lange unsicher, wie ich das Hörbuch bewerten soll. Ohne Sterne, mit 5 Sternen aus Prinzip oder so, wie ich wirklich empfinde. Hab mich für letzteres entschieden.
Inhalt:
Es ginge hier viel zu weit, als dass ich einfach auf all die Essays eingehe. Obwohl, und das stört mich selbst sogar, ich mich an die wenigsten noch einfach so erinnern kann. Vielleicht wenn ich wieder reinhöre, ja, sonst eben nein. Und das tut mir auch etwas leid, denn die Essays waren in ihrer Gänze echt gut und kamen alle auf den Punkt.
Aber grob: Es wurden diverse Punkte zum Thema Rassismus angesprochen. Manche hat man einfach irgendwie auf dem Schirm, manche bleiben sonst im Verborgenen.
Man erfährt auch hin und wieder etwas von den einzelnen Lebensgeschichten oder von Szenarien in denen Frauenfeindlichkeit sich mit Rassismus zusätzlich kreuzt.
Ich kann aber leider nur 3,5 Sterne vergeben, da für mich irgendwie etwas gefehlt hat, bzw. ich einfach nichts daraus mitnehmen kann. Vielleicht hätte ich dazu aber auch noch aufmerksamer zuhören müssen, denn für Währenddessen ist es eben logischerweise nichts.
MUST READ!!!! Dieses Buch sollte eine Pflichtlektüre sein. Es behandelt wirklich alle Themen, die wichtig sind, wenn man sich mit Repräsentation, Othering und Rassismus beschäftigen möchte. Sehr interessante Einblicke in diverse Bereiche.
Buchrezension: “Eure Heimat ist unser Albtraum” – Hrsg. Fatma Aydemir & Hengameh Yaghoobifarah
⭐⭐⭐⭐⭐
“Eure Heimat ist unser Albtraum” ist eine Sammlung von Essays, in der 14 Autor:innen ihre Erfahrungen mit Rassismus, Diskriminierung und dem Gefühl der Ausgrenzung in Deutschland teilen. Herausgegeben von Fatma Aydemir und Hengameh Yaghoobifarah, beleuchtet das Buch die Herausforderungen, denen marginalisierte Gruppen – ob aufgrund ihrer Herkunft, Religion oder Sexualität – in der Gesellschaft begegnen.
Ein kraftvolles Zitat lautet: “Wir sind keine Gäste, die höflich eingeladen wurden und sich anpassen müssen. Wir sind Teil dieser Gesellschaft, ob sie das will oder nicht.”
Das Buch bietet eine vielschichtige Perspektive auf Heimat und fordert ein Umdenken in der deutschen Gesellschaft. Es ist aufrüttelnd, klug und unverzichtbar für alle, die sich mit Integration und gesellschaftlicher Gerechtigkeit befassen.
Als Leserin von *Eure Heimat ist unser Albtraum* kann ich nur sagen: Dieses Buch bleibt erschreckend aktuell. In den letzten fünf Jahren hat sich viel verändert – und doch ist so vieles gleich geblieben. Die Herausgeberinnen Fatma Aydemir und Hengameh Yaghoobifarah haben im neuen Vorwort eindrucksvoll aufgezeigt, dass die Probleme, die uns dieses Buch vor Augen führt, nach wie vor bestehen. Die rassistischen und antisemitischen Anschläge in Halle und Hanau sind tragische Belege dafür, dass der Kampf gegen Rassismus und Antisemitismus in Deutschland noch lange nicht gewonnen ist.
Die 17 Autor_innen, die in 14 bereits bekannten und drei neuen Essays ihren Alltag und ihre Erfahrungen teilen, halten Deutschland weiterhin einen unverzichtbaren Spiegel vor. Einem Land, das sich zwar als vorbildliche Demokratie versteht, aber gleichzeitig immer wieder Teile seiner eigenen Bevölkerung als 'anders' markiert und sie nicht ausreichend schützt. Diese Essays sind dringend notwendige Beiträge zu einer Diskussion, die nicht abreißen darf. *Eure Heimat ist unser Albtraum* ist nicht nur eine Anklage, sondern ein Weckruf und ein Manifest gegen das Konzept von 'Heimat', das allzu oft exklusiv und ausgrenzend gedacht wird. Dieses Buch ist Pflichtlektüre für alle, die nicht wegschauen, sondern verstehen wollen, wie tief die Wurzeln von Rassismus und Ausgrenzung in unserer Gesellschaft tatsächlich reichen.
Ein sehr gutes und sehr wichtiges Buch, das ich nur wärmstens empfehlen kann. Randvoll mit wunderbar pointierten und schonungslos direkten Essays zu Themen wie Migration, Rassismus, Heimat, Rechtsruck, Solidarität,.. Regt sehr zum Nachdenken an und lässt einen auch die eigenen Denkmuster nochmal kritisch hintergragen.
Volle Punktzahl!
Ich habe während des Lesens dieses Buches mich selbst kritisch hinterfragt, nachgedacht, selbst recherchiert und mich aber vorallem auch verbunden gefühlt. Kämpfen verbindet! Auf eine Zukunft mit vielen Heimaten.
