Eine berührende Geschichte
Die Geschichte, welche auf zwei Zeitebenen erzählt wird, ist unglaublich emotional, ergreifend, warmherzig und berührend. Es beginnt mit einem Album aus alten Briefen, welche die Verbindung zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart unserer zwei Hauptprotagonistinnen verbindet. London 1940: Elsie - Krankenschwester, Eltern verstorben, Bruder im Krieg gefallen, wohnt und arbeitet mit ihrer besten Freundin im Krankenhaus. Sie legt all ihre Kraft in die Versorgung der Patienten, um ihnen das Leben zu erleichtern. Eines Tages kommt sie auf die Idee, dass es für die Patienten hilfreich wäre, wenn sie ihre Gedanken, Briefe an die Liebsten oder einfach auch ihre Gefühle in ein Buch schreiben könnten. Gegenwart: Stevie - meistert ihr Leben ebenfalls allein, ihre Eltern sind in alle Himmelsrichtungen verstreut und ihr Bruder sitzt im Knast. Das Seniorenheim, in dem Stevie arbeitet, war früher das Krankenhaus, wo Elsie als Schwester tätig war. Als Stevie auf dieses Buch, das viele Jahre verschüttet in einem Keller lag, stößt, ist sie fasziniert davon. Sie fragt sich wer Elsie war und was aus ihr geworden ist und so begleiten wir starke Protagonistinnen, die sich in ihrer Zeit den schweren Herausforderungen und Hindernissen im Leben stellen müssen und dadurch auch ein Stückweit über sich hinauswachsen. Die Charaktere sind liebevoll ausgestaltet. Obwohl ich sagen muss, dass mir Elsie mehr ans Herz gewachsen ist und meinen größten Respekt hatte. Sie kämpft an allen Fronten, dabei ist sie eine wirkliche Freundin in der Not und ihre Hilfsbereitschaft kennt keine Grenzen. Aber auch andere Protagonisten, wie zum Beispiel die Bewohner des Pflegeheims, tragen mit ihren Handlungen viel zur Stimmungslage des Romans bei.



