
Der zweite Band der Reihe entführt uns erneut an die malerische Ostsee und in Sams Leben. Und ja, ich muss sagen: Das Buch hat mir gefallen – auch wenn es mich nicht vollkommen begeistert hat. Es ist kein literarisches Meisterwerk, aber eine entspannte, leichte Lektüre, die perfekt ist, um einfach mal abzuschalten. Wie schon im ersten Band überzeugt Lexie Winter mit einem wunderbar flüssigen Schreibstil. Die Seiten flogen nur so dahin, und die Geschichte war angenehm zu lesen, ohne dass sie jemals anstrengend oder schwer wirkte. Wenn man auch etwas sucht, das man in kurzer Zeit genießen kann, ist dieses Buch eine gute Wahl. Besonders gelungen fand ich die Atmosphäre: Die Beschreibung der Ostsee hat mich direkt dorthin verschoben, und ich konnte richtig in die Welt der Figuren eintauchen. Aber – und hier kommt mein größter Kritikpunkt – die Wahl der Namen! Es gibt so viele Figuren, deren Namen mit einem J beginnen: Jonas, Julian, Jeremy, Jette, James. Ehrlich gesagt, hat mich das irgendwann genervt. Auch wenn es nicht schwer war, die Charaktere auseinanderzuhalten, wirkte diese Namenswahl ein wenig einfallslos. Es fühlte sich an, als hätte die Autorin ein Namensbuch aufgeschlagen und sich ausschließlich auf die Seite mit J konzentriert. Hier hätte ich mir mehr Abwechslung gewünscht. Inhaltlich bietet die Geschichte genau das, was man von einem Wohlfühlroman erwartet: ein angenehmes Tempo, charmante Charaktere und kleine Konflikte, die die Spannung aufrechterhalten. Überraschungen oder Wendungen, die einen völlig umhauen, darf man allerdings nicht erwarten. Aber das ist auch okay, denn das Buch liefert genau das, was es verspricht – lockere Unterhaltung in einer wunderschönen Kulisse. Fazit: Liebe, Wellen & Mee(h)r: Ostseeglück ist eine ideale Lektüre für zwischendurch. Wenn ihr auf der Suche nach etwas Leichtem seid, das euch für ein paar Stunden an die Ostsee entführt, dann greift zu!
