
Tolle Dark Fantasy mit spannender Story
Was würdest du für die Liebe tun? In Mina Bekkers Buch „Scátha - Schattensaat 1“ steht Syllia vor genau dieser Entscheidung und muss erfahren, dass uralte wütende Göttinnen einem zwar helfen können, dafür aber einen hohen Preis fordern. „Scátha“ ist Dark Fantasy, wie man es sich von Herzen wünscht. Düster, voller böser Mächte und immer wieder morally-grey. Denn ist Scátha wirklich die Böse in der Geschichte? Und ist an Syllias Entscheidungen und Taten wirklich die Göttin Schuld oder kommt die Dunkelheit viel mehr aus ihrem eigenen Herzen? Mina Bekker versteht es, eine Geschichte zu erzählen, in der „Gut“ und „Böse“ fließend ineinander übergehen. Auch die rachsüchtige Göttin hat durchaus ihre Gründe und ist kein Charakter, den man einfach so hassen kann. Sehr gut gefallen hat mir, dass Entscheidungen hier wirklich Konsequenzen haben und das Leben der Charaktere tatsächlich verändern. Auch zum negativen. Die Welt von Elunestris ist gut ausgearbeitet und wirkt wie aus einem Guss. Die verschiedenen Fantasy-Themen sind spannend miteinander verwoben und bilden eine mitreisende Geschichte, die trotz des düsteren Settings mit einer guten Portion Humor aufwartet und sich selbst nicht zu Ernst nimmt. Positiv ist, dass Syllia auf ihrer Reise eine echte Entwicklung durchmacht und sich verändert. Man spürt, wie Scátha sie beeinflusst, aber auch, wie sie sich immer stärker wehrt und entscheidet, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. Und das so, dass man nicht mit allem einverstanden ist. Dadurch entsteht das Gefühl, es mit einem echten Menschen zu tun zu haben, der versucht, sein Leben wieder in den Griff zu bekommen. Syllia ist dadurch weniger ein Charakter, in den man sich hineinversetzen kann, sondern eher eine Freundin, die man auf ihrem Weg begleitet und die dabei auch Fehler macht. Das hat mit sehr gut gefallen und machte die Story und die Welt sehr glaubhaft und greifbar. Ein tolles Buch mit viel dunkler Magie, bösen Wesen & Göttern, Aber viel Humor, Freundschaft und Loyalität (& ohne toxische Lovestory 😉).