Dieses Buch habe ich sehr gerne gelesen. Auch wenn ich mich naturgemäß nicht in jedem Text gleichermaßen wieder gefunden habe, hat es mich doch zum Nachdenken gebracht und auch einige meiner eigenen Erfahrungen hinterfragen lassen.
Wie üblich bei solchen Werken lasse ich aber am Besten die für mich stärksten Passagen des Buchs für sich sprechen:
„Und weil wir in den letzten Jahren immer wieder dieselbe Frage gestellt bekamen als Reaktion auf den Buchtitel, nämlich: Warum wir überhaupt noch hier sind, wenn es in diesem Land wirklich so furchtbar ist? Die Antwort ist simpel: Genau deshalb. Um eure völkische Party zu crashen."
Fatma Aydemir & Hengameh Yaghoobifarah - Vorwort
„Wir sind die anderen, die wissen, dass normal uns nichts zu sagen hat. Normal ist keine Autorität für uns.
Wir werden füreinander da sein, wenn die Mehrheitsgesellschaft zuschaut und nicht eingreift. Wir müssen uns nicht in allem einig sein, wir müssen uns nicht einmal mögen.
Aber wir wissen um die Kraft der Allianzen. Also schaffen wir unsere eigenen Strukturen, und wenn wir in Gefahr sind, werden wir uns aufeinander verlassen können. Die eigentliche Alternative für Deutschland sind wir."
Sasha Marianna Salzmann - Sichtbar
Dieses Buch mit Texten verschiedener Autor*innen ist so aktuell wie zum Erscheinungstag. Es werden verschiedene Aspekte von Heimat und den Bedingungen und Themen, die Personen mit Migrationsgeschichte begleiten, aufgefächert. Das berührt und regt zum Denken an - und bringt dich weiter. Insofern: bitte lesen!
Jede Stimme, jede Perspektive in diesem Buch ist auf ihre Art unglaublich wertvoll und ich habs verschlungen. Greifbarer lässt sich Rassismus im deutschsprachigen Raum wohl kaum darstellen.
Wahnsinnig spannendes Buch, welches sehr gut zeigt, dass Deutschland nicht so perfekt, weltoffen und tolerant ist, wie das Land sich selbst gerne darstellt.
Definitiv ein Must-Read für alle, denn ich denke, von diesem Buch kann jeder etwas lernen.
Die Autor:innen setzen damit einen Spiegel vor Deutschland und zeigen in ihren Essays, dass noch einiges zu tun ist, bis das Land wirklich so tolerant ist, wie gerne behauptet wird.
I took a lot from this book. Many great ideas and perspectives that were (partly) new to me but definetly need to be heard. Many great people that I will read more of.
Unglaublich tolles Buch mit mehreren Essays unterschiedlicher Autor:innen über relevante Themen!
Hört zu!
Reflektiert Privilegien und Vorurteile!
So oft habe ich mir gedacht: YES! So und nicht anders. Was gesagt wurde wollte ich unterstreichen und habe oft ohne nachzudenken einfach geschnipst wie beim Poetry Slam.
Extrem wichtig, und sehr eindrücklich geschrieben!
Zu diesem Buch möchte ich gar nicht viel mehr sagen, außer: Lest es! Ich war schockiert, traurig und habe mich an einigen Stellen dafür geschämt, wie dieses Land mit Menschen anderer Herkunft umgeht… 😢
Betroffenen Menschen marginalisierter Gruppen zu zuhören, in diesem Fall ihre Zeilen zu lesen, ist immer eine gute Idee. Das hilft Menschen und ihre Situationen zu verstehen, sich selbst zu hinterfragen und Handlungsmöglichkeiten für den diskriminierenden Alltag als Ally anderer Personen zu finden.
Kann das Buch nur empfehlen, weil es durch die verschiedenen Essays der Autor:innen recht facettenreich ist.
Wow. Einfach nur wow. So ein gutes und wichtiges Buch, das einem selbst die Augen öffnet und unfassbar radikal sein kann. Wut ist ein zentrales Thema und die spürt man in fast jedem Essay.
Sollte man mal gelesen haben.
Herausragende Essaysammlung, alle Beiträge haben mich berührt, zum Nachdenken und Recherchieren angeregt, und mir so einige Fragen über mich selbst beantwortet. Insbesondere "Essen" von Vina Yun und "Sprache" von Margarete Stokowski haben mich persönlich sehr berührt. Manchmal hat es sich so angefühlt wie Seelenpflege, ich weiß garnicht, wie ich es anders ausdrücken soll.
Besonders möchte ich auch den letzten Essay von Simone Dede Ayivi, "Zusammen", betonen, der auf einer positiven Note endet und mich daran erinnert hat, was meine ehrenamtliche Arbeit eigentlich ausmacht. Macht Mut ♥
Wie immer fand ich toll, dass die Autor*innen ihre Beiträge selbst eingesprochen haben. Allerdings werde ich mir das Buch nochmal in physischer Form kaufen, da ich mir so einige Stellen markieren möchte.