
Circle of Night – Das Reich der Schatten Urban Fantasy in Hamburg und einem Finale, das sitzt
„Uff…“ — selten beschreibt ein Wort ein Leseerlebnis so treffend. Circle of Night – Das Reich der Schatten beginnt wie eine typische Coming-of-Age-Geschichte: eine bunt gemischte Gruppe Jugendlicher, die unterschiedlicher kaum sein könnte, eingebettet in ein vertrautes Hamburger Setting. Doch schon bald öffnet sich eine zweite Ebene, die man so nicht kommen sieht: dämonische Wesen, Hexerei, dunkle Geheimnisse und eine Atmosphäre, die sich stetig verdichtet. Die Geschichte bleibt bis kurz vor Schluss unberechenbar und fesselnd. Gerade wenn man glaubt, die Richtung zu kennen, überrascht die Autorin mit Wendungen, die tatsächlich sitzen — und zwar positiv. Wichtig zu wissen: Ich habe das Buch im Buchhandel erworben, angezogen von Cover und Klappentext, ohne zu ahnen, dass es sich um den ersten Teil einer Trilogie handelt. Diese Erkenntnis kam erst nach dem Lesen — glücklicherweise, denn das Ende öffnet Türen, durch die man unbedingt weitergehen möchte. Ein kleiner Wermutstropfen Das Taschenbuch selbst ist ein echtes Schmuckstück, vor allem mit dem Farbschnitt. Umso ernüchternder war die Entdeckung danach: Teil 2 und 3 existieren ausschließlich als eBook. Für Sammler und Liebhaber schöner Reihen ist das ein kleiner Stich ins Herz. Aber wenn die Folgebände genauso spannend sind wie der Auftakt, führt wohl kein Weg daran vorbei, digital weiterzulesen. Die Neugier, wie sich die Charaktere entwickeln und welche Abgründe oder Überraschungen noch warten, ist definitiv geweckt.




